Schlagwort: Politische Bildung

„Das Überwältigungsverbot gilt auch für die politische Bildung mit Geflüchteten“

In der öffentlichen Debatte wird häufig gefordert, die neuangekommenen Geflüchteten müssten „unsere“ Werte lernen. Tatsächlich sind Geflüchtete eine neue Zielgruppe der politischen Bildung, für Reinhard Fischer von der Berliner Landeszentrale für Politische Bildung geht es in der Arbeit mit Geflüchteten allerdings nicht darum, „eine Leitkultur zu vermitteln.

Reflektionen zu Ideologien der Ungleichwertigkeit von Menschen mit Rassismuserfahrungen

Gibt es einen Unterschied zwischen Ungleichheitsvorstellungen von Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte? Können jugendliche Migrant_innen überhaupt rassistisch sein? Wie damit umgehen, wenn in Fortbildungen von Teilnehmenden immer wieder darauf verwiesen wird, dass Deutsche ohne „Migrationshintergrund“ abgelehnt würden und dies eine zunehmende „Deutschenfeindlichkeit“ belege? Und welche Rolle spielen diese Fragen für die pädagogische Arbeit? Eine Analyse der ufuq.de-Mitarbeiter_innen Sindyan Qasem, Nalan Yağci und Mirjam Gläser.

Bilals Weg in den Terror: Warum radikalisieren sich Jugendliche?

Mit 14 Jahren wurde Florent zum Salafisten, drei Jahre später starb er in Syrien. Florent, der sich nach seiner Konversion Bilal nannte, ist nicht der einzige Fall einer solchen Radikalisierung, doch er ist besonders gut dokumentiert. In diesen Tagen ist eine Radio-Podcast-Serie erschienen, die viele Facetten seines Weges beleuchtet – eine gute Anregung für Pädagog_innen zum Weiterdenken.

Der NSU-Komplex als Auftrag für die politische Bildung

Wie kann es passieren, dass gewaltbereite Rechtsradikale über Jahre eine Serie von Morden verüben können und die Polizei die Täter unter ihren potentiellen Opfern sucht, statt im immer dichter werdenden Netzwerk der Neonazi-Szene zu ermitteln? Der Sozialwissenschaftler Kemal Bozay hat die rassistischen Ermittlungsmethoden persönlich erlebt. Er fordert mehr politische Bildung, um eine gesellschaftliche Diskussion über Ursachen und Folgen des NSU-Komplex anzuregen.

Akteure der Jugendbildung stärken – Jugendliche vor Radikalisierung schützen

Die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA e.V.) war einer der ersten Vereine, der sich mit dem Thema Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft auseinandersetzte. Mittlerweile engagiert sich die KIgA auch in der Prävention von religiös begründetem Extremismus und profitiert dabei von den Erfahrungen und Netzwerken, die sie in den vergangenen Jahren in Berlin gesammelt hat. Im Gespräch mit Aylin Yavaş berichtet Nina Mühe über das Projekt „Akteure der Jugendbildung stärken – Jugendliche vor Radikalisierung schützen“.

Mit Witzen die Welt verändern? Videos und Übungen für Unterricht und Jugendarbeit

Comedy ist bei vielen Jugendlichen populär und Lachen hilft gegen fast alles. Aber gilt das auch für ernste Themen? Kann man Diskriminierungserfahrungen und Vorurteilen mit Witzen begegnen, sich über den „IS“ lustig machen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das neue Videomodul unseres Projektes „Alternativen aufzeigen!“ Mit kurzen Videos über Comedy und Comedians, die nun zum Download bereitstehen, können sich Jugendliche mit den Möglichkeiten und Grenzen von Humor auseinandersetzen und über eigene Handlungsoptionen nachdenken.

Weihnachten in der Schule: „Jeder hat ein Anrecht auf Weihnachten!“

Alle Jahre wieder wird an Schulen in Deutschland diskutiert: Passen Adventskränze und Weihnachtsfeiern noch in multikulturelle Schulen? Welche Weihnachtslieder singen wir? Ufuq.de hat sich bei muslimischen Schüler_innen der 11. Klasse einer Oberschule in Berlin-Kreuzberg umgehört, was sie dazu zu sagen haben. Wir sind dabei ähnlich wie in unseren Workshops vorgegangen und haben das Ergebnis protokolliert. Damit gibt dieser Beitrag auch einen Einblick in die Methoden, die wir in unseren Workshops anwenden.