Geschichte

Srebrenica versus Sivas? Umkämpfte Erinnerungen in der (Post-)Migrationsgesellschaft

Die Massaker an bosnischen Muslim*innen in Srebrenica gehören wie die Pogrome gegen Alevit*innen zu den Verbrechen des 20. Jahrhunderts, die in der Erinnerungskultur in Deutschland bisher wenig Platz haben. Der Publizist Eren Güvercin kommentiert die Debatten unter türkeistämmigen Muslim*innen und plädiert dafür, der Auseinandersetzung mit diesen Verbrechen auch in Schule und Bildungsarbeit mehr Raum zu geben.

Erinnerung bedeutet Anerkennung

In Deutschland ist die Leistung der sogenannten Gastarbeiter*innen trotz der Bemühungen einzelner Initiativen weitgehend unsichtbar. Dr. Fatma Sagir betont in ihrem Beitrag, dass die Geschichte der Gastarbeiter*innen Teil der Geschichte Deutschlands ist. Sie findet: Ohne die Anerkennung der Vergangenheit kann es keine Zukunft für die Nachkommen der Gastarbeiter*innen in diesem Land geben.

Verhindern, dass sich Geschichte wiederholt – Teamenden-Fachtag in Augsburg

Wie kann eine zunehmende politische Polarisierung zur Spaltung und zum endgültigen Ausschluss einzelner Gruppen aus der Gesellschaft führen? Was kann man aus der Geschichte lernen und wie kann man dies mit aktuellen Beispielen verknüpfen? Darüber und über ihre eigene Haltung in Workshops mit Jugendlichen haben im März Teamer*innen von ufuq.de-Workshops aus Augsburg, Nürnberg und Würzburg auf einem Fachtag reflektiert. Der emotional bewegende Besuch der Ausstellung „Die Stadt ohne. Juden Ausländer Muslime Flüchtlinge“ des jüdischen Museums Augsburg gab dazu wesentliche Impulse.