Rassismus

„Wovon träumst du eigentlich nachts?“ – ein neuer Podcast von ufuq.de

ufuq.de startet seine erste Podcast-Reihe und fragt: „Wovon träumst du eigentlich nachts?“ Der Podcast richtet sich sowohl an Jugendliche als auch an interessierte Fachkräfte. Die Frage, wovon geträumt wird, beantworten monatlich in jeder Folge verschiedene junge Gäst*innen aus der Zivilgesellschaft. Verständlich und ohne Fachjargon erzählen junge Menschen, was sie derzeit gesellschaftspolitisch beschäftigt, wie sie sich gegen Missstände engagieren und wie sie eigentlich leben wollen. Entstanden ist der Podcast im Rahmen der Fachstelle für Pädagogik zwischen Islam, antimuslimischem Rassismus und Islamismus in Berlin.

Kolonialismus im Schulbuch – Was Schüler*innen heutzutage über den Kolonialismus lernen

Wie ist es im Schulunterricht und in den Lehrbüchern um die kritische Reflexion der Kolonialzeit bestellt? Welches Geschichtsverständnis vermitteln die Lehrbücher und welche kolonialen Vorstellungen reproduzieren sie? Steffen Vogel zeigt in seiner Analyse dreier Schulbücher Probleme im Umgang mit dem Kolonialerbe auf und skizziert Alternativen. Er weist darauf hin, wie wichtig es ist, Geschichte in Lehrbüchern nicht als abgeschlossenene Zeiteinheit ohne Gegenwartsbezug darzustellen.

Folge 1: Black Lives Matter mit Jamila Hassan

Nach George Floyds Tod Ende Mai 2020 fragt man sich erneut: Was ist eigentlich Rassismus? Ist die Bekämpfung von Rassismus etwas, worum sich Betroffene kümmern müssen? Wie können Schüler*innen gegen Ungerechtigkeiten aktiv werden? In der ersten Folge erzählt Lehramtsstudentin und Aktivistin Jamila Hassan (Name geändert, Anm. d. Red.) von ihrer aktivistischen Arbeit im Schulalltag und erklärt, wieso die Jugendlichen, auch ohne dass sie etwas tun müssen, einfach „cool“ sind.

… den Antisemitismus bei den „Anderen“ suchen? – Verhältnisbestimmungen mit Blick auf Antisemitismus unter „Muslim*innen“

Obwohl antisemitische Haltungen in allen Teilen der deutschen Gesellschaft zu finden sind, werden Muslim*innen und als muslimisch gelesene Personen häufig als besondere Problemträger*innen beschrieben. Unberücksichtigt bleibt dabei, wie viel Bedeutung Muslim*innen ihrem Glauben selbst zumessen und ob ihre Religiosität tatsächlich mit Antisemitismus in Verbindung steht. Dr. Stefan Hößl hat diese Fragen in seiner Studie „Antisemitismus unter muslimischen Jugendlichen“ untersucht und festgestellt, dass religiöse Bezüge sowohl Anschlussstellen für Antisemitismus bieten als auch Antisemitismus entgegenstehen können.

Hanau und „wir“ – Was hat Rassismus mit uns zu tun?

Deutschland habe – nicht erst mit dem Hanauer Anschlag im Februar 2020 – ein Rassismusproblem, hieß es nach dem Anschlag in der Presse. Warum und wie schlägt sich das in der pädagogischen Praxis nieder? Die Erziehungswissenschaftlerin und promovierte Soziologin Inga Oberzaucher-Tölke appelliert daran, sich fortlaufend der Selbstreflexion zu unterziehen, und zeigt beispielhaft Fallstricke durch sozialisierte Deutungsmuster auf.

Intersektionale Diskriminierungen von als muslimisch markierten schwulen Männern

Im Alltag und im institutionellen Kontext begegnen schwule muslimisch markierte Männer sowohl in ihrer Community als auch in der Mehrheitsgesellschaft Diskriminierung. In diesem Beitrag gibt Dr. Zülfukar Çetin, Professor für Migration und Diversity in Berlin, einen Überblick über die mehrdimensionalen Diskriminierungsebenen und wie sich Diskriminierungsformen überschneiden können.

Fremd-gemachte Männlichkeit im Migrationskontext

Nicht selten werden männliche Migranten in Medien als homogene und fremdartige Masse dargestellt, die es für die weiße Mehrheitsgesellschaft als Problem zu bewältigen gilt. Der Geschlechterforscher Dr. Paul Scheibelhofer hat untersucht, welches Geflecht aus Privilegierungs- und Abwertungsmechanismen sich hinter der Problematisierung männlicher Migranten verbirgt.

Weitere ufuq.de-Webtalks zur Pädagogik zwischen Islam, antimuslimischem Rassismus und Islamismus

Wir erweitern unsere Webtalk-Reihe im Juli und August 2020 mit neuen Themen. Die Webtalks vermitteln pädagogischen Fachkräften aktuelle Einblicke in unsere Praxis in Schule und Jugendarbeit und bieten Gelegenheit zum Austausch und zu Nachfragen. Ab dem 15.07.2020 findet das Video-Format jeweils montags bzw. mittwochs zwischen 15.30 und 16.30 Uhr statt. Auf dieser Seite lesen Sie, welche Themen wir geplant haben. Die Seite wird regelmäßig aktualisiert. Die Webtalk-Reihe wird von der ufuq.de-Fachstelle in Berlin konzipiert und umgesetzt.