Wir wünschen ein frohes – und vor allem ein entspannteres – neues Jahr 2016! Die Anschläge in Paris im Januar und November 2015 und die wachsende Zahl von Angriffen auf Flüchtlingswohnheime und Moscheen stehen für eine zunehmende Polarisierung der Gesellschaft, die sich auch in der pädagogischen Arbeit mit Jugendlichen niederschlägt. Die Diskussionen um die Ereignisse in Köln machen diese Arbeit nicht leichter.

Mit den Beiträgen auf unserem Webportal für Pädagogik zwischen Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismus möchten wir einen Beitrag leisten, um Ihnen diese Arbeit zu erleichtern. Das Portal soll informieren, anregen und konkrete Hilfestellungen für den Umgang mit kultureller und religiöser Vielfalt geben.

In diesem Newsletter finden Sie einige der Beiträge, die in den vergangenen Monaten auf ufuq.de erschienen sind. Zudem informieren wir Sie über neue Projekte, die wir zum Ende des Jahres neu begonnen haben. Falls Sie Interesse haben, Ihre Arbeit vorzustellen oder besondere Themen haben, die Ihnen unter den Nägeln brennen, schreiben Sie uns: info@ufuq.de. Wir freuen uns über Anregungen und Kritik!
 
Ihr ufuq.de-Team
 

Aktuelles


“Fremde Täter”? Reaktionen von Musliminnen und Muslimen auf die Fälle von sexueller Gewalt in der Silvesternacht


Die Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht in Köln und anderen Städten sind das beherrschende Thema in den Medien. In vielen Berichten und Kommentaren steht die Herkunft bzw. die Religion der Täter im Mittelpunkt. In sozialen Medien warnten zahlreiche Muslim_innen vor einer Kulturalisierung sexueller Gewalt. Für sie geht es darum, die Taten selbst zu verurteilen, unabhängig davon, wer sie begangen hat. Die Beiträge eignen sich, um auch im Unterricht über die Übergriffe und deren Hintergründe zu sprechen.

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“Ich bin Paris!” und “Ich bin Muslim!” schließen sich nicht aus. Anregungen für die Arbeit mit Jugendlichen


Die Anschläge in Paris sind immer noch Thema in vielen Schulklassen. Viele Lehrer_innen berichten, wie schwierig es sei, die Ereignisse angemessen zu behandeln. Nicht selten entstand dabei eine Stimmung, in der sich „Deutsche“ und „Muslime“ gegenüber standen. Um einer solchen Polarisierung entgegenzuwirken, sind einige Stimmen hilfreich, die von jungen Muslim_innen in sozialen Medien gepostet wurden. Sie eignen sich, um die Empörung und die Sorge vor terroristischer Gewalt aufzugreifen und deutlich zu machen, dass auch Muslim_innen von dieser Gewalt betroffen sind. Dabei lassen sich auch die Erfahrungen und Perspektiven aufgreifen, die für viele Muslim_innen wichtig sind, die aber im Unterricht sonst nur selten Platz haben.

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Hintergrund


Umgang mit Radikalisierungstendenzen in Schulen – Rechtliche und pädagogische Hinweise für die Praxis


Der Umgang mit Radikalisierungstendenzen ist für viele Lehrerinnen und Lehrer eine Herausforderung. Diese beschränkt sich nicht auf Inhalte und Methoden, sondern betrifft insbesondere auch rechtliche Fragen. Wo enden Meinungs- und Religionsfreiheit? Welche Meinungen und Verhaltensweisen sind zu akzeptieren, wann beeinträchtigen sie den Schulfrieden – und wann sind eventuell auch strafrechtliche Grenzen überschritten? In seinem Beitrag gibt Kurt Edler einen Überblick über den rechtlichen und pädagogischen Rahmen von Interventionen in Schule und Unterricht.

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Filmprojekte zu Islam, Islamfeindlichkeit, Islamismus und muslimischem Leben in Deutschland


In unserer Arbeit mit Jugendlichen spielen Kurzfilme eine wichtige Rolle. Sie eignen sich besonders, um aktuelle und vor allem lebensweltbezogene Themen aufzugreifen und Diskussionen anzuregen. Mittlerweile gibt es mehrere Filmprojekte, die sich den Themen Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismus widmen. Nalan Yağcı stellt die Projekte vor.

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Neue Haltungen gegen Unmut: Forderungen an eine gesamtgesellschaftliche Präventionsarbeit


“Nur wenn Jugendliche sich in ihrem Unwohlsein, ihrer Angst oder eben Wut anerkannt fühlen, kann von ihnen erwartet werden, in einem zweiten Schritt eigenes Schwarz-Weiß-Denken und eigene Feindbilder zu hinterfragen”, schreibt Sindyan Qasem in seinem Beitrag zu einem gesamtgesellschaftlichen Verständnis von Präventionsarbeit. Die Prävention von demokratie- und freiheitsfeindlichen Einstellungen beinhaltet auch die Bereitschaft, die Erfahrungen von jungen Muslim_innen ernst zu nehmen und in der Bildungsarbeit aufzugreifen.

