Handreichungen

Hier finden Sie unsere Publikationen mit Überblicks- und Hintergrundinformationen für die pädagogische Arbeit.


bildmachen – Jugendliche gegen islamistische Inhalte in Sozialen Medien stärken

Die Handreichung informiert über erste Erfahrungen aus dem Online-Präventionsprojekt bildmachen. Das Projekt fördert die kritische Medienkompetenz von Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Umgang mit religiös-extremistischen Ansprachen und zeigt alternative Zugänge und Perspektiven zu lebensweltbezogenen Fragen auf. Die interdisziplinäre Ausrichtung verbindet Ansätze der politischen Bildung, der Präventionsarbeit, der Medienpädagogik sowie des Jugendschutzes und überträgt diese in eine nachhaltige präventive und handlungsorientierte Jugendarbeit.

Download: www.ufuq.de

 

Aus dem Inhalt: Häufig gestellte Fragen zur Thematik und dem Projektansatz

Was genau ist mit religiös-extremistischen Ansprachen gemeint?

ufuq.de: Beim Stichwort religiöser Extremismus denkt man schnell an den „Islamischen Staat“ und andere dschihadistische (Anmerkung) Organisationen – und an Hinrichtungen und Kampfhandlungen, wie sie in der Propaganda dieser Organisationen gezeigt werden. Aus dem Blick gerät dabei häufig, dass Gewaltdarstellungen in der islamistischen Propaganda nur einen kleinen Teil ausmachen. Viel häufiger werden lebensweltliche Themen behandelt, bei denen es zum Beispiel um Fragen von Identität, Gemeinschaft, um Geschlechterrollen oder auch um Religion geht. Das gilt natürlich vor allem für islamistische Strömungen, die keine Gewalt befürworten. Aber selbst in dschihadistischer Propaganda nehmen Alltagsthemen einen sehr großen Raum ein. In der Regel sind dies Themen, die auch für Jugendliche relevant sind. Sie finden jedoch wenige Möglichkeiten, um sich darüber auszutauschen und eine eigene Meinung zu entwickeln.

Hier setzt das Projekt bildmachen an. Wir thematisieren niedrigschwellige islamistische Ansprachen, die oft ganz reale Fragen und Missstände aufgreifen. Beispiele hierfür sind soziale Ungleichheit in der Gesellschaft, die abwertende Darstellung von Frauen in den Medien oder auch die Rolle „des“ Westens in internationalen Konflikten.

Wie werden diese Themen genau im Projekt aufgegriffen?

ufuq.de: Im Projekt konzentrieren wir uns auf den Themenkomplex Diskriminierung, Hate Speech und Rassismus, denn solche Erfahrungen werden in islamistischen Medien gezielt benutzt, um für die eigene Ideologie und die eigene Gemeinschaft zu werben. Die Botschaft lautet dabei oft: „Die deutsche Gesellschaft wird dich nie akzeptieren, daher komm zu uns, bei uns findest du eine Gemeinschaft von Brüdern und Schwestern.“ Dies greifen wir im Projekt auf, um Erfahrungen mit Diskriminierungen und Rassismus anzuerkennen, vor allem aber auch um Handlungsmöglichkeiten gegen Diskriminierungen jenseits eines Rückzuges auf ein „islamistisches Opfernarrativ“ aufzuzeigen (vgl. Kapitel 5.1 in der pdf-Broschüre). Es geht also darum, den Jugendlichen zu vermitteln: Ja, Rassismus ist ein großes gesellschaftliches Problem, aber wir unterstützen dich dabei, deine Interessen und Rechte sichtbar zu machen. Denn Jugendliche sind weder sprachlos noch ohnmächtig – egal ob muslimisch, christlich oder nicht religiös, mit Migrationshintergrund oder ohne.

Warum beschäftigt sich die Medienpädagogik mit dem Thema?

JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis: Handlungsorientierte Medienpädagogik, wie sie das JFF vertritt, setzt sich zum Ziel, Jugendlichen Medien als ein Werkzeug zur Verfügung zu stellen, um sich aktiv reflektierend mit der sie umgebenden Umwelt auseinanderzusetzen und dabei eigene Positionen zu entwickeln. Sensibilisierung und Empowerment gehören in der Medienpädagogik zusammen. Dies gilt insbesondere für problematische Phänomene, gerade wenn diese selbst unmittelbar mit Medien verbunden sind. So ist gerade das gemeinsame Produzieren eines medialen Produktes ein erfolgversprechender Weg, um sich mit Ausgrenzung und Hate Speech in den Medien auseinanderzusetzen und zugleich mögliche Handlungsoptionen zu erproben. Entsprechend geht es dann nicht nur darum, islamistische Ansprachen zu erkennen, sondern selbst auch medial eine konstruktive Position beziehen zu können.

