Geschichte

Meine Geschichte – unsere Geschichte: Jugendliche diskutieren, welche historischen Ereignisse ihnen wichtig sind

Der 9. November gilt als Schicksalstag der deutschen Geschichte: Die Ausrufung der ersten deutschen Republik 1918, die Reichsprogromnacht 1938 und der Fall der Mauer 1989. Aus der Sicht von Schüler_innen ist das alles ziemlich lange her. Sie waren noch nicht geboren und in vielen Fällen lebten ihre Eltern und Großeltern damals noch nicht einmal in Deutschland. Was bedeutet den Jugendlichen das Datum? Welche anderen Tage sind ihnen wichtig? Julia Gerlach und Aylin Yavaş haben mit Zehntklässler_innen einer Schule in Berlin-Kreuzberg darüber diskutiert. Ein Gesprächsprotokoll.

Importiertes Verdrängen? Zum Umgang mit der Geschichte des Nationalsozialismus in der Migrationsgesellschaft

Am 27. Januar 2016 jährt sich der Tag der Befreiung von Auschwitz zum 71. Mal. Der Tag ist in vielen Schulen Anlass, sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen. Elke Gryglewski schildert in diesem Beitrag ihre Erfahrungen in der Bildungsarbeit im Haus der Wannsee-Konferenz und geht dabei auch auf die Diskussionen um einen vermeintlichen Import von antisemitischen und geschichtsverleugnenden Einstellungen durch Menschen mit Migrationsgeschichte ein: Welche Zugänge haben Jugendliche zur nationalsozialistischen Geschichte – und welche Rolle spielen dabei Migrationserfahrungen? Wovon hängt die Intensität der Beschäftigung mit der Vergangenheit ab?