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Modul „LGBT… What?!?“: Über die Vereinbarkeit von Queerness und Muslimisch-Sein

Titelgrafik des Moduls 4 LGBT... What?!?; Illustration: Kays Khalil

Queer und muslimisch, wie geht das zusammen? Die Frage stellen sich viele. Dabei leben in Deutschland natürlich muslimische Menschen offen queer, homosexuell oder als Trans*personen. Allerdings sind sie häufig gleich mehrfach diskriminiert: Sie erfahren Queerfeindlichkeit in der Gesellschaft und sind als migrantische und/oder muslimische (bzw. als „muslimisch“ wahrgenommene) Menschen zudem von Rassismus betroffen.

Mit LGBTIQ*, Queerness und Mehrfachdiskriminierung (Intersektionalität) setzen sich die in diesem Modul vorgestellten Filme und Unterrichtsmaterialien auseinander. Sie unterstützen Lehrkräfte darin, mit Jugendlichen über komplexe und sensible Fragen ins Gespräch zu kommen, die zum Alltag von Jugendlichen gehören. Die Schüler*innen lernen zunächst wichtige Begriffe kennen und setzen sich mit biologistisch und religiös begründeter Queer- und Homofeindlichkeit auseinander. Vor allem aber lernen sie Menschen kennen, die sich zu ihrer Religiosität und ihrer Homosexualität bekennen und sich für andere queere Menschen einsetzen. Der Weg dorthin war für einige von ihnen allerdings schwer und oft geprägt von Erniedrigungen und Angst in Schule und Familie.

In den Filmen finden die Jugendlichen über die Porträts junger Erwachsener, die queer und muslimisch sind, biografische Zugänge zum Thema. Aus unterschiedlichen Perspektiven berichten diese über ihr Leben als queere Muslim*innen und darüber, was es bedeutet, von Mehrfachdiskriminierung betroffen zu sein. In den Übungen wird dann immer wieder deutlich, dass Menschen nie nur „die Lesbe“ oder „der Schwule“ sind. Die Jugendlichen reflektieren über die Vielschichtigkeit und Komplexität von Identitäten – auch ihrer eigenen. Dabei können vermeintlich klare Wahrheiten zu religiösen Verboten hinterfragt und die Empathie-Fähigkeit aller Schüler*innen gefördert werden. Außerdem stärken die positiven Beispiele junger queerer Menschen diejenigen Jugendlichen, die selbst von Queerfeindlichkeit und/oder Rassismus betroffen sind.

In vier Kurz-Videos geht es um verschiedene queere Personen und Expert*innen:

  • Im Film 1 („Das ist zwischen Gott und mir“) erklären diese zunächst wichtige Begrifflichkeiten zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt – und sie erklären, wie sie persönlich Religiosität und Queer-Sein miteinander vereinbaren.
  • Film 2 („Nasser: Für die Rechte queerer Muslim_innen“) greift ein Jugendtheaterstück auf, in dem Nasser seine Geschichte erzählt: das Outing, die Ausgrenzung, seine Religiosität und sein Eintreten für die Rechte queerer Menschen.
  • Im Film 3 („Kübra und Olcay: Weil Gott mich so gemacht hat“) erfahren die Schüler*innen, wie es den beiden trotz Diskriminierungen gelingt, ein zufriedenes Leben zu führen.
  • Im Film 4 („Es braucht die Unterstützung von allen!“) beleuchten drei Expert*innen die Erfahrungen der vorgestellten Personen aus sozialwissenschaftlicher Perspektive und erklären den Begriff Intersektionalität.

Übersicht über das Modul

I. Übungen

Hintergrund
1. Identität zwischen Queerfeindlichkeit, Rassismus und Religion (pdf)

Biografien
2. Homosexualität als Teil religiöser Vielfalt verstehen (pdf)

Mitreden
3. Gender, Queerness und Intersektionalität – Mehrfachdiskriminierung verstehen (pdf)

II. Videos

1. „Das ist zwischen Gott und mir“ (Link zu Youtube)

2. Nasser: Für die Rechte queerer Muslim_innen (Link zu Youtube)

3. Kübra und Olcay: „Weil Gott mich so gemacht hat“ (Link zu Youtube)

3. „Es braucht die Unterstützung von allen!“ (Link zu Youtube)


Die Videos

1. „Das ist zwischen Gott und mir“


Video als Download (337 MB)


2. Nasser: Für die Rechte queerer Muslim_innen


Video als Download (686 MB)


3. Kübra und Olcay: „Weil Gott mich so gemacht hat“


Video als Download (821 MB)


4. „Es braucht die Unterstützung von allen!“


Video als Download (461 MB)

 

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