Welche Rolle spielen problematische Inhalte in der pädagogischen Praxis?

JFF: Gerade in Bezug auf problematische Inhalte ist auch das Ineinandergreifen von Medienpädagogik und Jugendmedienschutz wichtig. Die klassische Aufgabe des Jugendmedienschutzes war es, entwicklungsbeeinträchtigende Medieninhalte von Jugendlichen fernzuhalten. Dies ist heute jedoch nicht mehr ausreichend – und in vielen Fällen schlicht unmöglich. Hinzu kommt, dass ein Teil der islamistischen Inhalte legal ist und nicht gelöscht werden kann.

Dieses Problem beschränkt sich auch nicht auf einschlägige Seiten, sondern die Inhalte werden von einzelnen Nutzerinnen und Nutzern reproduziert und weiterverbreitet, ohne dass man sie einer eventuell verbotenen Organisation zuordnen könnte. Medienpädagogik kann in diesem Zusammenhang ergänzend zu Maßnahmen des Jugendmedienschutzes Methoden anbieten, wie Jugendliche mediale Inhalte dechiffrieren, sich mit ihnen auseinandersetzen und selbst aktiv werden können. Dies entspricht auch dem Bedürfnis vieler Fachkräfte, wie aktuelle Ergebnisse des FSM-Jugendmedienschutzindex zeigen (Gebel et al. 2018).

Warum sind islamistische Ansprachen besonders in Sozialen Medien so häufig zu finden?

JFF: Die große Chance des Internets besteht darin, dass jede und jeder zum Sender werden und seine Botschaften verbreiten kann – und dies wurde seit den Anfängen des Internets auch zur Verbreitung von problematischen Inhalten genutzt. Gerade extremistische Gruppen setzen viel Energie und Ressourcen ein, um ihre Inhalte wirkungsvoll im Netz zur Geltung bzw. an ihre Zielgruppe zu bringen. Soziale Medien bieten hier ganz neue Möglichkeiten. Zum einen können die Anhängerinnen und Anhänger bequem mit gruppenspezifischen, ideologischen Inhalten versorgt werden. Zum anderen werden die sozialen Netzwerke zur Gewinnung neuer Anhängerinnen und Anhänger genutzt.

Zur Kontakthäufigkeit Jugendlicher mit extremistischen Ansprachen in den Medien im Allgemeinen und in Sozialen Medien im Besonderen erscheinen gegenwärtig die ersten repräsentativen Erhebungen. Hier zeigt sich, dass unter den 9- bis 16-Jährigen bereits zwölf Prozent mit aus eigener Einschätzung extremistischen Inhalten in Kontakt kommen (Brüggen et al. 2017, S. 29). Bei der Altersgruppe der 14- bis 19-Jährigen steigt die Kontakthäufigkeit sogar. Allein in nicht-journalistischen Online-Medien kommen zehn Prozent von ihnen häufig bis sehr häufig in Kontakt mit extremistischen Inhalten, 39 Prozent manchmal bis selten (Reinemann et al. 2019, S. 87f.).

ufuq.de: Die Bedeutung Sozialer Medien für extremistische Propaganda hängt auch mit der großen Relevanz der dort angesprochenen Inhalte für Jugendliche zusammen – und dem Fehlen von anderen Räumen, um sich damit auseinanderzusetzen. Das lässt sich an den Themen Diskriminierung und Rassismus veranschaulichen. In Facebook-Gruppen finden sich zahllose Berichte über Erfahrungen mit Alltagsrassismus, über die sich Jugendliche hier austauschen. Solche Erfahrungen bewegen und machen ohnmächtig oder wütend, gerade wenn sie wie in Sozialen Medien unvermittelt und in großer Zahl auf Jugendliche einwirken – selbst wenn es nicht um eigene, persönlich erlebte Erfahrungen geht.

