Newsletter 1-2018



Liebe Leserinnen und Leser,

die Beiträge auf unserem Webportal www.ufuq.de unterstützen Pädagog_innen in der politischen Bildung und Präventionsarbeit zu den Themen Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismus. Zu den Zielen unserer Arbeit gehört es, Anregungen und Hilfestellungen für den pädagogischen Umgang mit gesellschaftlicher Diversität anzubieten sowie damit verbundenen Konflikten zu begegnen und vorzubeugen. 

Die immer wiederkehrende Debatte um die Rolle des Islams in Deutschland wirft diese Arbeit deutlich zurück und erschwert die Bemühungen um einen selbstverständlichen Umgang mit Religiosität im Alltag. Denn wenn Jugendliche darin bestärkt werden sollen, sich mit ihren unterschiedlichen Biographien, Interessen und Perspektiven in die Gesellschaft einzubringen, ist dies ohne eine gesellschaftliche Akzeptanz von Unterschieden kaum möglich. Das schließt Diskussionen über Werte und Normen nicht aus, Konflikte werden sich auch zukünftig nicht vermeiden lassen. Das hält eine demokratische Gesellschaft aus.

Die (Post-)Migrationsgesellschaft ist längst Realität. Es geht darum, sie zu gestalten. Wie das funktionieren kann - das haben wir versucht, in unserem Leitbild auf den Punkt zu bringen. Die Beiträge dieses Newsletter spiegeln dieses Selbstverständnis. 

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine gute Lektüre.

Ihr ufuq.de-Team

P.S.: In unserer Online-Bibliothek finden Sie zahlreiche Hinweise auf Handreichungen, Lernmaterialien und Fachpublikationen von anderen Trägern, die Sie kostenlos herunterladen können. Man muss das Rad nicht neu erfinden. 

P.P.S.: Am 25. Mai 2018 treten die Regelungen der EU zum Schutz personenbezogener Daten in Kraft. Datenschutz ist uns ein wichtiges Anliegen und wir versichern Ihnen hiermit, dass wir weiterhin verantwortungsvoll mit Ihren Kontaktdaten umgehen und sie nicht an Dritte weitergeben werden.

Wir haben Sie bisher per Email über unsere Aktivitäten, Projekte und Veranstaltungen informiert. Gerne würden wir weiterhin mit Ihnen in Kontakt bleiben. Wenn Sie keine Emails mehr von uns erhalten möchten, dann können Sie unsere Informationen hier abbestellen.

 

Unsere Themen

Teamerinnen und Teamer für unser "Wie wollen wir leben?"-Team in Berlin gesucht


In den Workshops für Jugendliche geht es um die Themen Islamfeindlichkeit, Glaube, Geschlechterbilder und Salafismus. Sie bieten Anregungen, um eigene Perspektiven auf diese Themen zu entwickeln.

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Die neuen Muslime - Warum junge Menschen zum Islam konvertieren: Interview mit Susanne Kaiser


Für ihr Buch „Die neuen Muslime – Warum junge Menschen zum Islam konvertieren“ hat Susanne Kaiser, Journalistin und Autorin, Interviews mit jungen Konvertit_innen geführt. Im Gespräch mit ufuq.de erzählt sie von den Lebensgeschichten der jungen Menschen.

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Videos zum Salafismus: Schwestern und Brüder im Islam?


Die Auseinandersetzung mit dem Salafismus ist eine Herausforderung. In der Bildungsarbeit geht es darum, Jugendliche und junge Erwachsene für die Hintergründe des Salafismus zu sensibilisieren und zugleich Räume zu schaffen, um über die vom Salafismus aufgeworfenen Fragen zu sprechen und alternative Antworten zu entwickeln. Die Videos und Lernmaterialien aus dem Projekt "Alternativen aufzeigen" bieten Ansatzpunkte, um jenseits der aufgeladenen Debatten über diese Themen ins Gespräch zu kommen. Ziel ist es, Meinungsbildung, Urteilskompetenzen und Ambiguitätstoleranz von Jugendlichen zu fördern und sie gegenüber den einfachen Angeboten des Salafismus zu stärken.

Zu den Videos und Übungen
 

Handreichung für die Prävention von religiös-extremistischen Ansprachen


Aktuelle Zahlen zeigen, dass Geflüchtete im salafistischen Spektrum nur eine kleine Gruppe ausmachen. Dennoch gehören auch Geflüchtete zu den Zielgruppen salafistischer Ansprachen. Salafist_innen nutzen die oft schwierigen Lebensbedingungen sowie Orientierungs- und Perspektivlosigkeit, um für die salafistische Ideologie und Gemeinschaft zu werben. Diese Handreichung gibt Anregungen für die universelle Präventionsarbeit, die im Vorfeld von möglichen Radikalisierungsprozessen ansetzt.

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Frauen in ultranationalistischen türkischen Szenen


In Anbetracht der aktuellen Konflikte rund um die türkische Militäroffensive in Afrin geraten auch rechtsextreme türkische Organisationen und ihre Rolle in diesen Auseinandersetzungen wieder ins Blickfeld. Die Grauen Wölfe („Ülkücüler“) sind die größte rechtsextreme Gruppierung unter den zugewanderten Communities in Deutschland. Unter ihren etwa 18.500 Anhänger_innen finden sich auch viele Frauen. Im Interview erläutert Lena Wiese die Ideologie der Grauen Wölfe und beschreibt die Rolle von Frauen in der Szene.

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Nation, Ehre und Gewalt: Interview mit Kemal Bozay über türkisch-nationalistische Szenen
 

Die Rockergruppe „Osmanen Germania“ ist eine türkisch-nationalistische Rockergruppe, die seit einigen Jahren in Deutschland aktiv ist. Diese Gruppen stehen für die zunehmende Sichtbarkeit türkisch-nationalistischer Diskurse, die aktuell gerade vor dem Hintergrund der Konflikte in der Türkei und in Syrien auch von Jugendlichen aufgegriffen werden.

