Weitere ufuq.de-Webtalks zur Pädagogik zwischen Islam, antimuslimischem Rassismus und Islamismus

Symbolbild Videokonferenz; Bild [M]: gotomeeting.com/ufuq.deWir erweitern unsere Webtalk-Reihe im Juli und August 2020 mit neuen Themen. Die Webtalks vermitteln pädagogischen Fachkräften aktuelle Einblicke in unsere Praxis in Schule und Jugendarbeit und bieten Gelegenheit zum Austausch und zu Nachfragen. Ab dem 15.07.2020 findet das Video-Format jeweils montags bzw. mittwochs zwischen 15.30 und 16.30 Uhr statt. Auf dieser Seite lesen Sie, welche Themen wir geplant haben. Die Seite wird regelmäßig aktualisiert. Die Webtalk-Reihe wird von der ufuq.de-Fachstelle in Berlin konzipiert und umgesetzt.

„Wie wollen wir leben?“ lautet die Leitfrage unserer Angebote. Vor diesem Hintergrund machen wir uns auch im Webtalk Gedanken zum Verhältnis von Rassismus und Islamismus, zu Diskriminierungen in den Sozialen Medien oder zur Rolle von Religion im pädagogischen Alltag. Wir stellen unsere Ansätze und Materialien vor. Im Mittelpunkt des Austauschs stehen dann Ihre konkreten Fragen, Interessen und Fallbeispiele aus der Praxis.

Anmeldung: Anmeldefrist und Kontaktperson finden Sie jeweils unter der Inhaltsbeschreibung.
Technik: Wir verwenden für unsere Videokonferenzen den Online-Dienst „GoToMeeting“. Die Webtalks und -Seminare finden live statt und werden nicht aufgezeichnet. Um an ihnen teilzunehmen, installieren Sie auf Ihrem Computer eine Software oder nutzen Ihren Webbrowser. Detailinformationen erhalten Sie mit der Anmeldebestätigung.


Webtalk: Wie wollen wir leben? – Methoden für die diskriminierungskritische pädagogische Arbeit
Mittwoch, 15.07.2020, 15.30 – 16.30 Uhr

Stapel der ufuq.de-Publikation Methoden für die pädagogische Arbeit zu Islam, Anti­muslimischem Rassismus und Islamismus; Bild: ufuq.deIm Methodenheft für die pädagogische Arbeit zu Islam, Antimuslimischem Rassismus und Islamismus werden bewährte Methoden aus der Workshopspraxis bei ufuq.de vorgestellt. Das Heft gibt Pädagog*innen Materialien an die Hand, um über Themen wie Rassismus, Gender oder Religion ins Gespräch zu kommen.

Die verschiedenen Übungen stoßen dabei Reflexionsprozesse an und stärken die Sprech- und Handlungsfähigkeit der Jugendlichen. Wenn Jugendliche den Raum bekommen, miteinander darüber zu sprechen, wie sie zusammenleben wollen – in der Klasse, im Kiez, in der Gesellschaft –, dann fördert dies gesellschaftlichen Zusammenhalt und Teilhabe.

In dem Webtalk wird das Methodenheft vorgestellt und eine Übung zur Funktionsweise von Diskriminierung genauer erläutert.

Anmeldung bis 14.07.2020: jenny.omar@ufuq.de (max. 20 Teilnehmende)

Porträtfoto Aylin Yavas; Bild: Nilgün Akıncı Porträtfoto Jenny Omar; Bild: ufuq.demit: Aylin Yavaş (Projektmitarbeiterin der ufuq.de-Fachstelle in Berlin) und Jenny Omar (Bildungsreferentin der ufuq.de-Fachstelle in Berlin)


Webtalk: Projekt bildmachen – kritische Medienkompetenz und Partizipation
Montag, 20.07.2020, 15.30 – 16.30 Uhr

Symbolbild Meme zum Thema RassismusJugendliche nehmen häufig ohne Filter an Sozialen Medien teil. Sie reposten, teilen und liken Inhalte, von denen sie sich angesprochen fühlen. Das kann sich manchmal positiv auswirken und identitätsstiftend sein, im Falle von Hate Speech und Fake News jedoch schnell das Gegenteil bewirken.

Hass und Abwertung spielen eine große Rolle im Social-Media-Alltag von Jugendlichen. Aber auch offline fühlen sich Jugendliche in verschiedenen Kontexten nicht wahrgenommen oder missverstanden. Netzwerke und Gruppierungen in Sozialen Medien haben die Möglichkeit, diese Bedürfnisse auszufüllen und ein Gefühl von Zugehörigkeit zu schaffen. Wir sprechen über die Herausforderungen und Erkenntnisse des bildmachen-Projekts, welches kritische Medienkompetenz und Partizipation fördert.