Zugleich berichten Jugendliche immer wieder, dass sie beispielsweise in der Schule nicht darüber reden können. Entweder gibt es dafür keine Zeit, oder solche Erfahrungen werden allzu schnell als übertrieben abgetan. Diese Lücke wird von islamistischen Akteurinnen und Akteuren geschlossen, wodurch sie eine große Deutungsmacht in solchen Fragestellungen gewinnen und leider manchmal die einzigen sind, die Anregungen geben, welche Konsequenzen aus diesen Erfahrungen zu ziehen wären. Aber eben die falschen Anregungen: Es geht diesen Gruppen nicht um Empowerment und darum, sich aktiv für seine Rechte und Interessen einzusetzen, sondern um einen Rückzug aus der Gesellschaft und den Anschluss an die Ideologie und Gruppe, für die diese Akteure stehen.

Wie können pädagogische Fachkräfte mit diesem Phänomen umgehen?

ufuq.de: Wichtig ist uns, die Sozialen Medien auch als Chance zu sehen. Sie stehen für eine Pluralisierung der medialen Öffentlichkeit, die von Jugendlichen genutzt wird, und können damit auch eine offene, demokratische und plurale Gesellschaft befördern. Immer mehr Gruppen bringen ihre Ansichten mit ein, darunter aber auch solche, die sich gegen die Grundwerte der Gesellschaft stellen und Schließungstendenzen befördern. Ihnen geht es um einen antipluralistischen Gegenentwurf zur offenen Gesellschaft und um eine Vereindeutigung und Vereinheitlichung von Orientierungen in einer immer komplexeren und oft auch widersprüchlichen Gesellschaft. Für pädagogische Fachkräfte sind diese Entwicklungen herausfordernd, auch sie müssen sich dieser Widersprüchlichkeit Sozialer Medien oft erst bewusst werden und Ansätze entwickeln, wie sich Soziale Medien als Thema, aber auch als Medium in der eigenen Arbeit einsetzen lassen.

Daher ist es uns wichtig, neben den Jugendlichen selbst, auch Fachkräfte sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren mit dem Projekt zu erreichen. Idealerweise finden unsere Workshops für Jugendliche parallel zu Fortbildungen für Fachkräfte statt. Dabei geht es darum, die Fachkräfte, die mit den Jugendlichen außerhalb der Workshops arbeiten, für die Subtilität islamistischer Ansprachen zu sensibilisieren und ihnen zugleich konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, wie sie selbst mit den Jugendlichen arbeiten können, wenn sie beispielsweise mitbekommen, dass „ihre“ Jugendlichen ein bestimmtes Thema beschäftigt, das auch von islamistischer Seite behandelt wird.

Die Workshops sind das Kernstück des Projektes, die Fortbildungen sind aber für uns genauso wichtig, um Ansätze aus dem Projekt auch längerfristig in die pädagogische Praxis zu bringen. Das Projekt konzentriert sich auf die Primärprävention, es geht also nicht um die Arbeit mit Jugendlichen, die sich schon extremistischen Szenen zugewandt haben.

Das Projekt konzentriert sich auf die Primärprävention, es geht also nicht um die Arbeit mit Jugendlichen, die sich schon extremistischen Szenen zugewandt haben. Warum haben Sie sich für diese Ausrichtung entschieden?

JFF: Diese Ausrichtung auf die Primärprävention hat mehrere Gründe. Bisher liegen kaum Erfahrungen vor, wie eine Distanzierungsarbeit, d. h. die pädagogisch reflektierende Arbeit mit Jugendlichen, die bereits Kontakt zu extremistischen Gruppen pflegen, online eigentlich aussehen könnte – und ob sie in Sozialen Medien überhaupt funktioniert. Und ob jemand, der oder die beispielsweise schon in salafistischen Gruppierungen aktiv ist, überhaupt durch Online-Angebote außerhalb seiner existierenden Gruppen und Netzwerke zu erreichen ist.

Für die Ausstiegsarbeit gibt es mittlerweile in allen Bundesländern spezialisierte Träger. Wir empfehlen Fachkräften, diese Träger hinzuziehen, wenn es um den konkreten Verdacht geht, dass sich ein Jugendlicher extremistischen Gruppierungen zuwendet. Die Ansätze der Primärprävention unterscheiden sich wesentlich von der Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit. Für uns sind die Expertise und die Erfahrungen der beteiligten Projektpartner im Bereich der politischen Bildung, Medienpädagogik und der Demokratieförderung von besonderer Bedeutung. Primärprävention, wie wir sie bei bildmachen anbieten, kann letztlich von allen Fachkräften in ihrer eigenen Arbeit umgesetzt werden. Sie setzt an der Schnittmenge von politischer Bildung, Demokratieförderung und Medienpädagogik an. Ein Ziel des Projektes ist es, diese Kompetenzen von Fachkräften zu stärken, damit sie selbst entsprechende Ansätze in ihren Einrichtungen umsetzen und weiterentwickeln können.

