Konflikte

„Konfrontative Religionsausübung“ als Synonym für Islamismus?

In Debatten über herausfordernde Einstellungen und Verhaltensweisen von Jugendlichen ist oft von „konfrontativer Religionsausübung“ die Rede. Der Begriff steht zunehmend synonym für „Islamismus“ und gilt als Ausdruck eines frühen Stadiums einer Radikalisierung. Doch was ist mit „konfrontativ“ genau gemeint? Götz Nordbruch, Co-Geschäftsführer von ufuq.de, kritisiert in seinem Beitrag eine solche Verwendung des Begriffes: Er verstellt den Blick auf die Motive, aus denen Jugendliche agieren und suggeriert eine besondere Dringlichkeit, ihr Verhalten zu sanktionieren.

Adoleszenz und Zugehörigkeit: Religiöse und weltanschauliche Vielfalt in der Schule

Die zunehmende religiöse und weltanschauliche Vielfalt in Klassenzimmern wirft Fragen für Schüler*innen und Lehrer*innen auf. Im Interview mit der Heinrich-Böll-Stiftung beantwortet ufuq.de-Co-Geschäftsführerin Canan Korucu Fragen zu adoleszenstypischen Provokationen, skizziert Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Konflikten und unterstreicht die Notwendigkeit für Veränderungen im Lehrer*innenzimmer und in Schulbüchern.

Radikalisierung als Entlastungsversuch – das Blickwechsel-Training für radikalisierungsgefährdete und radikalisierte junge Menschen

Das Blickwechsel-Training ist ein psychodynamisch fundiertes, pädagogisches Einzeltrainingsprogramm. Es soll radikalisierungsgefährdete und bereits radikalisierte junge Menschen ab 13 Jahren dabei unterstützen, eine stabile Identität zu entwickeln, damit sie sich von radikalen Gruppen lösen oder fernhalten können. Wir befragten Projektleiterin Winnie Plha dazu.

Pressemitteilung: „The Kids Are Alright!“: ufuq.de veröffentlicht Kartenset für pädagogische Fachkräfte in Schule und Jugendarbeit

45 illustrierte Karten geben Informationen und Antworten zu Fragen und Konflikten im Kontext von Islam, Islamismus und Islamfeindlichkeit. Die Arbeitshilfe unterstützt Lehrer_innen in knapper Form mit Hintergrundinformationen und Handlungsoptionen.
Typische Situationen, die Fachkräften in Schule und Jugendarbeit immer wieder begegnen, sind: Wie reagiere ich, wenn Jugendliche andere als „Opfer“ beleidigen? Wie kann ich mich auf den nächsten Ramadan vorbereiten oder auf Wünsche nach Gebetsräumen reagieren? Gibt es eigentlich so etwas wie „Deutschenfeindlichkeit“?