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ufuq.de-Newsletter Juni 2019

Liebe Leserinnen und Leser,

51 Prozent der Berliner_innen sprechen sich für ein Kopftuchverbot für Schülerinnen an staatlichen Grundschulen aus, 44 Prozent sind dagegen. Je älter die Befragten, desto eher sind sie für ein Verbot. Das ergab eine aktuelle repräsentative Umfrage im Auftrag der Berliner Zeitung. Damit wird deutlich, dass das Thema Kopftuchverbot weiter kontrovers ist. Die rechtliche Analyse des Deutschen Instituts für Menschenrechte kommt zu dem Ergebnis, dass ein staatliches Verbot die grund- und menschenrechtlich garantierte Religionsfreiheit von Kindern verletzen würde und verweist auf das Grundgesetz und die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen.

Wir haben uns in den vergangenen Wochen mit den psychosozialen Aspekten befasst, die in der Arbeit mit radikalisierten jungen Menschen eine Rolle spielen. Wir zeigen Trends aus der Praxis unserer „Wie wollen wir leben?“-Workshops. Und wir stellen Ihnen zwei Thesen zum Verhältnis von Antidiskriminierungsarbeit und Radikalisierungsprävention vor.

Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen

Ihr ufuq.de-Team

Unsere Themen

Symbolfozo Schultafel Köpfe mit Frage- und Ausrufezeichen; Bild: Pixabay

Wie können Jugendliche für eine pluralistische Gesellschaft fit gemacht werden? Zwei Thesen

Götz Nordbruch schreibt über Fragen, die sich stellen können, wenn Jugendliche in der Schule auch religiöse Interessen vertreten. Er unterstreicht, wie wichtig es für die demokratische Gesellschaft ist, verschiedene Interessen und Rechte auszuhandeln und abzuwägen, und wirbt für Antidiskriminierungsarbeit als Voraussetzung für politische Bildung und Prävention.

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Symbolbild Gesicht eines jungen Mannes; Bild: Ludvig Wiese@unsplash

Das Blickwechsel-Training für radikalisierungsgefährdete und radikalisierte junge Menschen

Das Blickwechsel-Training ist ein individuelles, psychodynamisch fundiertes, pädagogisches Trainingsprogramm für radikalisierungsgefährdete und bereits radikalisierte junge Menschen ab 13 Jahren. Es soll sie dabei unterstützen, eine stabile Identität zu entwickeln, damit sie sich von radikalen Gruppen lösen oder fernhalten können. Wir haben Projektleiterin Winnie Plha vom Berliner Verein Denkzeit-Gesellschaft zum Gespräch getroffen.

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Symbolbild Jugendliche mit Kopftuch; Bild: Breakreate@unsplash

Ein generelles Kopftuchverbot wäre nicht mit Grundgesetz und UN-Kinderrechtskonvention vereinbar

Generelle Kopftuchverbote an Schulen – auch solche, die an bestimmte Altersgrenzen anknüpfen – verletzen die grund- und menschenrechtlich garantierte Religionsfreiheit von Kindern. Diesen Schluss zieht das Deutsche Institut für Menschenrechte, das sich auf Artikel 29 der UN-Kinderrechtskonvention und den religionsverfassungsrechtlichen Grundsatz der fördernden Neutralität bezieht. Lesen Sie hier die ausführliche juristische Analyse des Instituts.

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Zielscheibe und Karten im Workshop; Bild: ufuq.de

Bayerischer Fachaustausch der Teamer_innen im Projekt „Wie wollen wir leben?“

Es sind weniger Fragen rund um Islam oder Salafismus, die die Jugendlichen heute beschäftigen. Vielmehr herrscht ein großer Gesprächsbedarf darüber, wie wir in der (post-)migrantischen Gesellschaft miteinander leben. Diese und andere Eindrücke tauschten Teamer_innen des ufuq.de-Projektes „Wie wollen wir leben?“ aus Augsburg, Nürnberg und Würzburg untereinander aus. ufuq.de-Projektkoordinatorin Clara Riecke berichtet.

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Teamer_innen in Augsburg und Umgebung gesucht

Textfeld ufuq.de-Ausschreibung Teamer_innenufuq.de sucht Teamer_innen (w/m/d) in Augsburg und Umgebung für die Umsetzung der Workshops aus dem Projekt „Wie wollen wir leben?“. Die Workshops werden in Schulen und außerschulischen Jugendeinrichtungen zu Themen rund um Glauben und Religion, Identitäten, Diskriminierung und religiös begründeten Extremismus angeboten.

Ein/e Teamer_in führt gemeinsam mit einer Kollegin oder einem Kollegen 90-minütige Workshops im Regierungsbezirk Schwaben durch. Sie oder er leitet verschiedene interaktive Übungen an und moderiert Diskussionen unter den Jugendlichen.

Bewerbungsfrist ist der 30.06.2019. Die Auswahlgespräche finden voraussichtlich Anfang Juli im Büro der Fachstelle in Augsburg statt.

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Fremde Federn: Muslimische Zivilgesellschaft in Deutschland

Cover des Informationspapiers "Muslimische Zivilgesellschaft in Deutschland"Eine Publikation mit hohem praktischen Wert: Im Informationspapier Muslimische Zivilgesellschaft in Deutschland stellt der Mediendienst Integration des Vereins Rat für Migration mehr als 30 muslimische Vereine und Organisationen vor.

Mit kurzen Porträts vorgestellt werden zum Beispiel das erste staatlich geförderte Studienwerk für Muslim_innen Avicenna, der Bund moslemischer Pfadfinder und Pfadfinderinnen Deutschlands oder das Aktionsbündnis muslimischer Frauen, eine bundesweite, verbands- und parteiunabhängige Vereinigung muslimischer Frauen unterschiedlicher Herkunft und religiöser Prägung. Der umweltpolitische Verein NourEnergy etwa ist zum Fastenmonat Ramadan mit der Aktion #RamadanPlastikfasten bekannter geworden.

Ohne den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben, bietet die Zusammenstellung einen guten Überblick, wie vielfältig und divers Muslim_innen Zivilgesellschaft in Deutschland mitgestalten.

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Online-Bibliothek

In unserer Online-Bibliothek finden Sie zahlreiche Hinweise auf Handreichungen, Lernmaterialien und Fachpublikationen von anderen Trägern, die Sie kostenlos herunterladen können.

Über ufuq.de

ufuq.de ist das Webportal für Pädagogik zwischen Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismus und wendet sich an Lehrer_innen und Pädagog_innen. Es möchte informieren, anregen und konkrete Hilfestellungen für den Umgang mit kultureller und religiöser Vielfalt geben.

ufuq.de ist auch offline aktiv: Wir bieten Workshops für Jugendliche und Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte und  Multiplikator_innen an, außerdem entwickeln wir Materialien für den Unterricht und beraten bei der Umsetzung von Projekten und Präventionsansätzen vor Ort.

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