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Module | Themen

In unseren interaktiven und kostenfreien Workshops setzen sich Jugendgruppen mit Fragen und Konflikten der Migrationsgesellschaft auseinander. Unsere geschulten Teamer*innen leiten die Module im Zweierteam direkt vor Ort an. Die Workshops dauern in der Regel einen sechsstündigen Schultag. Buchung und etwaige zeitliche oder inhaltliche Anpassungen nimmt die jeweilige Standortkoordination vor.

Unsere Workshops thematisieren Fragen zu Identität und Zugehörigkeit, Religion und Migrationsgesellschaft, Diskriminierung und Ausgrenzungserfahrungen sowie zu Geschlecht, Körper, Sexualität oder zu Verschwörungstheorien und radikalen Ideologien. Ausgehend von unserem machtkritischen, diskriminierungssensiblen, ressourcen- und empowermentorientierten Ansatz bieten wir Jugendlichen Raum für Gespräche und Auseinandersetzungen. Dabei ist es uns besonders wichtig, Erfahrungen von Zugehörigkeit, Anerkennung, Selbstwirksamkeit und Gleichwürdigkeit zu ermöglichen und zu fördern.

Unsere Methoden regen zur Selbstreflexion an und sensibilisieren für verschiedene Formen von Diskriminierung, Ausgrenzung und Extremismus.  Dabei liegt unser Fokus auf moderiertem Austausch unter den Jugendlichen. Auf diese Weise machen wir vielfältige Perspektiven auf gesellschaftspolitische Fragen sichtbar, fördern die Teilhabe der Jugendlichen und stärken sie gegenüber Ideologien der Ungleichwertigkeit.

Modul I: Glauben, Islam und Ich

Über die Vielfalt von Islam und muslimischem Leben in Deutschland (ab Klasse 5)

Woran glaubst du, was ist dir wichtig? In diesem Workshop kommen die Jugendlichen in den Austausch über ihr Verständnis von Islam und Religion sowie ihre eigenen Werte, ihren Glauben und ihre Lebensphilosophie. Dabei beschäftigen sie sich mit der Vielfalt muslimischen Lebens in Deutschland und lernen unter anderem, wie unterschiedlich Menschen ihren Glauben im Alltag umsetzen. Die Frage „Wie wollen wir leben?“ bildet die inhaltliche Klammer – sie geht alle etwas an, gleich ob muslimisch oder nichtmuslimisch, religiös oder nichtreligiös.

Modul II: Männerbilder, Frauenbilder

Über Geschlechterrollen, Zuschreibungen und persönliche Entfaltung (ab Klasse 7)

Jugendliche sind in ihrem Alltag mit zahlreichen geschlechtsspezifischen Rollenbildern und Idealen konfrontiert: Unter Freund*innen, innerhalb der Familie oder der religiösen Gemeinschaft, in der Schule oder den (sozialen) Medien. Sie bieten Orientierung zu der zentralen Frage „Wer bin ich oder wer will ich werden?“, können aber auch überfordern oder (innere) Konflikte auslösen. Im Rahmen des Workshops beschäftigen sich die Jugendlichen mit gesellschaftlichen und religiösen Zuschreibungen, wie Männer und Frauen zu sein haben, reflektieren ihre eigenen Bilxder im Kopf und überlegen, welche Werte ihnen persönlich wichtig sind. Dabei lernen sie ausgewählte Personen mit vielfältigen religiösen und kulturellen Bezügen kennen, die einen eigenen, selbstbestimmten Umgang mit geschlechtsspezifischen Erwartungen gefunden haben.

Modul III: Diskriminierung und Empowerment

Über Erfahrungen von Rassismus, Diskriminierungen und was man dagegen tun kann (ab Klasse 8, angepasste Version für Jüngere ab Klasse 5)

Muslim*innen und andere Personengruppen sind immer wieder mit Stereotypen und rassistischen Zuschreibungen konfrontiert und werden zum Beispiel aufgrund ihres Aussehens oder ihrer Herkunft diskriminiert. Doch was ist überhaupt Diskriminierung und aufgrund welcher Merkmale werden Menschen abgewertet? Im Workshop setzen sich die Jugendlichen mit prägenden gesellschaftlichen Ressentiments sowie eigenen Diskriminierungserfahrungen auseinander und erarbeiten, welche Möglichkeiten es gibt, gegen Diskriminierung vorzugehen.

Modul IV: „Alle Muslim*innen sind…“

Über Bilder im Kopf, antimuslimische Stereotype und die Rolle von Medien (ab Klasse 8)

„Muslim*innen sind …“ – darüber haben wir alle viele Bilder im Kopf, häufig verbunden mit Vorurteilen und rassistischen Zuschreibungen. Die Jugendlichen setzen sich im Rahmen dieses Workshops mit Stereotypen und Ressentiments im Kontext von antimuslimischem Rassismus auseinander. Sie beschäftigen sich mit medialen Berichterstattungen und lernen Perspektiven von Menschen kennen, die von antimuslimischem Rassismus betroffen sind. Dabei reflektieren sie auch ihre eigenen Bilder und Vorstellungen und diskutieren gemeinsam über die Grundlagen gesellschaftlichen Zusammenlebens.

