Schlagwort: Diskriminierung

„Wir können es uns nicht mehr leisten, Diskriminierungsvorfälle zu bagatellisieren“ – das neue Antidiskriminierungsgesetz in Berlin

In den kommenden Wochen wird Berlin als erstes deutsches Bundesland ein eigenes Antidiskriminierungsgesetz verabschieden. Der Entwurf wird derzeit im Abgeordnetenhaus beraten, die Landesregierung sieht im Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG) ein wichtiges gesellschaftspolitisches Signal gegen Ausgrenzungen und Stigmatisierung und für eine offene, solidarische und vielfältige Gesellschaft. Sebastian Walter, Sprecher für Antidiskriminierungspolitik bei den Berliner Grünen, erklärt, warum das LADG neben dem AGG wichtig ist, welche Neuerungen das Gesetz erhält und ob es Veränderungen für Lehrkräfte und Schüler*innen bringt.

ADAS veröffentlicht Handreichung gegen Diskriminierungsrisiken bei Homeschooling

Symbolbild Mädchen am Laptop mit Rechenaufgabe; Bild [M]: Annie Spratt/unsplash.com

Mit der Schließung der Schulen aufgrund der Corona-Krise besteht das Risiko, dass Schüler*innen benachteiligt werden, die aus familiären, räumlichen oder finanziellen Gründen nicht über die Voraussetzungen für das Lernen zu Hause verfügen. Die Anlaufstelle für Diskriminierungsschutz an Schulen (ADAS) in Berlin hat Empfehlungen formuliert, um Diskriminierungen zu verhindern.

„Die, die da sind, sind gut“: Nils Katz und Tobias Nolte von der Rütli-Schule zu Gast beim ufuq.de Couch Talk

Nils Katz und Tobias Nolte sind Lehrer an der Rütli-Gemeinschaftsschule in Berlin-Neukölln. In ihrer Freizeit werben sie in Workshops bei angehenden Lehrer*innen für die Arbeit an sogenannten „Brennpunktschulen“. Mit uns sprechen sie darüber, ob sie mit dem Begriff Brennpunktschule überhaupt etwas anfangen können, welchen Herausforderungen sie sich im Arbeitsalltag gegenüber sehen und warum sie die Arbeit an der Rütli-Schule etwa einem Gymnasium in Charlottenburg vorziehen.

Über schwierige Situationen in Klassenräumen und rassismuskritische Bildungsarbeit: Ein Bericht zum Teamer*innen-Fachaustausch in Berlin

„Wie wollen wir leben?“-Fachaustausch in Berlin 2019; Bild: ufuq.de

Über Herausforderungen und Lösungen für schwierige Themen und Situationen in der politischen Bildungsarbeit diskutierten Teamer*innen aus dem ufuq.de-Projekt „Wie wollen wir leben?“ im Rahmen eines Fachaustausches. Die „Wie wollen wir leben?“-Workshops bieten Jugendlichen einen Raum, um über Erfahrungen von Rassismus, Diskriminierung, Wertvorstellungen, Geschlechterrollen und Identität zu reflektieren. Diese Gesprächsräume für Jugendliche zu eröffnen, erfordert hohe professionelle Kompetenz und gestaltet sich für die Teamenden nicht immer als eine einfache Aufgabe. Vom Fachtag in Berlin berichtet ufuq.de-Mitarbeiterin Thy Le.

Neue ufuq.de-Handreichung: „Mit Memes gegen Islamismus? Materialien für die politische Medienbildung mit Jugendlichen“

In der neuen Handreichung „Mit Memes gegen Islamismus? Materialien für die politische Medienbildung mit Jugendlichen“ ziehen die bildmachen-Autor_innen zum Ende der Modellprojektphase Bilanz und geben konkrete Tipps für die politische Medienbildung im Internet: Welchen Herausforderungen sind sie in ihrer Arbeit begegnet, welche Ansätze und Methoden haben sie entwickelt?

Erfahrungen von Rassismus als Radikalisierungsfaktor: Ein (Gegen-)Beispiel

Rassismuserfahrungen und Radikalisierung stehen in einem engen Zusammenhang. Allerdings sollte nicht pauschal davon ausgegangen werden, dass von Rassismus betroffene muslimische oder als muslimisch markierte Schüler_innen dementsprechend auch zu Radikalismus neigen. In diesem Beitrag plädiert Sprachwissenschaftler Sindyan Qasem für einen kritischen und differenzierten Umgang in der pädagogischen Praxis. Dieser kommt häufig zu kurz und führt zu folgenschweren Missverständnissen zwischen Lehrkräften und Schüler_innen.

Gutachten zum Neutralitätsgesetz: Rassistische Zuschreibungen sind keine Grundlage für die Debatte über das Neutralitätsgesetz

ufuq.de kritisiert das vom Berliner Senat vorgestellte Rechtsgutachten zum Berliner Neutralitätsgesetz in zentralen Teilen als unwissenschaftlich und geprägt von rassistischen Zuschreibungen über „die Muslim_innen“. Unsere langjährige Arbeit an Berliner Schulen zeigt zudem, dass solche Zuschreibungen in vielen Schulkonflikten eine wesentlich größere Rolle spielen als die im Gutachten konstruierte „islamische Religionskultur“.