DDD – Gegen Diskriminierung, für Demokratie und Diversität in Berliner Betrieben
Weiterbildungen und Workshops für Betriebsrät*innen und Berufsschüler*innen

Was hält unsere Gesellschaft eigentlich zusammen?

Diese grundlegende Frage stellt sich erst recht in Zeiten, die geprägt sind von konfliktbehafteten Auseinandersetzungen um Themen wie Migration und Rassismus, Pandemie oder Geschlechter- und Identitätspolitiken – und in denen sich Ressentiments, Gefühle des Unbehagens, des Misstrauens und der mangelnden Anerkennung offenbar in vielen Bereichen des öffentlichen und privaten Lebens ausbreiten. Wie können wir solchen Entwicklungen (in der Arbeitswelt wie in Betrieben) entgegenwirken?

Mit dieser Frage beschäftigen wir uns im Bildungsprojekt „DDD – Gegen Diskriminierung, für Demokratie und Diversität in Berliner Betrieben“. Ziel der Projektarbeit ist es, mit Weiterbildungen und Workshops innerbetriebliche Akteur*innen wie Betriebsrät*innen und Berufsschüler*innen zu stärken und als diskriminierungs- und diversitätssensible Ansprechpersonen in ihren Betrieben fortzubilden. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU), denn handlungsfähige Betriebsrät*innen sowie Berufsschüler*innen sind für ein resilientes Betriebsklima jeder Betriebsgröße unentbehrlich.

  • Welche Probleme stellen sich in Betrieben mit ihrer zunehmend heterogenen Belegschaft?
  • Wie kann das Miteinander im Betrieb gelingen und wie können Konflikte beigelegt werden?

Dazu möchten wir unter anderem die Handlungskompetenz der Teilnehmer*innen im Umgang mit menschenfeindlichen Ideologien sowie Verschwörungserzählungen und darauf aufbauenden innerbetrieblichen Konflikten stärken und sie für ein diskriminierungskritisches Diversitätsverständnis sensibilisieren. Hierbei spielen sowohl gegenseitiges Anerkennen als auch ein aktiver Umgang mit Differenzen sowie komplexen oder widersprüchlichen Sachverhalten eine große Rolle – ob im Kontext innerbetrieblicher Interessensgruppen oder in der Wahrnehmung gesellschaftlicher Strukturen sowie eigener Privilegien und Denkmuster.

Zusätzlich werden im Projekt Methoden, Materialien und Handreichungen zur innerbetrieblichen Weiterbildung erstellt. Eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Materialien im Austausch mit den Teilnehmenden ist ebenso geplant wie die Schaffung von Vernetzungsstrukturen innerhalb der Berliner Betriebslandschaft.

Die Arbeitswelt prägt unser soziales Miteinander

Hier erfahren wir Anerkennung, Gerechtigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Die Arbeitswelt ist aber nicht nur ein Ort von Solidarität und Gerechtigkeit, sondern auch ein Ort unterschiedlicher sozialer Auseinandersetzungen, Kämpfe und Aushandlungen. So häufen sich vor dem Hintergrund gesamtgesellschaftlicher Entwicklungen in den vergangenen Jahren in beruflicher Ausbildung wie auch im Arbeitsalltag Konflikte um Kultur, Religion und Zugehörigkeit ebenso wie menschenfeindliche Einstellungen, rassistische und rechtsextreme Denkmuster und Zustimmungen zu Verschwörungserzählungen sowie Ideologien der Ungleichwertigkeit oder pauschalen Abwertungskonstruktionen.

Gemeinsam mit den Betrieben möchten wir – im Sinne eines Klimas der Gerechtigkeit und der Solidarität sowie der Zusammenarbeit und des Miteinanders – diesen Entwicklungen begegnen und vorbeugen.

Unsere Angebote auf einen Blick

Weiterbildungen für Betriebsrät*innen und Jugendausbildungsvertreter*innen
5-tägige, modular aufgebaute Weiterbildung

  • Modul 1: Wie können wir gerecht leben? Über das Verhältnis von Gerechtigkeit, Gleichheit und Ungleichheit
  • Modul 2: Diskriminierungen in der Arbeitswelt
  • Modul 3: Antidiskriminierung und Diversität
  • Modul 4: Was ist eine Meinung, wie frei ist sie und wo sind ihre Grenzen?
  • Modul 5: Was können wir tun? Mitgefühl, Solidarität und Anerkennung

Workshops für Berufsschüler*innen
1-tägige Workshops, u.a. zu folgenden Themen:

  • Diskriminierungen in der Arbeitswelt und was ich dagegen unternehmen kann
  • Demokratie und Diversität im Betrieb
  • Verschwörungserzählungen im Betrieb und (die Grenzen der) Meinungsfreiheit

 

Kontakt

ufuq.de
Dudenstr. 6, 10965 Berlin
Tel.: 030/ 78 09 55 01

Projektleitung: Christian Kautz (christian.kautz@ufuq.de)
Bildungsreferent: Mohammad Sarhangi (mohammad.sarhangi@ufuq.de)

 

 


Gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales

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Administriert durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Administriert durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Im Rahmen des Förderprogramms

 

Ansprechpartner*innen
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Christian Kautz christian.kautz@ufuq.de
Mohammad Sarhangi mohammad.sarhangi@ufuq.de
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