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ufuq.de-Newsletter Oktober 2019

Liebe Leserinnen und Leser,

zum 31.12.2019 endet der aktuelle Förderzeitraum des Bundesprogramms „Demokratie leben!“, über das auch ufuq.de gefördert wird. Das Programm hat in den vergangenen Jahren Demokratiebildung, Antidiskriminierungs- und Präventionsarbeit deutlich vorangebracht. Einen besonderen Beitrag für die Entwicklung und langfristige Verankerung entsprechender Angebote leisten die zivilgesellschaftlichen Träger in der Bildungs-, Jugend- und Sozialarbeit vor Ort. Vor diesem Hintergrund unterstützen wir den Offenen Brief von mehr als 100 zivilgesellschaftlichen Organisationen und zahlreichen Unterstützer_innen aus Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft an Familienministerin Dr. Franziska Giffey, der dazu aufruft, die Zivilgesellschaft in dieser Arbeit weiterhin und verstärkt zu unterstützen.
 
Für dieses und die weiteren Themen des Oktober-Newsletters wünschen wir Ihnen eine gute Lektüre,

Ihr ufuq.de-Team

Unsere Themen

Leipzig Brühl-Arkade; Bild: Frank Vincentz, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Anders erinnern:
Für eine ost-migrantische Erinnerungspolitik

Die offizielle Erinnerungskultur zu 30 Jahren Mauerfall schließt migrantische und kritische ostdeutsche Perspektiven gleichermaßen aus. Für Migrant_innen sind die 1990er Jahre zum Symbol eines ausschließenden Nationalismus geworden, und all jene Ostdeutsche kommen nicht vor, die die Wende vor allem als den Auftakt eines heftigen Abstiegs erinnern. Elisa Gutsche und Pablo Dominguez finden es höchste Zeit, ein multidirektionales Erinnern zu erproben.

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Symbolbild Gesicht mit Lupe; Bild: Houcine Ncib/unsplash.com

Erfahrungen von Rassismus als Radikalisierungsfaktor: Ein (Gegen-)Beispiel

Rassismuserfahrungen und Radikalisierung stehen in einem engen Zusammenhang. Allerdings sollte nicht pauschal davon ausgegangen werden, dass von Rassismus betroffene muslimische oder als muslimisch markierte Schüler_innen dementsprechend auch zu Radikalismus neigen. Sprach­wissenschaftler Sindyan Qasem plädiert für einen kritischen und differenzierten Umgang in der pädagogischen Praxis, um Miss­verständnisse zwischen Lehrkräften und Schüler_innen zu vermeiden.

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Podiumsdiskussion ufuq.de-Fachtag 26.09.2019 mit Prof. Dr. Maisha-Maureen Auma (l.) und Peggy Piesche; Bild: ufuq.de

ufuq.de-Fachtag:
Kolonialismus, Kritische Weißseinsforschung, antimuslimischer Rassismus

Ein Ziel des ufuq.de-Fachtags am 26. September 2019 in Berlin war, Theorie und Praxis in der Auseinander­setzung mit antimuslimischem Rassismus aneinander anzunähern und auf einander zu beziehen. Kann es schnelle und einfache Lösungen für gesell­schaftliche Widersprüche geben? Welche Rolle spielt es für die Präventions­arbeit, wenn vulnerable Gruppen die Erfahrung politischer Selbstwirksamkeit machen? Wir fassen die Vorträge der Wissen­schaftlerinnen Prof. Dr. Maisha-Maureen Auma und Peggy Piesche zusammen.

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Symbolbild Platz in Vogelperspektive; Bild: John-Mark Smith/unsplash.com

Wie politisch ist das Religiöse? Grundbedingungen für eine religionssensible politische Bildung

Zeitgenössische politische Bildung muss den Blick auch auf das Religiöse als Lebenswelt und Alltäglichkeit von Jugendlichen lenken. Damit wird Religiosität auch von Funda­menta­lismus unter­scheidbar. Der katholische Theologe Karl Weber untersucht, wie die politische Bildung sich zu Religion, religiöser Überzeugung und religiösen Inhalten verhält. In diesem Beitrag spricht er sich dafür aus, dass auch in der politischen Bildung ein größeres Interesse daran entwickelt wird, wie sich religiöse Vor­stellungen auf die konkrete politische Praxis auswirken.

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Offener Brief an Ministerin Dr. Franziska Giffey: Bundesprogramm „Demokratie leben!“ ausbauen

Ansicht Smartphone mit Startseite von www.demokratie-mobilisieren.de (Mobilansicht) Die Geschäftsführung von ufuq.de gehört zu den Erstunterzeichnenden des Offenen Briefes „Demokratie retten, zivilgesell­schaftliches Engagement stärken!“ an Bundesministerin Dr. Franziska Giffey. Mehr als 120 Institutionen und 130 weitere Unterstützer_innen (Stand 21.10.2019) fordern darin, das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ auszubauen.

Kritisiert werden die geplante Verteilung der Fördergelder und dass einzelne Themen des Einsatzes gegen Demokratiefeindlichkeit zu wenig berücksichtigt würden. Die Unterzeichner_innen fordern, das Bundesprogramm auf mindestens 200 Millionen Euro pro Jahr aufzustocken. „Wir brauchen Kontinuität in der Arbeit, wir brauchen Planungssicherheit, und wir brauchen Unterstützung statt Gängelei“, heißt es in dem Offenen Brief.

