Schlagwort: Jugendarbeit

Protest, Provokation und Propaganda – Fortbildungen, Begleitungen und Beratungen für pädagogische Fachkräfte in der Islamismusprävention in Berlin

Die polarisierte Debatte um den Islam und Muslim_innen in Deutschland oder Auswirkungen der Konflikte in Syrien und Irak spiegeln sich in der täglichen Arbeit vieler Bildungseinrichtungen im Land Berlin. Beispielhaft dafür stehen Berichte von Lehrkräften und Sozialarbeiter_innen über Auseinandersetzungen nach den Anschlägen in Paris, Brüssel und Berlin unter Berliner Jugendlichen. Das Modellprojekt bietet Fortbildung, Begleitung und Beratung für Fachkräfte der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit im Umgang mit den Themen Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismus.

Wie geflüchtete Schüler_innen die Schulen verändern

Das neue Schuljahr beginnt. Es ist Jahr zwei einer neuen Zeitrechnung, denn die Ankunft der Geflüchteten in Deutschland hat viele Schulen stark verändert. Rund 300 000 neue Schüler_innen gilt es zu integrieren. Zunächst waren Schulleitung und Kollegium oft auf sich gestellt. Inzwischen gibt es erste Routinen, es wurden Wege ausprobiert, Fehler gemacht und Erfahrungen gesammelt. In ihrem kürzlich erschienenen Buch „Die Flüchtlinge sind da – Wie zugewanderte Kinder und Jugendliche unsere Schulen verändern und verbessern“ beschreiben die Journalist_innen Armin Himmelrath und Katharina Blass, was sich in den Schulen tut. Im ufuq.de-Interview erklärt Katharina Blass, worauf es ganz besonders ankommt.

JUMA: „Wenn der Islam Teil Deiner Identität ist, bist Du bei uns richtig!“

JUMA steht für jung, muslimisch, aktiv. In dem 2010 gegründeten Netzwerk versammeln sich junge kreative und engagierte Muslim_innen, die etwas auf die Beine stellen und bewegen wollen. Lydia Nofal und Kofi Ohene-Dokyi sind die Menschen hinter JUMA. Auch, wenn sie das selbst nie so sagen würden; schließlich sagen bei JUMA die Teilnehmenden selbst, wo es lang geht. Aylin Yavas hat Lydia Nofal getroffen und sich erklären lassen, wie JUMA zu dem geworden ist, was es heute ist: Ein Netzwerk engagierter Menschen voller Tatendrang und guter Ideen.

Jenseits von Kulturalismus und Abgrenzung: Weiterbildungen zur Jugendarbeit und Prävention für Imame und Religionsbedienstete

Die Jugendarbeit ist ein wichtiges Arbeitsfeld der islamischen Verbände. Zugleich mangelt es vielen Vereinen an qualifiziertem Personal und finanziellen Mitteln, um der wachsenden Bedeutung von Angeboten für Jugendlichen gerecht zu werden. Das Institut für Islamische Theologie der Universität Osnabrück bietet seit 2010 Weiterbildungen zu den Themen Jugendarbeit in Moscheegemeinden und Extremismusprävention für Imame und Religionsbedienstete. Neben Informationen zum Islam und Muslim_innen in Deutschland werden hier vor allem auch pädagogische Ansätze für die Gemeindearbeit vermittelt. Aylin Yavaş sprach mit Prof. Dr. Bülent Uçar über das Programm.

Protest, Provokation oder Propaganda? Handreichung zur Prävention salafistischer Ideologisierung in Schule und Jugendarbeit

Diese Handreichung fasst die Erfahrungen zusammen, die wir in den vergangenen Jahren in der Arbeit mit Jugendlichen und Multiplikator_innen gesammelt haben. Sie bietet Hintergrundinformationen und konkrete Hilfestellungen für den Umgang mit salafistisch motivierten Konflikten, verweist aber zugleich auf Möglichkeiten, religiös begründeten Spannungen auch längerfristig vorzubeugen. Hierzu gehören insbesondere auch die Anerkennung muslimischer Biographien und Erfahrungen und die Auseinandersetzung mit eigenen Erwartungen und Haltungen.

Islamische Jugendarbeit in Deutschland – Junge Muslime als Partner

In Deutschland leben etwa 1.8 Mio. junge Muslime unter 25 Jahren. In der Jugendarbeit spielen sie eine wichtige Rolle – nicht nur als Zielgruppe, sondern auch als Akteure. Dennoch werden sie in der Öffentlichkeit oft übersehen, wenn es um Kooperationen in der Kinder- und Jugendarbeit geht. Dr. Hussein Hamdan hat die islamische Jugendarbeit untersucht und fordert eine stärke Öffnung für islamische Träger. Aber auch die Strukturen der islamischen Verbände müssen sich verändern.

Filmpaket „Wie wollen wir leben?“

Filmpaket „Wie wollen wir leben? Filme und Methoden für die pädagogische Praxis zu Islam, Islamfeindlichkeit, Islamismus und Demokratie“ Herausgegeben von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg und ufuq.de, 2. Auflage 2015 (2014) Begleitheft (Download, pdf) Filmpaket (EUR 12,- Schutzgebühr zzgl. Porto unter filmpaket@ufuq.de, Stichwort „Filmpaket“) Das Filmpaket „Wie wollen wir leben?“ bietet Materialien, Methoden und Anregungen zu Themen, an die sich Pädagog_innen in Schule und Jugendarbeit oft nicht heranwagen: Religion und Alltag, Scharia und Geschlechterrollen, Islamfeindlichkeit und