Empowerment

Kommentar: „Als muslimische Frau fühle ich mich doppelt verarscht“

„Als muslimische Frau fühle ich mich doppelt verarscht“, schreibt Emine Aslan in ihrem Kommentar zu aktuellen Debatten, in denen muslimischen Männern ein besonderer Hang zum Sexismus unterstellt wird. Dabei kritisiert sie insbesondere, dass Opfer von Sexismus und Rassismus gegeneinander ausgespielt würden.

School Talks: Empowerment bei der Berufswahl

School Talks heißt ein Projekt, das Jugendlichen seit 2006 an Berliner Schulen bei der Berufswahl hilft. Wie bei einer TV-Talkshow treten hier Menschen auf, erzählen aus ihrem Arbeitsalltag in ganz unterschiedlichen Branchen: Es sind Schauspieler_innen, Rapper_innen, Wirtschaftsinformatiker_innen, Ärzt_innen. Bei School Talks geht es aber nicht nur um Berufe. Im Mittelpunkt stehen die Lebenswege und Geschichten der Gäste. Oft sind diese nicht gradlinig, sondern haben viele Wendungen genommen, so wie das Leben des Initiators Van Bo Le-Mentzel.

Alternativen zum Schwarz-Weiß-Denken: Die HAW und ufuq.de präsentieren neue Kurzfilme für den Unterricht

„Alternativen aufzeigen“ heißt die Serie von Kurzfilmen, die von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg und ufuq.de produziert wurde. Das erste Modul mit vier Videos steht ab sofort auf unserer Seite bereit und wird ergänzt durch passende Unterrichtsmaterialien. Im ersten Filmpaket steht die Debatte um Flucht und die Geflüchteten im Mittelpunkt und wie sich Deutschland durch sie verändern wird. Geflüchtete und ehrenamtliche Helfer_innen kommen zu Wort, Jugendliche kommentieren die Aussagen von Politiker_innen zu diesem Thema und natürlich wird auch die Berichterstattung in den Medien thematisiert.

„Nicht in meinem Namen!“ – Jugendlichen gegen Rassismus und Diskriminierung eine Stimme geben

„Die Antwort ist einfach ‚Machen’.“ Das Projekt „Nicht in meinem Namen! Gemeinsam gegen Diskriminierung, antimuslimischen Rassismus und den Missbrauch von Religion“ gibt Jugendlichen eine Stimme, um über Anfeindungen und Diskriminierungen zu sprechen – und um eigene Interessen zu vertreten. Das Projekt „Nicht in meinem Namen“ läuft seit März 2015 in Trägerschaft der AWO Arbeit & Qualifizierung gGmbH Solingen und bietet Jugendlichen ein Forum, um eigene Aktivitäten zu starten. Wir haben mit Projektleiterin Hanna Attar gesprochen.

Dossier für die Praxis: Weder sprachlos noch ohnmächtig. Zum Umgang mit Islamfeindlichkeit und antimuslimischem Rassismus

Islamfeindlichkeit und antimuslimischer Rassismus sind real existierende Probleme. Benachteiligungen bei der Wohnungs- und Arbeitsplatzsuche, Anschläge auf Moscheegebäude, die Verunglimpfung des Islams als rückständig, gewalttätig und frauenfeindlich – Erfahrungen mit Ressentiments und Anfeindungen prägen den Alltag vieler Muslim_innen. Dieses Dossier bietet Hintergrundinformationen und Anregungen für die pädagogische Praxis. Es fasst die Erfahrungen zusammen, die wir im Projekt „Was postest Du? Politische Bildung mit jungen Muslim_innen online“ gesammelt haben.

Empowerment als Erziehungsaufgabe – Wie Eltern ihre Kinder auf Erfahrungen mit Rassismus vorbereiten können

„Rassismuserfahrungen sind keine hinnehmbaren ‚Kleinigkeiten‘, sondern eine signifikante Form emotionaler Gewalt.“ Umso wichtiger ist es für Eltern, ihre Kinder in der Auseinandersetzung mit Diskriminierungen zu stärken. Die Moderatorin und Soziologin Dr. Nkechi Madubuko hat ein Buch darüber geschrieben, wie Eltern Kinder mit Migrationsgeschichte auf Erfahrungen mit Rassismus und Diskriminierung vorbereiten können. In einem Essay stellt sie die wichtigsten Konzepte von „Empowerment als Erziehungsaufgabe“ vor.

#ausnahmslos: „Gegen sexualisierte Gewalt und Rassismus. Immer. Überall“

Die Kampagne #ausnahmslos ist eine Reaktion auf die sexistischen Übergriffe der Silvesternacht und die teilweise rassistischen Debatten, die auf sie folgten. Den Initiatorinnen fordern, sowohl Sexismus als auch Rassismus in den Blick zu nehmen. „Gegen sexualisierte Gewalt und Rassismus. Immer. Überall“, heißt es in der Erklärung, die von tausenden Menschen unterzeichnet wurde. Innerhalb von wenigen Tagen erhielt die Facebook-Seite über 8.800 likes, auf Twitter hat die Seite mittlerweile 2500 Follower. Über die Kampagne und die Frage, welche Konsequenzen aus den Übergriffen und der aktuelle Debatte zu ziehen sind, haben wir mit Antje Schrupp, eine der Initiatorinnen der Kampagne, gesprochen.

#CampusRassismus: Erfahrungen mit Rassismus und Diskriminierung im Bildungsbereich

Die „People-of-Color“-Hochschulgruppen Mainz und Frankfurt haben eine Online-Kampagne zur Sichtbarmachung von Rassismus gestartet, bei der Studierende eine Woche lang auf Twitter und Facebook über rassistische Erfahrungen an Universitäten berichten. Die Beispiele eignen sich gut für Gespräche im Unterricht über Alltagsrassismus und Diskriminierungen.

Neue Haltungen gegen Unmut: Forderungen an eine gesamtgesellschaftliche Präventionsarbeit

„Nur wenn Jugendliche sich in ihrem Unwohlsein, ihrer Angst oder eben Wut anerkannt fühlen, kann von ihnen erwartet werden, in einem zweiten Schritt eigenes Schwarz-Weiß-Denken und eigene Feindbilder zu hinterfragen“, schreibt Sindyan Qasem in seinem Beitrag zu einem gesamtgesellschaftlichen Verständnis von Präventionsarbeit. Die Prävention von demokratie- und freiheitsfeindlichen Einstellungen beinhaltet auch die Bereitschaft, die Erfahrungen von jungen Muslim_innen ernst zu nehmen und in der Bildungsarbeit aufzugreifen.

„Nicht in meinem Namen!“

Der Hashtag #notinmyname entstand 2014 als Reaktion auf den „IS“-Terror. Die klare Botschaft von Muslim_innen aus aller Welt: Nicht in meinem Namen! Das ist auch der Name einer deutschen Kampagne. Jetzt veröffentlichten sie ein Video, in dem Muslim_innen zu Wort kommen und die Vielfalt der muslimischen Lebenswelten aufzeigen.