antimuslimischer Rassismus

Queere Identitäten im Kontext von Islam und Rassismus – über die Vereinbarkeit von Muslimisch-Sein und Queer-Sein sowie schulisch-pädagogische Handlungsmöglichkeiten

Queere Muslim*innen und Menschen of Color sind in besonderer Weise von Diskriminierung betroffen. In diesem Beitrag diskutieren Aylin Yavaş, Maryam Kirchmann und Christian Kautz die Vereinbarkeit von Muslimisch-Sein und Queer-Sein im Kontext von Rassismus. Sie stellen pädagogische Handlungsmöglichkeiten im schulischen Rahmen vor, denn Lehrkräfte können Schüler*innen dabei unterstützen, sich frei in ihrer Identität und ohne Diskriminierung zu entfalten. Dabei sollten auch queere Perspektiven von Menschen of Color und Muslim*innen repräsentiert werden.

Die Dynamik sozialräumlicher Radikalisierung – Das Beispiel Hamburg-Altona

Welche vielschichtigen Umstände geben islamistisch-jihadistischen Radikalisierungsprozessen Antrieb? Sind diese genuin ideologisch oder werden sie von Krisen ausgelöst? Der Kriminologe Michael Gerland rekonstruiert mittels einer Medienanalyse und durch Gespräche mit beteiligten Akteuren die Radikalisierung einer Jugendclique in Hamburg-Altona.

… den Antisemitismus bei den „Anderen“ suchen? – Verhältnisbestimmungen mit Blick auf Antisemitismus unter „Muslim*innen“

Obwohl antisemitische Haltungen in allen Teilen der deutschen Gesellschaft zu finden sind, werden Muslim*innen und als muslimisch gelesene Personen häufig als besondere Problemträger*innen beschrieben. Unberücksichtigt bleibt dabei, wie viel Bedeutung Muslim*innen ihrem Glauben selbst zumessen und ob ihre Religiosität tatsächlich mit Antisemitismus in Verbindung steht. Dr. Stefan Hößl hat diese Fragen in seiner Studie „Antisemitismus unter muslimischen Jugendlichen“ untersucht und festgestellt, dass religiöse Bezüge sowohl Anschlussstellen für Antisemitismus bieten als auch Antisemitismus entgegenstehen können.

Hanau und „wir“ – Was hat Rassismus mit uns zu tun?

Deutschland habe – nicht erst mit dem Hanauer Anschlag im Februar 2020 – ein Rassismusproblem, hieß es nach dem Anschlag in der Presse. Warum und wie schlägt sich das in der pädagogischen Praxis nieder? Die Erziehungswissenschaftlerin und promovierte Soziologin Inga Oberzaucher-Tölke appelliert daran, sich fortlaufend der Selbstreflexion zu unterziehen, und zeigt beispielhaft Fallstricke durch sozialisierte Deutungsmuster auf.

Fremd-gemachte Männlichkeit im Migrationskontext

Nicht selten werden männliche Migranten in Medien als homogene und fremdartige Masse dargestellt, die es für die weiße Mehrheitsgesellschaft als Problem zu bewältigen gilt. Der Geschlechterforscher Dr. Paul Scheibelhofer hat untersucht, welches Geflecht aus Privilegierungs- und Abwertungsmechanismen sich hinter der Problematisierung männlicher Migranten verbirgt.

Weitere ufuq.de-Webtalks zur Pädagogik zwischen Islam, antimuslimischem Rassismus und Islamismus

Wir erweitern unsere Webtalk-Reihe im Juli und August 2020 mit neuen Themen. Die Webtalks vermitteln pädagogischen Fachkräften aktuelle Einblicke in unsere Praxis in Schule und Jugendarbeit und bieten Gelegenheit zum Austausch und zu Nachfragen. Ab dem 15.07.2020 findet das Video-Format jeweils montags bzw. mittwochs zwischen 15.30 und 16.30 Uhr statt. Auf dieser Seite lesen Sie, welche Themen wir geplant haben. Die Seite wird regelmäßig aktualisiert. Die Webtalk-Reihe wird von der ufuq.de-Fachstelle in Berlin konzipiert und umgesetzt.

ufuq.de bietet Train-the-Trainer-Fortbildung für Berliner Multiplikator*innen an

Die ufuq.de-Fachstelle für Pädagogik zwischen Islam, antimuslimischem Rassismus und Islamismus in Berlin bietet in diesem Jahr eine fünftägige Fortbildung für Berliner Multiplikator*innen im Themenfeld Islam, antimuslimischem Rassismus und Islamismusprävention an. Ziel der Fortbildung ist es, pädagogisch und/oder thematisch bereits „vorgebildete“ Teilnehmer*innen in die Lage zu versetzen, selbst Fortbildungen im Themenfeld zu konzipieren, anzubieten und durchzuführen.