Extremismusprävention

Was können Museen als Kulturinstitutionen zu Extremismusprävention beitragen?

Kulturinstitutionen, insbesondere Museen, konstruieren Narrative, mit denen ein nationales Selbstbild entworfen wird. Sie haben damit eine wichtige gesellschaftliche Funktion und können mit politischen Bildungsangeboten einen Beitrag zur Extremismusprävention leisten. Mitarbeiter der Staatlichen Museen zu Berlin haben in Zusammenarbeit mit Moscheegemeinden und anderen Partnern Projekte entwickelt, in denen sich Besucher*innen kritisch mit den Sammlungen, mit Geschichtsbildern und eventuellen Vereinnahmungen und Mythologisierungen der Objekte auseinandersetzen können.

Universelle Extremismusprävention am Schnittpunkt von politischer Bildung und Medienpädagogik

Kinder und Jugendliche treffen in Online-Medien regelmäßig auf extremistische Inhalte. Die Studie „Politisches Bildhandeln“, die in Anbindung an das ufuq.de-Projekt „bildmachen: Politische Bildung und Medienpädagogik zur Prävention religiös-extremistischer Ansprachen in sozialen Medien“ entstanden ist, versucht zu verstehen, wie Jugendliche mit politischen Inhalten in Form von Bildern, GIFs, Memes oder Videos umgehen und in welcher Form sie sich selbst in den sozialen Medien einbringen. Wir veröffentlichen hier die Einleitung der Studie und stellen einen Link zum Download der gesamten Studie zur Verfügung.

„Der Schutz der Privatsphäre wird kaum bedacht“ – Ein Interview zur Abwägung von Verschwiegenheits- und Meldepflichten bei Verdacht auf Radikalisierung im schulischen Kontext

In der Prävention von islamistischen Einstellungen und Verhaltensweisen stehen Fachkräfte vor der Herausforderung, das Recht auf Privatsphäre zu wahren, aber zugleich nötige Schritte einzuleiten, die für die Abwehr von Gefahren erforderlich sind. Kaja Deller und Konstantin Welker, Autor*innen der Analyse „Der Schutz der Privatsphäre von Kindern bei Radikalisierungsverdacht. Eine rechtliche Analyse im schulischen Raum“ beschreiben im Gespräch mit Götz Nordbruch die unterschiedlichen Rechte und Pflichten, die bei der Weitergabe von Informationen über Schüler*innen zu beachten sind.

Welche Rolle spielen islamische und migrantische Vereine in der Extremismusprävention?

Welche Rolle spielen islamische und migrantische Vereine in der Extremismusprävention? Welche Ursachen für Radikalisierung sehen sie? Jens Ostwaldt, Autor des Bandes „Islamische und migrantische Vereine in der Extremismusprävention. Erfahrungen, Herausforderungen und Perspektiven“ fasst im Interview mit ufuq.de die wichtigsten Ergebnisse seiner Studie zusammen. Er meint: Präventionsprojekte sind wichtig, um die Handlungssicherheit der Moscheegemeinden zu stärken und Expertise im Umgang mit Extremismus aufzubauen – doch langfristig braucht es mehr.

„Medien spielen für die Meinungsbildung von Jugendlichen eine entscheidende Rolle“ – das Projekt RISE – Jugendkulturelle Antworten auf islamistischen Extremismus

Wie können Jugendliche gegen extremistische Ansprachen gestärkt werden? Im Projekt RISE – Jugendkulturelle Antworten auf islamistischen Extremismus entwickeln Jugendliche eigene Positionen und bringen ihre Perspektiven in professionell produzierten Filmen zum Ausdruck. Ihre Medienproduktionen werden durch pädagogische Materialien gerahmt und Fachkräften für ihre Arbeit zur Verfügung gestellt. Das Projekt wird vom JFF – Institut für Medienpädagogik, ufuq.de, dem Medienzentrum Parabol und dem Netzwerk Vision Kino umgesetzt. Wir sprachen mit JFF-Referent Fabian Wörz über Ziele und Möglichkeiten des Projekts.