Können Sie den Ansatz, den Sie mit bildmachen verfolgen, konkreter beschreiben?

ufuq.de: In den Workshops greifen wir kontroverse Themen auf, die für die Jugendlichen von Bedeutung sind und die zugleich in islamistischen Medienbeiträgen behandelt werden, also zum Beispiel die Diskussionen um die Zugehörigkeit von Musliminnen und Muslimen zur Gesellschaft, das Tragen des Kopftuches oder auch Fragen zu Geschlechterrollen (vgl. Kapitel 4 und 5.1 in der pdf-Broschüre). Die Jugendlichen können sich in einem pädagogischen Setting mit diesen Fragen beschäftigen. Dazu gehört dann auch, aufzuzeigen, wie diese Fragen in islamistischen Kontexten instrumentalisiert werden. Diese beiden Aspekte – zum einen Lebensweltorientierung und Anerkennung von Erfahrungen von Jugendlichen zum Beispiel mit Rassismus und zum anderen Sensibilisierung für extremistische Narrative – sind der Ausgangspunkt der Workshops.

Narrative schaffen kausale Verbindungen zwischen Ereignissen und lassen dadurch eine Erzählung entstehen, in der verschiedene Akteure negativ wie positiv benannt werden. Narrative, die versuchen, andere Narrative zu entkräften, werden als Gegennarrative bezeichnet (vgl. Frischlich et al. 2017, S. 26, 308). Alternative Narrative zielen nicht primär auf die Dekonstruktion oder das Widerlegen von extremistischen Inhalten, sondern darauf, andere Perspektiven und Deutungsmuster sichtbar zu machen (vgl. Eser/Lenzo 2017, S. 3). Wichtig ist: Wir geben keine Antworten vor, auch keine „positiven“, sondern möchten das Spektrum von Deutungen und Meinungen erweitern, auf das sich Jugendliche beziehen können.

Im zweiten Schritt geht es in den Workshops dann darum, eigene Inhalte medienpädagogisch angeleitet zu gestalten, die die Perspektiven und Interessen der Jugendlichen abbilden und die sich für Soziale Medien eignen. Dabei nutzen bzw. entwickeln die Jugendlichen oftmals Gegennarrative oder alternative Narrative, zum Beispiel in Form von selbst gestalteten Memes. Diese Memes können ganz unspektakulär sein, dahinter stehen aber Auseinandersetzungen mit all jenen Fragen, die für die Präventionsarbeit relevant sind: Was bewegt mich, was ist mir wichtig? Wie sehen das andere? Wo will ich hin? Oder auch schlicht: Wie wollen wir leben? Damit werden die Voraussetzungen geschaffen, damit Jugendliche sich selbst einbringen können. Es geht darum, Partizipationsmöglichkeiten und Chancen auf Teilhabe der Jugendlichen im Netz zu stärken.

Warum haben Sie sich gerade für Memes und GIFs entschieden? In anderen Bereich werden ja vor allem Videos genutzt.

JFF: Memes spielen in der politischen Internet-Kommunikation der letzten Jahre eine zunehmend wichtige Rolle. Sie lassen sich leicht erstellen und sind oftmals unterhaltsam. Damit stellt sich aber die Frage, wie viel Reflexion über diese Bilder und kurze Statements stattfindet. Wie das bei Jugendlichen aussieht, untersucht gerade die Begleitstudie im Projekt. Die Produktion von Memes ist in den Workshops mit Jugendlichen ein idealer Ansatz, um die Kommunikationsstrategien in solchen Bildern zu reflektieren: Wie drücke ich aus, was ich sagen will? Wem will ich etwas sagen? In welchem Kontext steht meine Botschaft? Wie verbreite ich meine Botschaft im Netz? Dieser Prozess fördert bei den Jugendlichen die Auseinandersetzung mit den für sie wichtigen Themen einerseits und den kompetenten Umgang mit von Dritten produzierten Memes sowie politischen Botschaften andererseits.