Hintergrund waren die Pläne des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Fördermittel des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ in den kommenden Jahren zu kürzen und dessen inhaltliche Ausrichtung zu ändern.

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kiez:story: ufuq.de sucht Schule im Osten Berlins für neues Projekt zu Migrationsgeschichten

Symbolbild historische Karte von Berlin; Bild: Landesarchiv Berlin/Geographisches Institut und Landkartenverlag Julius Straube 1914 Für das neue, ab 2020 geplante Projekt „kiez:story – ich sehe was, was du nicht siehst“ von ufuq.de und mediale pfade.org – Verein für Medienbildung e. V. suchen wir für die Schuljahre 2020/21 und 2021/22 eine weitere Schule, die das Projekt im Rahmen einer AG (Jahrgangsstufe 10) mit uns umzusetzen möchte.

In dem Projekt werden Jugendliche ermutigt, sich selbst auf die Suche nach Geschichtszeugnissen in ihrem Kiez und familiären Umfeld zu machen. Besonders interessieren uns dabei Migrationsgeschichten – wobei wir das Verständnis stark machen möchten, dass praktisch alle Menschen auf Migrationsspuren stoßen werden, wenn sie sich genauer mit ihrer Geschichte beschäftigen.

In den AGs lernen die Jugendlichen, Interviews zu führen und diese mit Fotos und interaktiven Karten zu dokumentieren. Am Ende jeder AG werden die Ergebnisse in einer kleinen Ausstellung präsentiert.

Kontakt: Pierre Asisi, Tel. 030 / 98 41 02 66, pierre.asisi@ufuq.de
weitere Infos

Jetzt buchen: bildmachen-Fortbildungen für Lehrkräfte, Workshops für Jugendliche

Meme "What the hell are you labering?" aus bildmachen-Workshop; Bild: ufuq.de Fortbildungen* für Lehrkräfte: Worüber reden die da eigentlich die ganze Zeit? Wenn Sie sich darüber informieren wollen, was Jugendliche in Social Media so treiben und auf welche Gefahren sie dabei stoßen können, buchen Sie jetzt eine bildmachen-Fortbildung. Darin erhalten die Teilnehmer_innen medienpädagogische Anregungen, um Jugendliche in der eigenen Arbeit für extremistische und insbesondere islamistische Ansprachen zu sensibilisieren und sie gegen diese Angebote zu stärken. weitere Infos

Workshops* für Jugendliche: Auch die Jugendlichen sollen nicht zu kurz kommen. Für sie bietet bildmachen Workshops an, in denen sie lernen, Fake News zu erkennen, sich gegen Hate Speech zu wappnen und sich selbstbewusst im Netz zu behaupten. Sie erhalten darüber hinaus die Gelegenheit, für sie wichtige Themen in Form von Memes und Videos zum Ausdruck zu bringen. weitere Infos

Buchen Sie jetzt unsere kostenfreien Workshops und Fortbildungen* bei Maryam Kirchmann, maryam.kirchmann@ufuq.de, Tel. 030 / 98 41 02 66.
*Das Angebot gilt für Bayern, Berlin, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

Fremde Federn: Verschwörungstheorien widerlegen

Cover „Wissen, was wirklich gespielt wird ... Widerlegungen für gängige Verschwörungstheorien“ der Amadeu-Antonio-Stiftung Eine Verschwörungstheorie erklärt ein bestimmtes gesellschaftliches oder wirtschaftliches Phänomen dadurch, dass zumeist wenige Akteure im Verborgenen zielgerichtet und illegal handeln.

In ihrer Handreichung „Wissen, was wirklich gespielt wird … Widerlegungen für gängige Verschwörungstheorien“ decken die Amadeu-Antonio-Stiftung und die Initiative Respekt! Kein Platz für Rassismus der IG Metall an acht verbreiteten Beispielen die in den Verschwörungs­theorien enthaltenden Missverständnisse und Desinformationen auf und begegnen ihnen mit Fakten. Die Beispiele reichen von der angeblichen „Islamisierung“ der deutschen Gesellschaft über die „Genderverschwörung“ bis zur „Impflüge“.

Die Autor_innen zeigen auf, was der Unterschied zur legitimen Kritik ist, warum Verschwörungs­theorien die Grundlagen der liberalen Demokratie angreifen und wie scheinbar harmlose Verschwörungs­theorien zu einem geschlossenen Weltbild führen können.

zum Download

Online-Bibliothek

In unserer Online-Bibliothek finden Sie zahlreiche Hinweise auf Handreichungen, Lernmaterialien und Fachpublikationen von anderen Trägern, die Sie kostenlos herunterladen können. Neueste Einträge:

Über ufuq.de

ufuq.de ist das Webportal für Pädagogik zwischen Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismus und wendet sich an Lehrer_innen und Pädagog_innen. Es möchte informieren, anregen und konkrete Hilfestellungen für den Umgang mit kultureller und religiöser Vielfalt geben.

ufuq.de ist auch offline aktiv: Wir bieten Workshops für Jugendliche und Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte und  Multiplikator_innen an, außerdem entwickeln wir Materialien für den Unterricht und beraten bei der Umsetzung von Projekten und Präventionsansätzen vor Ort.

Impressum und Kontakt:
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Tel.: 030-98 34 10 51, E-Mail: info@ufuq.de, Web: www.ufuq.de
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