Rap

Rap und Gegenidentitäten in der Migrationsgesellschaft

Fremdheit und Migration sind ein zentraler Bezugspunkt deutscher Rapmusik. Martin Seeliger beschreibt den Zusammenhang von deutscher Einwanderungsgeschichte und der Adaption von Rap aus den Vereinigten Staaten ab Anfang der 1980er Jahre und geht der Frage nach, warum im Rap migrantische Identitäten eher sichtbar werden als in anderen Bereichen.

Matondo & Hayat: Rap als Gesellschaftskritik

Matondo und Hayat rappen beide schon seit Kindheitstagen. Dabei ist es ihnen wichtig, dass gesellschaftskritische Aspekte in ihren Texten nicht zu kurz kommen. Obwohl oder vielleicht gerade weil sie damit nicht den sonst im Rap üblichen Gangster-Klischees entsprechen sind sie damit sehr erfolgreich und mittlerweile Teil eines großen Plattenlabels. Warum Matondo und Hayat ihre kritische Linie wahren, haben sie ufuq.de-Mitarbeiterin Aylin Yavaş im Interview erklärt.

“Nador”: Ein Lied über Heimat und Zugehörigkeit

“Zwischen meinen Welten liegen 2.000 Meilen/ Fühl mich oft zerrissen, würd sie gerne verein’/ Ich würd so gerne wissen wo ich hin gehör’/ In meinen Träumen fließt der Main in das Mittelmeer.” Namika singt in ihrer Single über die marokkanische Stadt Nador, die für sie Heimat und Fremde zugleich ist. Ihre Zeilen über Zugehörigkeiten und Identitäten beschreiben die Lebenswelt vieler junger Menschen in Deutschland, die ihre Wurzeln auch in anderen Ländern haben. Mit dem Laden

Inhalte in 16 Takten: Rap und politische Bildung im Projekt RAPutation.tv

Jugendkultur und Religion, Hip Hop und Islam – für die einen sind diese Themen untrennbar miteinander verbunden, für andere zwei rote Tücher. Nicht erst seit der ehemalige Rapper Dennis Cuspert alias Deso Dogg in Videobotschaften zum Dschihad in Syrien aufruft, wird über mögliche Verbindungen zwischen Dschihadismus und Hip-Hop-Kultur gerätselt. Gewaltbereite Muslim_innen, so heißt es dann, finden im Rap ein Mittel, um Jugendliche mit ihren Botschaften zu erreichen.

Xatar über den IS

Ein lxataresenswertes Interview mit Rapper Xatar über den Einfluss von Salafisten auf Jugendliche und seine Sicht als Kurde auf den Krieg in Syrien.

Vom bad boy zum Vorbild in Sachen Gottes? Islamistische Initiativen werben mit ehemaligen Rappern um junge Muslime

Rap und Hiphop gehören für viele Jugendliche dazu. Mit Religion haben die meisten Musiker allerdings wenig zu tun. Deshalb bemühen sich salafistische Prediger in den vergangenen Jahren verstärkt darum, prominente Rapper zu werben und sie von einem vermeintlich “richtigen” Islam zu überzeugen, wie Götz Nordbruch (ufuq.de) in diesem Artikel berichtet. Von der street credibility der Musiker versprechen sie sich, Jugendliche besser zu erreichen.