Anmeldung bis 17.07.2020: maryam.kirchmann@ufuq.de (max. 20 Teilnehmende)

Porträtfoto Maryam Kirchmann mit: Maryam Kirchmann (Projektmitarbeiterin der ufuq.de-Fachstelle in Berlin)


Web-Seminar: Von Hass zu Empowerment – Ansätze der Prävention in Sozialen Medien
Mittwoch, 29.07.2020, 15.30 – 16.30 Uhr

Meme zum medialen Empowerment; Bild: ufuq.deFake News und Hate Speech in Sozialen Medien fluten den Alltag von Jugendlichen. Gleichwohl sind Apps wie Tiktok und Instagram sind nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Jugendliche werden über Themen angesprochen, zu denen sie eigene Lebensbezüge haben. Das können Hobbys, Religionen oder aber auch Diskriminierungserfahrungen sein.

Häufig reagieren sie und reposten Inhalte, ohne zu recherchieren, wessen Meinung sie weiterverbreiten. Denn wer hinter den Videos, Fotos und Nachrichten steckt und welche Strategie damit verfolgt wird, ist gar nicht so leicht zu erkennen. Im Web-Seminar fragen wir uns anhand von Beispielen aus der Praxis: Wie können Jugendliche Medien kritisch betrachten, ohne alles infrage zu stellen? Welche Quellen sind geeignet, und wie finde ich das überhaupt heraus? Wie kann Medien-Empowerment aussehen, damit Jugendliche aktiv an Sozialen Medien teilhaben können?

Anmeldung bis 27.07.2020: maryam.kirchmann@ufuq.de (max. 20 Teilnehmende)

Porträtfoto Maryam Kirchmann mit: Maryam Kirchmann (Projektmitarbeiterin der ufuq.de-Fachstelle in Berlin)


Web-Seminar: Antimuslimischer Rassismus – Auseinandersetzung mit Theorien
Montag, 03.08.2020, 15.30 – 16.30 Uhr

Illustration Schluss mit den Schubladen; Bild: Soufeina HamedWenn heute über Rassismus gesprochen wird, geht es selten um die Mitte der Gesellschaft, sondern meistens um Rechtsextremismus. Rassismus gilt nicht als Alltagsphänomen und Normalität in der Demokratie, sondern wird vorwiegend als Problem anderer verstanden und abgetan.

In dem Web-Seminar soll für verschiedene Formen von Diskriminierung und Alltagsrassismus bzw. Antimuslimischem Rassismus sensibilisiert werden. Welche Vorurteile und Rassismen sind weit verbreitet, welche Vorurteile habe ich selbst? Darüber hinaus soll das Verhältnis zwischen individuell verantwortetem und strukturellem Rassismus thematisiert werden. Welche Verantwortung kommt mir als pädagogischer Fachkraft zu? Wie können Strukturen und Institutionen in der Aufarbeitung von Rassismus mitgedacht werden? Was kann ich diskriminierendem Verhalten entgegensetzen?

leider bereits ausgebucht (Anmeldung bis 29.07.2020: alioune.niang@ufuq.de, max. 15 Teilnehmende)

Porträtfoto Alioune Niang; Bild: privat mit: Alioune Niang (Bildungsreferent der ufuq.de-Fachstelle in Berlin)


Webtalk: Anregungen für eine diversitätsorientierte Pädagogik im Kontext von Islam in der Grundschule
Mittwoch, 12.08.2020, 15.30 – 16.30 Uhr

Stapel der ufuq.de-Publikation zur diversitätsorientierten Pädagogik im Kontext von Islam in der Grundschule; Bild: ufuq.deAnfang 2020 brachte ufuq.de die Broschüre „Anregungen für eine diversitäts­orientierte Pädagogik im Kontext von Islam in der Grundschule“ heraus.

