Schlagwort: Erinnerungskultur

Weitere ufuq.de-Webtalks zur Pädagogik zwischen Islam, antimuslimischem Rassismus und Islamismus

Wir erweitern unsere Webtalk-Reihe im Juli und August 2020 mit neuen Themen. Die Webtalks vermitteln pädagogischen Fachkräften aktuelle Einblicke in unsere Praxis in Schule und Jugendarbeit und bieten Gelegenheit zum Austausch und zu Nachfragen. Ab dem 15.07.2020 findet das Video-Format jeweils montags bzw. mittwochs zwischen 15.30 und 16.30 Uhr statt. Auf dieser Seite lesen Sie, welche Themen wir geplant haben. Die Seite wird regelmäßig aktualisiert. Die Webtalk-Reihe wird von der ufuq.de-Fachstelle in Berlin konzipiert und umgesetzt.

Critical Walks – Schüler_innen sind Geschichte(n) von NSU, Rassismus und Migration auf der Spur

Nach den grausamen Morden zwischen 2000 und 2007 durch den sogenannten Nationalsozialistische Untergrund (NSU) stellte sich alsbald die Frage nach bildungspolitischer Aufarbeitung. Dass diese für Schüler_innen nicht nur in Klassenräumen stattfinden muss, veranschaulicht das vom Kölner Verein La Talpa entwickelte Projekt Critical Walks. In dessen Rahmen können Schüler_innen mit Smartphone-App und QR-Codes Geschichte erfahren, gestalten und dem Geschichtspfad so Schritt für Schritt folgen. Ann-Katrin Lebuhn und Vanessa Höse von der Rosa-Luxemburg-Stiftung stellen die Critical Walks aus Köln-Mülheim, Kassel und Chemnitz vor.

Anders erinnern: Für eine ost-migrantische Erinnerungspolitik

Die offizielle Erinnerungskultur zu 30 Jahren Mauerfall schließt kritische ostdeutsche und migrantische Perspektiven gleichermaßen aus. Für Migrant_innen sind die 1990er Jahre zum Symbol eines ausschließenden Nationalismus geworden, und all jene Ostdeutsche kommen nicht vor, die die Wende vor allem als den Auftakt eines heftigen Abstiegs erinnern. Elisa Gutsche und Pablo Dominguez finden es höchste Zeit, ein multidirektionales Erinnern zu erproben.

Importiertes Verdrängen? Zum Umgang mit der Geschichte des Nationalsozialismus in der Migrationsgesellschaft

Am 27. Januar 2016 jährt sich der Tag der Befreiung von Auschwitz zum 71. Mal. Der Tag ist in vielen Schulen Anlass, sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen. Elke Gryglewski schildert in diesem Beitrag ihre Erfahrungen in der Bildungsarbeit im Haus der Wannsee-Konferenz und geht dabei auch auf die Diskussionen um einen vermeintlichen Import von antisemitischen und geschichtsverleugnenden Einstellungen durch Menschen mit Migrationsgeschichte ein: Welche Zugänge haben Jugendliche zur nationalsozialistischen Geschichte – und welche Rolle spielen dabei Migrationserfahrungen? Wovon hängt die Intensität der Beschäftigung mit der Vergangenheit ab?