Diskriminierung

Ramadan in der Schule – Jedes Jahr aufs Neue

Ein paar Tage noch, dann beginnt der Ramadan. Für viele Muslim_innen ist es die schönste Zeit des Jahres, viele Lehrer_innen hingegen steht der Fastenmonat als besondere Herausforderung bevor. Wir haben Schüler_innen um Tipps gebeten: Was wünschen sie sich von ihren Leher_innen?

ADAS – Anlaufstelle für Diskriminierungsschutz an Schulen in Berlin

Das Modellprojekt ADAS – Anlaufstelle für Diskriminierungsschutz an Schulen bietet seit 2015, Schüler_innen, Lehrkräften und Eltern in Berlin die Möglichkeit sich bei Diskriminierungsfällen an der Schule Hilfe und Beratung zu holen. Hier können Betroffene Diskriminierung melden, darüber sprechen, oder dagegen vorgehen. Außerdem erarbeitet ADAS im Rahmen eines Clearingverfahrens zusammen mit anderen Akteur_innen einen Handlungsleitfaden für eine diskriminierungssensible Praxis an Schulen. Aliyeh Yegane und Amine Taşdan haben ufuq.de-Mitarbeiterin Aylin Yavaş erzählt, wie ihre Arbeit aussieht.

Der NSU-Komplex als Auftrag für die politische Bildung

Wie kann es passieren, dass gewaltbereite Rechtsradikale über Jahre eine Serie von Morden verüben können und die Polizei die Täter unter ihren potentiellen Opfern sucht, statt im immer dichter werdenden Netzwerk der Neonazi-Szene zu ermitteln? Der Sozialwissenschaftler Kemal Bozay hat die rassistischen Ermittlungsmethoden persönlich erlebt. Er fordert mehr politische Bildung, um eine gesellschaftliche Diskussion über Ursachen und Folgen des NSU-Komplex anzuregen.

Was wird aus dem Kopftuchverbot für Lehrerinnen in Berlin?

In vielen anderen Bundesländern ist das Kopftuch für Lehrerinnen inzwischen kein Ausschlusskriterium mehr: Seit das Bundesverfassungsgericht das Kopftuchverbot kippte, werden in Schulen und in der öffentlichen Verwaltung zunehmend auch Stellen mit Frauen besetzt, die das Kopftuch tragen. Nur nicht in Berlin, denn hier gilt nach wie vor das Neutralitätsgesetz. Doch wie lange noch? Auch im neuen Senat zeichnet sich keine einheitliche Position ab, die Diskussion geht also weiter. Und natürlich eignet sich das Thema auch für Diskussionen mit Schüler_innen. Julia Gerlach von ufuq.de hat die wichtigsten Fakten, Argumente und Hintergründe zusammengestellt.

Der Anti-Bias-Ansatz als Grundlage für eine vorurteilsreflektierte Pädagogik am Beispiel des MIKA-Methodenkoffers

Bereits im Vorschul- und Grundschulalter orientieren sich Kinder an Gruppenzugehörigkeiten, z.B. an Geschlechts- und/ oder ethnischer Zugehörigkeit oder aber gleichzeitig an anderen Zugehörigkeitsmerkmalen. Sie entwickeln ein vermeintliches Wissen über Unterschiede zwischen sich selbst und anderen Kindern. Einerseits übernehmen sie (Vor-) Urteile der Umwelt, andererseits entwickeln sie auch selbst anerkennende und abwertende Haltungen gegenüber “Anderen”. Der Pädagoge Birol Mertol von der FUMA Fachstelle Gender in NRW beschreibt den Ansatz der “MIKA-Methoden im Koffer für Alle. Vorurteilsreflektierte Pädagogik”, die von der Fachstelle erarbeitet wurden.