In diesem Webtalk stellen wir die Publikation vor und diskutieren praxisnahe Anregungen: Wie können Eltern als Akteur*innen in den Schulalltag eingebunden werden? Welche Ideen gibt es für den Umgang mit Diversität, und welche Rolle spielt Religion in Alltag und Unterricht? Abschließend können Fallbeispiele aus der Rubrik „Und wenn’s mal knirscht …“ besprochen werden. Ziel des Webtalks ist es, Grundschullehrkräfte und pädagogische Mitarbeiter*innen in ihrem diversitätsorientierten Handeln bei (schulischen) Herausforderungen zu stärken

Anmeldung bis 10.08.2020: julia.schwieder@ufuq.de (max. 20 Teilnehmende)

Porträtfoto Julia Schwieder-Rietdorf; Bild: ufuq.de mit: Julia Schwieder-Rietdorf (Bildungsreferentin der ufuq.de-Fachstelle in Berlin)


Webtalk: Problematisches Kulturgut in der Kritik – Anregungen für die pädagogische Praxis
Montag, 17.08.2020, 15.30 – 16.30 Uhr

Symbolbild Standbild von Fürst Leopold von Dessau in Berlin; Bild [M] Phaeton1/WikipediaAn vielen Orten des globalen Nordens werden zurzeit Denkmäler gestürzt, die im Zusammenhang mit kolonialen Raubzügen und Rassismus stehen. Auch hierzulande entflammt erneut eine Diskussion darüber, wie mit jenem Kulturgut im öffentlichen Raum umgegangen werden sollte.

Von der Prämisse ausgehend, dass Migration zur deutschen Geschichte dazugehört, scheint sich diese Tatsache allerdings unzureichend im öffentlichen Raum widerzuspiegeln. Wie repräsentieren die Objekte Erinnerungskultur und Zeitgeschichte? Wie könnte in Zukunft der öffentliche Raum gestaltet werden, um die Diversität abzubilden?

In diesem Webtalk nähern wir uns diesen Fragen an, um in der pädagogischen Praxis Jugendliche zu Diskussionen anzuregen und ein kritisches Erinnerungskultur- und Geschichtsbewusstsein zu schärfen.

Anmeldung bis 14.08.2020: thy.le@ufuq.de (max. 20 Teilnehmende)

Porträtfoto Thy Le, Bild: privat mit: Thy Le (Projektmitarbeiterin der ufuq.de-Fachstelle in Berlin)


Webtalk: Interview mit dem Verein Spandauer Jugend e. V.
Mittwoch, 26.08.2020, 15.30 – 16.30 Uhr

Porträtfoto Oktay Errol; Bild: Patrica KalischEinige Behörden und Vereine haben immer noch Bedenken bei der Zusammenarbeit mit Moscheegemeinden. Im Projekt „Koordination der Ehrenamtsarbeit in muslimischen Gemeinden“ unterstützt der Verein Spandauer Jugend Moscheegemeinden in Spandau bei der Vernetzung und Professionalisierung ihrer Ehrenamtsarbeit. Oktay Errol leitet das Projekt. Im Interview befragt ihn ufuq.de-Mitarbeiterin Jenny Omar zu Chancen und Herausforderungen in der Zusammenarbeit mit Moscheegemeinden.

Der Verein engagiert sich als gemeinnütziger Bildungsträger seit 1995 in Spandau und ist Ansprechpartner für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Mit ihren Handlungsschwerpunkten Bildung, Soziales und Zukunftsorientierung setzt er sich für eine faire Teilhabe, gelebte Chancengerechtigkeit und aktives gesellschaftliches Engagement ein.

Anmeldung bis 25.08.2020: jenny.omar@ufuq.de (max. 20 Teilnehmende)

Porträtfoto Jenny Omar; Bild: ufuq.de mit: Jenny Omar (Bildungsreferentin der ufuq.de-Fachstelle in Berlin)


Web-Seminar: Gender und intersektionaler Feminismus
Montag, 31.08.2020, 15.30 – 16.30 Uhr

Symbolbild protect black trans woman; Bild: Allie/unsplash.comIntersektionaler Feminismus versucht, verschiedene Perspektiven und Diskriminierungen mitzudenken. Obwohl er in deutschsprachigen Medien oft als neueres Phänomen beschrieben wird, hat der intersektionale Feminismus eine längere Geschichte.

Gemeinsam fragen wir uns: Wie und wann ist er entstanden, und wo stehen wir jetzt? Welche Debatten gibt es aktuell, und welche pädagogischen Handlungsbedarfe lassen sich daraus ableiten?

leider bereits ausgebucht (Anmeldung bis 28.08.2020: thy.le@ufuq.de, max. 15 Teilnehmende)

Porträtfoto Thy Le, Bild: privat Porträtfoto Maryam Kirchmann mit: Thy Le und Maryam Kirchmann (Projektmitarbeiterinnen der ufuq.de-Fachstelle in Berlin)


Gefördert von

Logo der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutzund Antidiskriminierung Logo Landesprogramm Demokratie Vielfalt Respekt in Berlin

Logo des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Logo des Bundesprogramms Demokratie leben!