Modul V: Identität(en)

Zugehörigkeit und Ausgrenzung in der Migrationsgesellschaft (ab Klasse 8)

Identität, Zugehörigkeit und Anerkennung sind Themen, die im Jugendalter besonders relevant sind. Dabei steht die Frage danach, wer man ist und sein will, immer im Spannungsverhältnis zur Außenwahrnehmung. Jugendliche mit Migrationsgeschichte sind davon in besonderer Weise betroffen – insbesondere, wenn ihre Zugehörigkeit in Schlagzeilen und Medienberichten beständig diskutiert und angezweifelt wird. Im Workshop reflektieren die Schüler*innen ihre eigene Identität vor dem Hintergrund von Eigen- und Fremdwahrnehmung. Dabei werden sie darin bestärkt, kollektive Zugehörigkeiten und Zuschreibungen zu hinterfragen und die Vielschichtigkeit von Identität(en) zu erkennen.

Modul VI: Islamismus und Extremismus erkennen

Extremistische Angebote im Netz und der Umgang damit (ab Klasse 10)

„Dschihad, Haram, Scharia“ – diese und ähnliche Begriffe haben viele Jugendliche schonmal gehört, sei es auf dem Schulhof oder in den (sozialen) Medien. Was haben diese Begriffe mit Islamismus zu tun und was nicht? Und was ist Islamismus/Salafismus oder Extremismus eigentlich? In diesem Workshop setzen sich die Schüler*innen mit den Verlockungen islamistischer Ansprachen im Netz auseinander. Anhand von biographischen Videoberichten lernen sie, warum islamistische und andere extremistische Angebote bei einigen Jugendlichen besonders gut ankommen, um im Anschluss herauszuarbeiten, wie sie sich und ihre Peers davor schützen können.

Modul VII: Fake News, Verschwörungstheorien und Diskriminierung

Was Fake News und Verschwörungsmythen mit Diskriminierungen zu tun haben (Schwerpunkt ab Klasse 7/8:  Fake News; ab Klasse 9:  Verschwörungsmythen)

Verschwörungserzählungen tragen einen erheblichen Teil dazu bei, ganze Personengruppen abzuwerten. Auch islamistische Ideologien und antimuslimische Ressentiments greifen auf sie zurück. Sehr anschaulich werden mit ihnen Sündenböcke, Feindbilder und einfache Welterklärungen mit klarer Gut-Böse Einteilung vermittelt. Ziel des Workshops ist es, die Jugendlichen für zentrale Merkmale von Verschwörungsmythen und Fake News zu sensibilisieren, ihre Urteils- und Kommunikationsfähigkeit zu stärken sowie gemeinsam den Umgang mit Informationen zu reflektieren.

Modul VIII: Der Nahostkonflikt

Was „der Nahostkonflikt“ in uns und anderen auslöst (ab Klasse 10) 

Der seit vielen Jahrzehnten andauernde Konflikt im Nahen Osten ist auch unter Jugendlichen in Deutschland ein emotionales und aufwühlendes Thema. Betroffenheiten, Vorwürfe und Parolen treffen auf historische und aktuelle Ereignisse, Vor-Verurteilungen und Aufforderungen zur Positionierung.  In diesem Workshop stehen die Erfahrungen und Perspektiven der teilnehmenden Jugendlichen im Mittelpunkt. Ergänzt mit Videobeiträgen von muslimischen und jüdischen jungen Menschen aus Deutschland werden Wege gesucht, trotz allem ins Gespräch zu kommen. Ziel des Workshops ist es, die Perspektive der Jugendlichen zu erweitern und Empathie für unterschiedliche Erfahrungen, Gefühle und Positionen zu fördern.

Modul IX: Queer, religiös und einfach ich selbst

Über Queerness, Religion und Diskriminierung (ab Klasse 8)

Der Workshop sensibilisiert für Vorurteile, Abwertungen und Diskriminierungen, mit denen Menschen aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Sexualität und in manchen Fällen auch zusätzlich aufgrund ihrer Religion oder Herkunft konfrontiert sind. Anhand ausgewählter Biografien von Menschen, die queer und muslimisch sind, lernen die Jugendlichen die Vielfältigkeit queeren und religiösen Lebens kennen und erfahren, wie schwer Diskriminierungen es ihnen machen, einfach sie selbst zu sein. Dabei lernen sie: Wir alle sind viel mehr als das, was andere über uns denken mögen.

Wie wollen wir leben? – Leicht gemacht!

Workshop in einfacher Sprache für Jugendliche mit wenig Deutschkenntnissen (Sprachniveau A1 & A2) und Integrationsklassen

Die Jugendlichen beschäftigen sich in diesem Workshop mit Themen, die für unser Zusammenleben in der Migrationsgesellschaft relevant sind: Zugehörigkeit, Identität, Religion, Diskriminierung und Extremismus. Gemeinsam überlegen sie, was ihnen eigentlich wichtig ist und welche Werte und gemeinsame Regeln hierbei eine Rolle spielen. Die inhaltliche Klammer bildet die Frage „Wie wollen wir leben?“ – denn sie geht uns alle etwas an.

Der Workshop richtet sich an Gruppen mit wenig Deutschkenntnissen oder sprachlichen Einschränkungen. Er wird in einfacher Sprache gehalten – also eben: leicht gemacht.

GEFÖRDERT VON
Ansprechpartner*innen
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Niklas Krüger n.krueger@ufuq.de
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