Können Sie abschließend ein beispielhaftes Ergebnis bzw. eine beispielhafte Aussage von Jugendlichen aus dem Projekt nennen?

JFF: Die Workshops und Fortbildungen werden von uns evaluierend begleitet. In der Evaluation geht es sowohl um den Modellcharakter des pädagogischen Konzepts als auch um die Fragen, wie es im Prozess gelingt, religiös-extremistische Ansprachen zu thematisieren und die Jugendlichen so zu unterstützen, dass sie gemeinsam ihre Kernaussagen in einem Medienprodukt festhalten können und in der Produktion eines eigenen Memes die eben beschriebenen Fragen reflektieren. Dazu wurde ein Feedbackmodul mit Evaluationsinstrumenten entwickelt, welches fortlaufend von den Projektpartnern in den Workshops und Fortbildungen eingesetzt wird. Das Feedback der Trainerinnen und Trainer, pädagogischen Fachkräfte und Jugendlichen wird regelmäßig aufbereitet und dann von den Projektpartnern bei länderübergreifenden Steuerungstreffen diskutiert. Die Evaluation ist so angelegt, dass sie zur Optimierung der Workshops und Fortbildungen, der begleitenden Materialien und der projektbegleitenden Kommunikation beitragen kann. Aus der Evaluation stammen folgende exemplarische Aussagen zweier Jugendlicher:

15-jähriger Workshopteilnehmer: „Hat auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht, man hat viel dadurch gelernt. Zum Beispiel, dass man im Internet aufpassen muss, dass es echt viele Leute gibt, die einfach aufgrund von Lügen versuchen, andere Sachen schlecht zu reden und man echt alles nochmal hinterfragen sollte. (…) Und einem durch manche Sachen hier in diesem Projekt auch die Augen geöffnet wurden.“

15-Jährige Workshopteilnehmerin: „Wie man Fake News herausfinden kann, also ob die wahr sind oder nicht, und was das mit Diskriminierung zu tun hat und was nicht.“


Geflüchtete stärken! Anregungen für die Prävention von religiös-extremistischen Ansprachen in der pädagogischen Arbeit mit Geflüchteten

Bildschirmfoto 2018-02-02 um 18.39.34Geflüchtete gehören zu den Zielgruppen salafistischer Ansprachen. Salafist_innen nutzen die oft schwierigen Lebensbedingungen sowie Orientierungs- und Perspektivlosigkeit, um für die salafistische Ideologie und Gemeinschaft zu werben. Mit ihren Angeboten füllen sie Lücken in der Versorgung, Unterstützung und Begleitung von Geflüchteten. Ohne Teilhabechancen, soziale Kontakte und Sicherheit sowie Bildungs- und Berufsperspektiven können ein Rückzug in abgeschlossene Gemeinschaften und rigide Glaubensvorstellungen attraktiv erscheinen. Prävention beschränkt sich daher nicht darauf, „Defizite“ einzelner Personen zu erkennen und abzubauen. Prävention bedeutet vor allem, bessere Angebote zu machen, damit extremistische Versprechungen unattraktiv bleiben.

Sie können die Handreichung hier  herunterladen oder für 2,50 Euro (Versandkostenpauschale für 1 bis 4 Exemplare, Versandkosten für mehrere Exemplare auf Anfrage) unter bestellung@ufuq.de bestellen.

This booklet is also available in English: www.ufuq.de/en


Prävention von Radikalisierung und gewaltbereitem Extremismus. Leitfaden zur Entwicklung lokaler Handlungsstrategien

Bildschirmfoto 2018-09-11 um 12.26.11Herausgeben vom European Forum for Urban Security (Paris, 2016). ufuq.de hat als Projektpartner an der Erstellung des Leitfadens mitgearbeitet.

Zur Ansicht: www.issuu.com/efus
Zur Bestellseite: www.efus.eu


Die Nutzung von offenen Daten in der Antidiskriminierungsarbeit. Ansätze, Erfahrungen, Fallstricke

Bildschirmfoto 2017-12-21 um 12.11.49Welche Chancen bieten offene Daten in der Antidiskriminierungsarbeit? Wie lassen sie sich in der politischen Bildung nutzen? Welche Herausforderungen stellen sich in der Datennutzung und welche Kompetenzen braucht es, um sich mündig im digitalen Raum zu bewegen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines Fachaustausches, der von ufuq.de am 12. Oktober 2017 in Berlin organisiert wurde. Diese Handreichung, die von ufuq.de in Zusammenarbeit mit der Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. erstellt wurde, dokumentiert die Ergebnisse dieses Fachtages.

