Newsletter 3 2016

Pünktlich zum neuen Schuljahr ist ein neues Web-Angebot für Lehrer_innen und Pädagog_innen zur Präventionsarbeit online. Das Angebot wurde von ufuq.de für die Berliner Senatsverwaltung für Bildung entwickelt. Hier finden Sie praktische Tipps und Hintergrundinformationen rund um die Themen Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismus: Was bedeutet es, wenn Schüler_innen plötzlich nur noch von der Scharia sprechen? Warum tragen manche Mädchen Kopftuch und andere nicht? Was hat das mit islamfeindlichen Sprüchen mancher Politiker zu tun? Die Seite Salafismus: Prävention auf dem Bildungsserver Berlin-Brandenburg bietet Anregungen und Tipps für die Praxis.

Das andere Thema, mit dem sich ufuq.de derzeit beschäftigt, betrifft die Bildungsarbeit mit Geflüchteten. Wir bekommen mittlerweile zahlreiche Anfragen für Fortbildungen, auch von Lehrer_innen aus Willkommensklassen. Dabei ist klar, dass sich unsere bestehenden Konzepte nicht eins zu eins übertragen lassen. Derzeit arbeiten wir an neuen Fortbildungen, die auf die Erwartungen und den Bedarf von Fachkräften in der Arbeit mit Geflüchteten eingehen, aber zugleich auch die politische Debatte und die rechtspopulistische Instrumentalisierung des Themas berücksichtigen. Wie sehr sich die Schulen bereits im vergangenen Jahr verändert haben, dazu das ufuq.de-Interview mit der Journalistin und Sachbuchautorin Katharina Blass

Die vergangenen Wochen waren auch in anderer Hinsicht bewegt: So ging es in unserer Arbeit auch um die Situation in der Türkei und das Thema Homosexualität und Islam. Diese Themen und einige andere haben wir in diesem Newsletter zusammengestellt.

Viel Spaß beim Lesen

Ihr ufuq.de-Team
 

Aktuelles


„Positioniert Euch!“: Der Putschversuch in der Türkei und die Debatte über den islamischen Feminismus in Deutschland

Der gescheiterte Putsch in der Türkei polarisiert auch die deutschtürkische Öffentlichkeit und nötigt Akteur_innen und Beobachter_innen, sich zu positionieren: Bist Du für oder gegen Erdogan? Dieses Lagerdenken vergiftet das politische Klima und zeigt sich auch in Diskussionen zu ganz anderen Themen: Zum Beispiel in der Debatte darüber, wie der Islam in Deutschland gelebt werden kann und welche Rolle die Frauen dabei spielen sollen.


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„Das ist eine Beleidigung!?“ Ein Gespräch mit Schüler_innen über Beleidigungen, Kränkungen und Provokationen


Wer ist wann beleidigt und warum? Auf diese Frage gibt es keine eindeutige Antwort: Was die einen verletzt, finden andere lustig – und anders herum. Auch im Unterricht gibt es Situationen, in denen sich Schüler_innen oder Lehrer_innen beleidigt, gekränkt oder persönlich verletzt fühlen. Der Streit um die Muhammed-Karikaturen oder die Böhmermann-Satire sind noch vielen in Erinnerungen. Aber was ist eigentlich eine Beleidigung – und warum fühlt sich eine Person getroffen, eine andere aber nicht? Über diese Frage haben Aylin Yavaş und Julia Gerlach mit Schüler_innen diskutiert.

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Hintergrund


Teil 1: Homosexualität im Islam: Menschenwürde muss für alle gelten!


Wie passen Homosexualität und Islam zusammen? Nach dem Anschlag auf einen Schwulenclub in Orlando ist zu diesem Thema eine breite Diskussion entbrannt. Der Islamwissenschaftler Muhammad Sameer Murtaza geht der Frage aus einer religiösen Perspektive nach und kommt zu dem Schluss, dass Homophobie nicht unbedingt im Islam angelegt sei. Er ist bekannt für seine Texte zu Alltagsthemen und wendet sich mit seinen Beiträgen vor allem an die muslimische Öffentlichkeit in Deutschland. Ein Beitrag zur Debatte.

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Teil 2: Homosexualität im Islam: Ende mit dem Versteckspiel!


Das Thema Homosexualität und Islam ist heiß umstritten. Jetzt melden sich Vertreter_innen des Liberal-Islamischen Bundes zu Wort: Das Versteckspiel vieler homosexueller Muslime müsse ein Ende haben, fordern sie. Muslime sollen offen und bewußt Homosexualität und Religiosität leben können. Sie begründen diese Forderung mit religiösen Quellen. Vorallem sei es aber politisch notwendig: Nur wenn mehr Muslime ihre Homosexualität offen leben, werde sich auch das Bewußtsein der muslimischen Öffentlichkeit verändern. Ein Beitrag zur Debatte.

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Praxisberichte


Matondo & Hayat: Rap als Gesellschaftskritik


Matondo und Hayat rappen beide schon seit Kindheitstagen an. Dabei ist ihnen wichtig, dass gesellschaftskritische Aspekte in ihren Texten nicht zu kurz kommen. Obwohl oder vielleicht gerade weil sie damit nicht den sonst im Rap üblichen Gangster-Klischees entsprechen sind sie damit sehr erfolgreich und mittlerweile Teil eines großen Plattenlabels. Warum Matondo und Hayat ihre kritische Linie wahren, haben sie ufuq.de-Mitarbeiterin Aylin Yavaş im Interview erklärt.

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„Warum fragen mich alle, woher ich komme?“


Jenny Omar findet diese Frage nervig und nicht nur das: Sie ärgert und verletzt sie. Schließlich interessiert es die Fragenden oft gar nicht, ob sie aus Hamburg, Berlin-Steglitz oder gerade vom Bahnhof kommt. Sie wollen Informationen über ihre Abstammung. Warum? Jenny Omar, die für ufuq.de Workshops an Berliner Schulen teamt, sieht darin eine versteckte Form des Rassismus. In ihrem Kommentar erklärt sie, warum sie das so einschätzt und wie Jugendliche mit dieser ständigen Ausgrenzungserfahrung umgehen.

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Das Webportal für Pädagogik zwischen Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismus wendet sich an Lehrer_innen und Pädagog_innen. Es möchte informieren, anregen und konkrete Hilfestellungen für den Umgang mit kultureller und religiöser Vielfalt geben.
Neben diesem Online-Angebot ist ufuq.de auch offline aktiv: Wir bieten
Workshops für Jugendliche und Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte
an, außerdem entwickeln Materialien für den Unterricht und beraten bei der
Umsetzung von Projekten und Präventionsansätzen vor Ort.

Kontakt:
ufuq.de, Boppstr. 7, Haus A, 10967 Berlin
Tel.: 030-98 34 10 51 info@ufuq.de
 



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