Schlagwort: Politische Bildung

Mitmachen, mitmischen, sich engagieren: Junge Muslim_innen sind aktiver als oft gedacht – und das ist gut so

Wofür engagieren sich junge Muslim_innen? Was unterscheidet ihr Engagement für soziale und politische Themen von dem Engagement anderer Jugendlicher? Diesen Fragen ist der Sozialwissenschaftler Mario Peucker nachgegangen und dabei zu überraschenden Ergebnissen gekommen. Erstens sind Muslim_innen aktiver als oft gedacht, auch unterscheiden sich Motivation und Art des Engagements nur wenig von dem Gleichaltriger. Zwar engagierten sich viele Muslim_innen innerhalb der muslimischen Gemeinden, allerdings sei dies oft nur der erste Schritt. Viele der Befragten sind darüber zur Mitarbeit in Parteien, Vereinen oder in der Nachbarschaft gekommen. Im ufuq.de-Interview erklärt Peucker, weshalb Engagement gerade für junge Muslim_innen wichtig ist.

Meine Geschichte – unsere Geschichte: Jugendliche diskutieren, welche historischen Ereignisse ihnen wichtig sind

Der 9. November gilt als Schicksalstag der deutschen Geschichte: Die Ausrufung der ersten deutschen Republik 1918, die Reichsprogromnacht 1938 und der Fall der Mauer 1989. Aus der Sicht von Schüler_innen ist das alles ziemlich lange her. Sie waren noch nicht geboren und in vielen Fällen lebten ihre Eltern und Großeltern damals noch nicht einmal in Deutschland. Was bedeutet den Jugendlichen das Datum? Welche anderen Tage sind ihnen wichtig? Julia Gerlach und Aylin Yavaş haben mit Zehntklässler_innen einer Schule in Berlin-Kreuzberg darüber diskutiert. Ein Gesprächsprotokoll.

Für besseren Journalismus: Neues Handbuch zum Thema Islam

Was ist Salafismus? Wie viele islamische Gemeinden gibt es in Deutschland? Was machen die muslimischen Pfadfinder? Heute erscheint das „Journalisten-Handbuch zum Thema Islam“, ein praktisches Nachschlagewerk zu allen Fragen rund um das Thema Islam. Mediendienst Integration gibt es heraus, um die Berichterstattung in den Medien zu verbessern. Es richtet sich an Journalist_innen, ist aber auch für Lehrer_innen und Pädagog_innen sehr praktisch.

„AK-47, Perso und dann Munition und Granaten …“ – Wie sollen Pädagog_innen reagieren, wenn Jugendliche verdächtige Äußerungen machen?

Die Angst vor Terror wächst und viel ist von der Radikalisierung einiger Jugendlicher die Rede, der etwa in Schule und Jugendarbeit begegnet werden soll. Doch wann ist eine Äußerung oder ein bestimmtes Verhalten bedenklich? Bei aller Vorsicht warnt der Erziehungswissenschaftler Julian Ernst vor vorschnellen Schlüssen. Er hat Gruppendiskussionen von Jugendlichen zu Salafismus und Terroranschlägen untersucht und rät, den Kontext radikal wirkender Äußerungen zu berücksichtigen. Zudem sollten Pädagog_innen sich ihrer eigenen Vorannahmen bewusst sein.

„Inside IS“ im Berliner Grips-Theater: Mit Schulklassen hingehen oder lieber nicht?

Selten hat ein Theaterstück unter Lehrer_innen und Pädagog_innen für so viel Diskussion gesorgt wie „Inside IS“, das in diesem Herbst auf dem Spielplan des Grips-Theater steht. Einerseits ist es ein Stück, das Schüler_innen interessiert. Andererseits ist das Thema heikel und der Kultstatus des Autors Jürgen Todenhöfer macht die Diskussion über das Thema Terror zusätzlich kompliziert. So zögern viele Lehrer_innen. Was, wenn die Schüler_innen durch den Besuch erst richtig in den Bann der IS-Propaganda gezogen werden? Ufuq.de hat mit den Beteiligten an dem Grips-Stück viel über diese Fragen diskutiert und wird an den angebotenen Nachgesprächen beteiligt sein. So würden wir empfehlen: Hingehen, aber nur, wenn es ausreichend Zeit für Vor- und Nachbereitung gibt.

Auf den Kontext kommt es an: Fanatismus als Symptom eines gestörten sozialen Systems

Wie werden Menschen zu Radikalen? Welche Rolle spielt Ideologie? Wieviel Einfluss hat die Familie? Wieviel die Schule? Was bewirkt die gesellschaftliche Diskussion und wie ist der Einfluss der Politik? Michael Gerland ist Sozialpädagoge und arbeitet seit vielen Jahren in der systemischen Therapie. Diese systemische Herangehensweise verfolgt er auch bei der Analyse von Radikalisierungsprozessen. Dabei zieht er Parallelen zwischen dem Phänomen der Sekten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und Radikalisierungsprozessen von Konvertiten zum Islam.

Wie geflüchtete Schüler_innen die Schulen verändern

Das neue Schuljahr beginnt. Es ist Jahr zwei einer neuen Zeitrechnung, denn die Ankunft der Geflüchteten in Deutschland hat viele Schulen stark verändert. Rund 300 000 neue Schüler_innen gilt es zu integrieren. Zunächst waren Schulleitung und Kollegium oft auf sich gestellt. Inzwischen gibt es erste Routinen, es wurden Wege ausprobiert, Fehler gemacht und Erfahrungen gesammelt. In ihrem kürzlich erschienenen Buch „Die Flüchtlinge sind da – Wie zugewanderte Kinder und Jugendliche unsere Schulen verändern und verbessern“ beschreiben die Journalist_innen Armin Himmelrath und Katharina Blass, was sich in den Schulen tut. Im ufuq.de-Interview erklärt Katharina Blass, worauf es ganz besonders ankommt.

Zur aktuellen Debatte über Islam und Homosexualität

Was sagt der Islam zu Homosexualität?“ und „Sind Muslime schwulenfeindlich?“: Solche Fragen machen immer wieder Schlagzeilen. So auch jetzt ganz aktuell. Diskutiert wird Im Fernsehen, in Zeitungen und natürlich auch in Klassenzimmern und auf Schulfluren. Was machen Lehrer_innen, wenn muslimische Schüler_innen schwulenfeindliche Bemerkungen machen? Wie reagieren, wenn sie erklären, dass im Islam Schwulsein als Sünde gelte? Diskriminierung gegen Homosexuelle ist natürlich auch Thema in den Workshops, die ufuq.de in Schulen macht. Ein heikles Thema, das aber oft zu neuen Denkanstößen bei den Jugendlichen führt.

Ramadan in der Schule – Was sagen die Betroffenen?

Es ist Ramadan! Für viele Musliminnen die schönste Zeit des Jahres, viele Lehrer_innen hingegen sehen sich vor großen Herausforderungen. Wie sollen sie mit fastenden Schüler_innen umgehen? ufuq.de hat die gefragt, die sich mit diesem Thema am besten auskennen: Die Betroffenen. Schüler_innen, Lehrer_innen und Eltern schildern ihre Sicht der Dinge.