 

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Was können Psychotherapeuten zur Radikalisierungsprävention und Deradikalisierung beitragen?


In der Radikalisierungsprävention stellt sich immer häufiger die Frage nach Möglichkeiten und Grenzen von psychologischen und psychotherapeutischen Ansätzen. In ihrem Beitrag fasst Kerstin Sischka erste Erfahrungen aus der Präventions- und Distanzierungsarbeit zusammen und formuliert Empfehlungen für eine stärkere Einbindung dieser Disziplinen in die Projekt- und Beratungsarbeit.

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Radikalisierungsspirale: Das Wechselspiel zwischen Islamismus und Rechtsextremismus


Islamismus und Rechtsextremismus sind zwei Seiten derselben Medaille. Beide verwenden die Gewalttaten der Gegenseite, um eigene gesellschaftlichen Opfer- und Feindbilder zu begründen, Narrative zu bestärken und Aktionen zu legitimieren. Julia Ebner plädiert in ihrem Beitrag dafür, die Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen unterschiedlichen Extremisten zu berücksichtigten. Dies sei notwendig, um dem gleichzeitigen Wachstum von islamistischen und rechtsextremen Gruppen effektiv entgegenzusteuern.

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bildmachen - Kostenlose Workshops für Jugendliche sowie Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte


Unser Projekt bildmachen stärkt Jugendliche im Umgang mit Sozialen Medien und bietet ihnen die Möglichkeit, eigene Perspektiven in Medienprodukten wie Memes und Gifs zu verarbeiten. Die Fortbildungen für Pädagog_innen vermitteln Informationen über Strategien islamistischer Akteur_innen in den Sozialen Medien und  geben Anregungen für die Entwicklung von medienpädagogischen Ansätzen. Workshops und Fortbildungen sind kostenlos und ab sofort in Bayern, Berlin, Hamburg und Nordrhein-Westfahlen buchbar. .

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"Gehorchen aufs Wort" - Hypermaskulinität und Ansätze der Präventionsarbeit im Kampfsport


Kampfsport ist bei vielen Jugendlichen populär und bietet einen lebensweltlichen Zugang, der in der sozialen Arbeit bereits in vielen Projekten genutzt wurde, in der Präventionsarbeit jedoch bisher nur am Rande eine Rolle spielt. Mariam Puvogel betont in ihrem Beitrag die Bedeutung einer Auseinandersetzung mit Geschlechterrollen und hypermaskuliner Männlichkeit.

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Die Nutzung von offenen Daten in der Antidiskriminierungsarbeit


Welche Chancen bieten offene Daten in der Antidiskriminierungsarbeit? Wie lassen sie sich in der politischen Bildung nutzen? Welche Herausforderungen stellen sich in der Datennutzung und welche Kompetenzen braucht es, um sich mündig im digitalen Raum zu bewegen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines Fachaustausches, der von ufuq.de am 12. Oktober 2017 in Berlin organisiert wurde. Diese Handreichung dokumentiert die Ergebnisse dieses Fachtages.

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„Wie wollen wir leben?“


Dies ist die Leitfrage, nach der auch ein Workshop-Angebot benannt ist. Unter dieser Fragestellung sprechen die jungen und erfahrenen Teamer_innen gemeinsam mit den Jugendlichen über Themen wie Identität, Zugehörigkeit, Werte, Religion und Atheismus. Ziel ist es, Anerkennung und Selbstreflektion unter den Jugendlichen zu fördern und antipluralistischen - etwa islamfeindlichen oder islamistischen - Weltbildern entgegenzuwirken. Mittlerweile haben mehrere Tausend Berliner Jugendliche an einem der „Wie wollen wir leben?“-Workshops teilgenommen. Zeit, das Berliner Team kennenzulernen.

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Islamismus im Netz: Mit Löschen allein ist es nicht getan


Der Umgang mit extremistischen Inhalten in sozialen Medien wird aktuell heftig diskutiert. Dabei wird dem Löschen von Hate-Speech und gewaltverherrlichenden Inhalten eine besondere Rolle zugemessen. Allerdings beschränken sich extremistische Angebote gerade aus den islamistischen Spektren nicht auf strafbare Inhalte, sondern behandeln oft ganz alltägliche Themen, um entsprechende Botschaften zu vermitteln. Mit dem Löschen von strafbaren Inhalten allein ist dem Problem daher nicht beizukommen.

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Ufuq.de unterwegs



Am 11./12. Juni findet in Dresden der 23. Deutsche Präventionstag statt. ufuq.de wird im Rahmen des Präventionstages mit einem Infostand vertreten sein. Unsere Kollegin Canan Korucu und unser Kollege Götz Nordbruch halten außerdem Vorträge zur Salafismusprävention in Sozialen Medien und zur Prävention im Bereich des religiös begründeten Extremismus.


Zur Veranstaltung
Das Webportal für Pädagogik zwischen Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismus wendet sich an Lehrer_innen und Pädagog_innen. Es möchte informieren, anregen und konkrete Hilfestellungen anbieten für einen unaufgeregten Umgang mit kulturell und religiös markierten Konflikten in der politischen Bildung und Präventionsarbeit.

Neben diesem Online-Angebot ist ufuq.de auch offline aktiv: Wir bieten Workshops für Jugendliche und Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte an, entwickeln Materialien für den Unterricht und beraten bei der Umsetzung von Projekten und Präventionsansätzen vor Ort.

Kontakt:
ufuq.de, Boppstr. 7, Haus A, 10967 Berlin
Tel.: 030-98 34 10 51 info@ufuq.de

   
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