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Partizipation im Internet: “Die politische Bildung muss aus der Komfortzone herauskommen”


Online-Medien spielen im Alltag von Jugendlichen eine immer wichtigere Rolle. Dabei geht es nicht nur um Unterhaltung und Freizeitgestaltung, sondern auch um Partizipation in Gesellschaft und Politik. Dr. Viktoria Spaiser forscht zur Nutzung des Internets durch Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund und interessiert sich insbesondere für das Potential von Online-Medien für politische Teilhabe und Mitgestaltung. Im Gespräch mit Götz Nordbruch betont sie die Chancen, die mit einer zunehmenden Verschmelzung von On- und Offline-Welten für die Bildungsarbeit verbunden sind.

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Gewaltdarstellungen im Internet: “Ein allgemeines Verbot ist unrealistisch”


Über das Internet kommen schon Kinder und Jugendliche in Kontakt mit Bildern und Videos, in denen reale Gewalttaten zu sehen sind. In den sozialen Netzen finden diese Bilder weite Verbreitung. Dennoch gibt es bisher wenig Tipps für den Umgang mit Gewaltdarstellungen. Dr. Nadia Osman ist Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Verhaltenstherapeutin und Elternberaterin in Berlin und forscht zu den Wirkungen von Gewaltvideos. Im Interview mit Aylin Yavaş informiert sie, worauf es in der pädagogischen Arbeit ankommt.

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Praxisberichte


WomEx: Frauen und Mädchen als Schlichterinnen im Extremismus?


“Frauen, Gender und Extremismus” – diesem Thema widmete sich der Berliner Verein cultures interactive in einem Forschungsprojekt. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage nach den Zusammenhängen von Geschlecht und Extremismus, die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen sind mittlerweile auch in einer Broschüre erschienen. Aylin Yavaş hat sich mit der Projektleiterin Silke Baer getroffen und mit ihr über die Rollen von Frauen in extremistischen Bewegungen, aber auch über Parallelen von Geschlechterrollen und genderspezifischen Themen in Islamismus und Rechtsextremismus gesprochen.

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Djihadi Bromance: “Man müsste mal in diese Personen reinschauen”


Im Rahmen des Kulturfestes “Die Nächte des Ramadan” wurde auch in diesem Jahr die Filmreihe “…wie im Film!? Muslimische Vielfalt in Berlin” gezeigt. Diesmal wurde die Reihe um ein eigenes Filmprojekt erweitert. Hier entstanden drei Kurzfilme, die von jungen Muslim_innen zusammen mit erfahrenen Tutor_innen eigens für das Projekt produziert und Mitte Juli uraufgeführt wurden. Wir haben Nilgün Akıncı, eine der Produzent_innen, getroffen und mit ihr über ihren Kurzfilm Djihadi Bromance gesprochen.

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Mehr als Sport: Die Fußballerinnen von Türkiyemspor Berlin


Der Verein Türkiyemspor Berlin e.V. hat seit 2004 auch eine Mädchen- und Frauenabteilung. Fußball steht hier im Mittelpunkt, aber den Aktiven geht es um mehr. Der Sport ist aus Sicht des Vereins auch eine Chance, um über alltägliche Fragen von Mädchen und Frauen ins Gespräch zu kommen und sich in die Gesellschaft einzubringen. Aylin Yavaş traf die beiden Leiter_innen Giovanna Krüger und Murat Doğan und hat mit ihnen über „bunten“ Frauenfußball gesprochen.

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Neues aus dem Verein

Protest, Provokation und Propaganda – Fortbildungen, Begleitungen und Beratungen für pädagogische Fachkräfte in der Islamismusprävention in Berlin


Das Modellprojekt bietet ein nachhaltiges Fortbildungs- und Beratungsangebot für Fachkräfte der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit in der Prävention und Begegnung eines gewaltbereiten Islamismus. Ziel ist es, in der Zusammenarbeit mit Berliner Schulen, Jugendzentren und anderen Einrichtungen der Jugend- und Sozialarbeit Ansätze der Präventionsarbeit zu entwickeln und umzusetzen.

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Fachstelle zur Prävention von religiös begründeter Radikalisierung in Bayern


Die landesweite Fachstelle zur Prävention von religiös begründeter Radikalisierung in Bayern hat ihren Sitz in Augsburg. Sie informiert und berät Einrichtungen der Bildungs- und Jugendarbeit, aber auch kommunale Verwaltungen und zivilgesellschaftliche Akteure in der Prävention von religiös begründeten Radikalisierungen und dem Umgang mit demokratie- und freiheitsfeindlichen Einstellungen.

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Alternativen aufzeigen! Kurzvideos zu aktuellen Themen im Feld von Islam, Islamfeindlichkeit, Demokratie und Islamismus für Internet, Schule und Jugendarbeit


Im Projekt „Alternativen aufzeigen!“ entstehen Kurzfilme zu den Themen Islam, Islamfeindlichkeit, Demokratie und Islamismus für die pädagogische Arbeit im Internet, in der Schule oder in der Jugendarbeit. Die Filme greifen aktuelle Fragen und Ereignisse auf, die Jugendliche im Alltag beschäftigen. Das Modellprojekt wird von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg in Kooperation mit ufuq.de durchgeführt.

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