Islamismus

Junge Menschen stärken – Radikalisierung vorbeugen. Medienpaket für die Prävention in Schule, Jugendarbeit und Polizei zum Thema Islamismus und Islamfeindlichkeit

Fachkräfte befähigen, Multiplikatoren sensibilisieren, mit Jugendlichen vor Ort arbeiten – viele Ansatzpunkte, um Extremisten die Anwerbung neuer Anhänger zu erschweren. Das Medienpaket „Junge Menschen stärken – Radikalisierung vorbeugen“ im Themenfeld „Islamismus und Islamfeindlichkeit“ möchte genau dabei Fachkräfte in Schule, Jugendarbeit und Polizei unterstützen.

Materialsammlung „Postmigrantische Allianzen und Solidarität“ – „Wie wollen wir leben?“-Fachaustausch 2020

Im Rahmen des Kompetenznetzwerks Islamistischer Extremismus (KN:IX) fand am 28. und 29. November 2020 ein digitaler Fachaustausch für das ufuq.de-Projekt „Wie wollen wir leben?“ statt. Im Fokus standen neben dem Erfahrungsaustausch Workshops zu Postmigrantischen Allianzen und Solidarität sowie ein Argumentationstraining zum Umgang mit antipluralistischen und populistischen Aussagen. Wir veröffentlichen hier eine Materialsammlung, die im Rahmen des Fachaustausches entstanden ist.

Die Scharia in Afghanistan? – Ein Vorschlag zur Sprachregelung 

Derzeit bestimmen Berichte über die Machtergreifung durch die Taliban in Afghanistan die Medien. Oft ist darin von der Einführung „der Scharia“ die Rede. „Die Scharia“ jedoch gibt es nicht – dafür ganz viele stereotype Bilder vom „islamischen Gesetz“. Vor diesem Hintergrund plädiert Jochen Müller für den kritischen Umgang mit einem uneindeutigen Begriff.

„Konfrontative Religionsausübung“ als Synonym für Islamismus?

In Debatten über herausfordernde Einstellungen und Verhaltensweisen von Jugendlichen ist oft von „konfrontativer Religionsausübung“ die Rede. Der Begriff steht zunehmend synonym für „Islamismus“ und gilt als Ausdruck eines frühen Stadiums einer Radikalisierung. Doch was ist mit „konfrontativ“ genau gemeint? Götz Nordbruch, Co-Geschäftsführer von ufuq.de, kritisiert in seinem Beitrag eine solche Verwendung des Begriffes: Er verstellt den Blick auf die Motive, aus denen Jugendliche agieren und suggeriert eine besondere Dringlichkeit, ihr Verhalten zu sanktionieren.

Ist ein Verbot der „Grauen Wölfe“ in Deutschland möglich?

Die „Ülkücü“ ist eine rechtsextremistische Bewegung, die auch in Deutschland aktiv ist. Ende vergangenen Jahres forderte der Bundestag größere Anstrengungen, um dieser Bewegung auf gesellschaftlicher und politischer Ebene entgegenzutreten. In seinem Beitrag informiert der Sozialwissenschaftler Kemal Bozay über Hintergründe und Strukturen der „Grauen Wölfe“ – und über die Schwierigkeiten, ein Verbot durchzusetzen.

Zwischen Analyse, Instrumentalisierung und Praxistauglichkeit: Zur Begriffsdebatte um „Islamismus“, „islamistischen Separatismus“ und „Politischen Islam“

Begriffe sind wichtig, um Phänomene zu beschreiben und voneinander abzugrenzen. Thomas Schmidinger gibt einen Überblick über Begriffe wie „islamistischer Separatismus“, „Politischer Islam“ und „Islamismus“ und warnt vor Verkürzungen und politischen Instrumentalisierungen, die sich in der Auseinandersetzung mit Ideologien als kontraproduktiv erweisen könnten.

„Es wird ein verkrustetes Islamverständnis propagiert“ – ein Interview zu islamistischen Inhalten und Strategien im Internet mit dem Islamwissenschaftler Mahmud El-Wereny

Islamistische Inhalte sind im Internet und sozialen Medien sehr präsent. Dr. Mahmud El-Wereny forscht zu den virtuellen Welten islamistischer Bewegungen und hat kürzlich eine neue Studie veröffentlicht, die Inhalte und Strategien vor allem aus dem salafistischen Spektrum zusammenfasst. Götz Nordbruch von ufuq.de hat mit El-Wereny über seine Forschung gesprochen.

Falsche Signale. Zunehmender Islamismus an Schulen?

Seit dem Mord an Samuel Paty melden sich immer wieder Lehrer*innen zur Wort, die ihre Ängste vor islamistischer Gewalt schildern und nach Maßnahmen gegen den offenbar anwachsenden Islamismus unter (muslimischen) Jugendlichen rufen. Doch was haben die Konflikte im Klassenzimmer tatsächlich mit islamistischer Radikalisierung zu tun? Ein Kommentar von ufuq.de-Co-Geschäftsführer Dr. Jochen Müller.

Rashad Ali über Hizb ut-Tahrir: „Islamismus als dritter Weg“

Richtungsschilder

Hizb ut-Tahrir ist eine islamistische Bewegung mit Ablegern in mehr als 40 Ländern. In Deutschland ist die Bewegung seit 2003 verboten; dennoch sind Organisationen aus ihrem Umfeld weiter aktiv. Maral Jekta hat mit dem Extremismusforscher und ehemaligen Mitglied der Hizb ut-Tahrir Rashad Ali über die Ideologie der Partei, ihre mögliche Anziehungskraft auf junge Menschen und den Umgang mit ihren Narrativen gesprochen.