Kompetenznetzwerk Islamistischer Extremismus – KN:IX

Logo kn:ix Kompetenznetzwerk Islamistischer ExtremismusDas „Kompetenznetzwerk Islamistischer Extremismus“ (KN:IX) arbeitet zur universellen, selektiven und indizierten Prävention von islamistischen Einstellungen und Verhaltensweisen. Es reagiert auf aktuelle Entwicklungen im Themenfeld und fördert innovative Ansätze der Präventions-, Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit zivilgesellschaftlicher und staatlicher Akteur*innen.

Das Kompetenznetzwerk umfasst neben ufuq.de auch die Bundesarbeitsgemeinschaft religiös begründeter Extremismus e. V. (BAG RelEx) und das Violence Prevention Network.

ufuq.de ist im Netzwerk für den Bereich der universellen Prävention zuständig und unterstützt bundesweit Fachkräfte und Einrichtungen bei der Konzeption und Umsetzung universeller Präventionsmaßnahmen. In diesem Rahmen werden auch Erfahrungen und Ansätze aus angrenzenden Handlungsfeldern wie der Demokratieförderung, der Vielfaltgestaltung und der Antidiskriminierungsarbeit aufgegriffen.

Die Arbeitsschwerpunkte des Netzwerkes sind:

1. Bedarfs- und Trendmonitoring
In den vergangenen Jahren hat sich das Phänomen des Islamismus stetig gewandelt. Damit einher gehen Veränderungen in der Präventionsarbeit, um auf neue Bedarfe und Herausforderungen zu reagieren. Im Rahmen des KN:IX werden diese Veränderungen und die mit ihnen verbundenen Herausforderungen in der Präventionsarbeit herausgearbeitet. Grundlage hierfür sind neben Befragungen von Akteuren auch fachwissenschaftliche Veröffentlichungen über Entwicklungen und Trends im Themenfeld. Diese Beobachtungen und Analysen werden im Netzwerk für die Präventionspraxis aufbereitet.

2. Analyse, Auswertung, Entwicklung
Prävention als gesamtgesellschaftliche Herausforderung erfordert den Austausch von Akteuren in unterschiedlichen Handlungsfeldern. Dies betrifft den Austausch über unterschiedliche Erscheinungsformen des Phänomens, aber auch über fachliche Standards, Rollenverständnisse und Methoden der beteiligten Akteure. Ausgehend von den Ergebnissen des Bedarfs- und Trendmonitorings bietet das KN:IX einen Rahmen für die Reflexion und Weiterentwicklung von Handlungsansätzen und Methoden, die in den unterschiedlichen Handlungsfeldern der Präventionsarbeit zum Einsatz kommen.

3. Wissens- und Praxistransfer
Wesentliches Ziel des KN:IX ist die kontinuierliche Weiterentwicklung und Verstetigung von diskriminierungssensiblen Ansätzen der Präventionsarbeit auch in Regelstrukturen der Bildungs-, Jugend- und Sozialarbeit. Neben der Entwicklung und Durchführung von Angeboten der Qualifizierung und Professionalisierung berät das KN:IX Fachkräfte und Träger bei der Konzeption entsprechender Maßnahmen und unterstützt bei der Umsetzung und Evaluation. Dazu gehört auch die Entwicklung von Arbeitshilfen und Methoden für die alltägliche Praxis – zum Beispiel in Schule und Jugendarbeit oder im Strafvollzug. Ergänzt werden diese Angebote des Wissenstransfers durch fachwissenschaftliche Beiträge, in denen Erfahrungen aus den verschiedenen Ebenen der Präventionspraxis dokumentiert und ausgewertet werden. Diese Erfahrungen sind auch Grundlage für Empfehlungen, mit denen sich das KN:IX sowohl in die Praxis von Präventionsakteur*innen als auch in politische Entscheidungsprozesse über die Ausrichtung und Ausgestaltung staatlicher Maßnahmen einbringt.

Zu den Zielgruppen des KN:IX zählen damit neben Fachkräften in den unterschiedlichen Bereichen der universellen, selektiven und indizierten Prävention auch Träger von Modellprojekten, Landesdemokratiezentren sowie Mitarbeiter*innen von Regelstrukturen in Schule, Jugendhilfe oder Strafvollzug, von Sicherheitsbehörden sowie aus Politik und Verwaltung.

Webseite des KN:IX:
www.kn-ix.de

Ansprechpartner für ufuq.de:
Dr. Götz Nordbruch (goetz.nordbruch@ufuq.de)

Koordination des KN:IX:
Jamuna Oehlmann (jamuna.oehlmann@bag-relex.de)
Rüdiger Hamm (ruediger.hamm@bag-relex.de)

gefördert von: