Radikalisierung

Junge Menschen stärken – Radikalisierung vorbeugen. Medienpaket für die Prävention in Schule, Jugendarbeit und Polizei zum Thema Islamismus und Islamfeindlichkeit

Fachkräfte befähigen, Multiplikatoren sensibilisieren, mit Jugendlichen vor Ort arbeiten – viele Ansatzpunkte, um Extremisten die Anwerbung neuer Anhänger zu erschweren. Das Medienpaket „Junge Menschen stärken – Radikalisierung vorbeugen“ im Themenfeld „Islamismus und Islamfeindlichkeit“ möchte genau dabei Fachkräfte in Schule, Jugendarbeit und Polizei unterstützen.

Resiliente Sozialräume und Radikalisierungsprävention – Eine empirische Studie zu Schutzfaktoren im städtischen Raum

Bestimmte Faktoren erhöhen die Resilienz von Sozialräumen gegenüber religiös begründeter Radikalisierung. In diesem Beitrag stellt das Berliner Forschungsinstitut Camino Zwischenergebnisse aus einem Forschungsprojekt zu sozialräumlicher Radikalisierung in ausgewählten Stadtteilen vor. Eine lokale, mit anderen Akteur*innen vernetze Jugendeinrichtung bildet den Schwerpunkt. Wie wirkt sich ihre Arbeit auf die Resilienzbildung im Stadtteil aus?

Materialsammlung: Kinder und Jugendliche stärken – Resilienzförderung im Schulalltag im Kontext rassismuskritischer Bildungsarbeit

Wachsende Pflanze

Die ufuq.de-Fachstelle für Pädagogik zwischen Islam, antimuslimischem Rassismus und Islamismus in Berlin richtete am 08.Oktober 2020 einen digitalen Fachtag zum Thema Resilienzförderung im Schulalltag im Kontext rassismuskritischer Bildungsarbeit aus. Wir veröffentlichen eine Materialsammlung zum Thema, die neben Präsentationen und Literaturhinweisen auch Aufzeichnungen der Vorträge und Diskussionen beinhaltet.

„Salafist*innen nutzen gesellschaftliche Krisen, um neue Anhänger*innen zu gewinnen“ – Die salafistische Szene in Bayern

Es gibt nur wenige Studien, die sich mit den lokalen Ausprägungen des Islamismus und Salafismus in Deutschland befassen. Der Politikwissenschaftler Mahmoud Jaraba hat nun in einer Studie die Entwicklung des Salafismus in Bayern seit den 1990er Jahren untersucht. Wo ist die Szene besonders aktiv? Wer sind die Akteur*innen? Und wie werden Jugendliche erreicht? Im Interview fasst er einige Ergebnisse zusammen.

„Befähigung zum Widerspruch“ – Empfehlungen zum Umgang mit Kindern aus religiös-extremistischen Familien

Welchen Einfluss hat die Ideologie in religiös-extremistischen Familien auf das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen?Welche Konflikte ergeben sich aus dem Weltbild der Eltern für Kinder und Jugendliche? Und was können Pädagog*innen tun, um sie dabei zu unterstützen, mit diesen Konflikten umzugehen? Mit einer Handreichung wenden sich die Fach- und Beratungsstellen des „Nordverbundes“ an pädagogische Fachkräfte. Michael Gerland, einer der Autor*innen, informiert im Gespräch mit ufuq.de über Ansätze, die sich im Umgang mit religiös-extremistischen Familien bewährt haben.

„Konfrontative Religionsausübung“ als Synonym für Islamismus?

In Debatten über herausfordernde Einstellungen und Verhaltensweisen von Jugendlichen ist oft von „konfrontativer Religionsausübung“ die Rede. Der Begriff steht zunehmend synonym für „Islamismus“ und gilt als Ausdruck eines frühen Stadiums einer Radikalisierung. Doch was ist mit „konfrontativ“ genau gemeint? Götz Nordbruch, Co-Geschäftsführer von ufuq.de, kritisiert in seinem Beitrag eine solche Verwendung des Begriffes: Er verstellt den Blick auf die Motive, aus denen Jugendliche agieren und suggeriert eine besondere Dringlichkeit, ihr Verhalten zu sanktionieren.