Diskriminierung

Hanau und „wir“ – Was hat Rassismus mit uns zu tun?

Deutschland habe – nicht erst mit dem Hanauer Anschlag im Februar 2020 – ein Rassismusproblem, hieß es nach dem Anschlag in der Presse. Warum und wie schlägt sich das in der pädagogischen Praxis nieder? Die Erziehungswissenschaftlerin und promovierte Soziologin Inga Oberzaucher-Tölke appelliert daran, sich fortlaufend der Selbstreflexion zu unterziehen, und zeigt beispielhaft Fallstricke durch sozialisierte Deutungsmuster auf.

Fremd-gemachte Männlichkeit im Migrationskontext

Nicht selten werden männliche Migranten in Medien als homogene und fremdartige Masse dargestellt, die es für die weiße Mehrheitsgesellschaft als Problem zu bewältigen gilt. Der Geschlechterforscher Dr. Paul Scheibelhofer hat untersucht, welches Geflecht aus Privilegierungs- und Abwertungsmechanismen sich hinter der Problematisierung männlicher Migranten verbirgt.

„Kratzer gehen weg, Wörter schleppt man mit sich herum“ – Die Filmreihe „Alltagsrassismus“ des Medienprojekts Wuppertal

Medienprojekt Wuppertal

Das Medienprojekt Wuppertal ist eine seit 1992 erfolgreich geführte Jugendvideoproduktion, die sich auch überregional einen Namen gemacht hat. Nun erscheint die Filmreihe „Alltagsrassismus“, die aus einem Kurzfilm und zwei Dokumentarfilmen besteht. Was bieten die Materialien und sind sie geeignet, das Thema mit Jugendlichen zu besprechen? ufuq.de-Mitarbeiterin Thy Le hat sich die Filme angesehen.

Über die Vereinbarkeit von Queerness und Muslimisch-Sein: ufuq.de veröffentlicht neues Video-Modul „LGBT… What?!?“

ufuq.de und die Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg haben im Kooperationsprojekt „Alternativen Aufzeigen!“ ein viertes Videofilm-Modul „LGBT… What?!?“ veröffentlicht, mit dem pädagogische Fachkräfte die Themen Identität und Zugehörigkeit, Geschlecht und Sexualität behandeln können. Queer und muslimisch, wie geht das zusammen? Die Frage stellen sich viele. Die Filme unterstützen Lehrkräfte darin, mit Jugendlichen über komplexe und sensible Fragen ins Gespräch zu kommen, die zum Alltag von Jugendlichen gehören. Zum Modul gehören Übungen für muslimische wie nicht-muslimische Jugendliche ab der Klasse 5.

Die Sprachkäfige öffnen – Gedanken zur Bedeutung von „freier Rede“. Ein Essay von Kübra Gümüşay

Empört und hoch erhitzt wird allenthalben über gerechte Sprache in einer pluralen Gesellschaft diskutiert. Was darf „man“ heute eigentlich noch sagen? Nicht einmal jenes soll „man“ noch sagen können? Woran liegt es, dass die Erfahrungen und Perspektiven bestimmter Gruppen nicht oder erst nach langen Kämpfen ihren Weg in die Sprache aller finden? Autorin Kübra Gümüşay sagt in diesem Essay: Die Diskussionen um Sprache, Wörter und Benennung sind keine Banalität. Denn die Lücken in unserer Sprache sind zutiefst politisch.

„Wir können es uns nicht mehr leisten, Diskriminierungsvorfälle zu bagatellisieren“ – das neue Antidiskriminierungsgesetz in Berlin

In den kommenden Wochen wird Berlin als erstes deutsches Bundesland ein eigenes Antidiskriminierungsgesetz verabschieden. Der Entwurf wird derzeit im Abgeordnetenhaus beraten, die Landesregierung sieht im Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG) ein wichtiges gesellschaftspolitisches Signal gegen Ausgrenzungen und Stigmatisierung und für eine offene, solidarische und vielfältige Gesellschaft. Sebastian Walter, Sprecher für Antidiskriminierungspolitik bei den Berliner Grünen, erklärt, warum das LADG neben dem AGG wichtig ist, welche Neuerungen das Gesetz erhält und ob es Veränderungen für Lehrkräfte und Schüler*innen bringt.

ADAS veröffentlicht Handreichung gegen Diskriminierungsrisiken bei Homeschooling

Symbolbild Mädchen am Laptop mit Rechenaufgabe; Bild [M]: Annie Spratt/unsplash.com

Mit der Schließung der Schulen aufgrund der Corona-Krise besteht das Risiko, dass Schüler*innen benachteiligt werden, die aus familiären, räumlichen oder finanziellen Gründen nicht über die Voraussetzungen für das Lernen zu Hause verfügen. Die Anlaufstelle für Diskriminierungsschutz an Schulen (ADAS) in Berlin hat Empfehlungen formuliert, um Diskriminierungen zu verhindern.