Die Veranstaltung wurde von ufuq.de im Rahmen des Projektes „Just and safer cities for all“ des European Forum for Urban Security (EFUS) organisiert. Das Projekt, an dem ufuq.de als Partner beteiligt war, wurde im Rahmen des Rights, Equality and Citizenship Programme der Europäischen Union gefördert.

Download: www.ufuq.de
Bestellung: bestellung@ufuq.de

This booklet is also available in English (pdf): www.ufuq.de/en


Pädagogischer Umgang mit Antimuslimischem Rassismus. Ein Beitrag zur Prävention der Radikalisierung von Jugendlichen

Bildschirmfoto 2018-09-11 um 12.29.25Herausgegeben von Landeskoordinierungsstelle Demokratiezentrum Baden-Württemberg Jugendstiftung Baden-Württemberg (Stuttgart, 2016). ufuq.de hat als Kooperationspartner an der Konzeption und Erstellung mitgewirkt.

Download: www.ufuq.de


Was postest Du? Politische Bildung mit jungen Muslim_innen online

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Die Broschüre dokumentiert die Erfahrungen aus dem Projekt „Was postest Du?“ und berichtet vom Fachaustausch, an dem im Februar 2016 insgesamt 20 Initiativen und Projekte teilnahmen. In drei Dossiers zu den Themen Islam und Demokratie, Rassismus und Islamfeindlichkeit und Geschlechterrollen finden Sie konkrete Anregungen für die pädagogische Praxis in sozialen Netzwerken, aber auch in Klassenräumen.

Sie können die Broschüre hier herunterladen oder für 2,50 Euro (Versandkostenpauschale für 1 Exemplar, Versandkosten für mehrere Exemplare auf Anfrage) unter bestellung@ufuq.de bestellen.

Das Projekt und die Broschüre wurde von der Robert Bosch Stiftung gefördert.


Protest, Provokation oder Propaganda? Handreichung zur Prävention salafistischer Ideologisierung in Schule und Jugendarbeit

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Die Handreichung fasst die Erfahrungen zusammen, die ufuq.de in den vergangenen Jahren in der Arbeit mit Jugendlichen und Multiplikator_innen gesammelt hat. Sie bietet Informationen und konkrete Hilfestellungen für den Umgang mit salafistischer Orientierungen und Verhaltensweisen, möchte aber zugleich praxisnahe Möglichkeiten aufzeigen, wie in der pädagogischen Arbeit Ideologisierungen und religiös begründeten Spannungen nachhaltig vorgebeugt und demokratische Werte gefördert werden können. Dazu gehört neben einer Anerkennung der besonderen Erfahrungen und Perspektiven von jungen Muslim_innen auch ein entspannter Umgang mit Islam und Religiosität in Schule und Jugendarbeit.

Sie können die 72-seitige Handreichung als PDF herunterladen oder gegen eine Schutzgebühr von 7,00 Euro zzgl. Versandkosten unter bestellung@ufuq.de bestellen.

This booklet is also available in English: www.ufuq.de/en


„Jugendkulturen zwischen Islam und Islamismus. Lifestyle, Medien und Musik“

csm_CoJugendkulturen_Q_SOR-SMC_1077cef913Herausgegeben von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage und ufuq.de, 2008 (vergriffen)


Newsletter „Jugendkultur, Religion und Demokratie“ (2007-2011)

Herausgegeben von der Bundeszentrale für politische Bildung, erstellt von ufuq.de

Bildschirmfoto 2018-09-11 um 12.33.35Newsletter Nr. 19/Februar 2011
Was macht Kleidung und Mode eigentlich „islamisch“?

Newsletter Nr. 18/August 2010
Welche Bedeutung haben Imame für die Vorstellungen und Glaubensinhalte von Jugendlichen?

Newsletter Nr. 17/Mai 2010
Diese Ausgabe beschäftigt sich mit der „Muslimischen Jugend in Deutschland“ und der Frage nach der Identität junger Muslime.

Newsletter Nr. 16/März 2010
Wie kann man der Selbstethnisierung jugendlicher Migranten vorbeugen? Und dürfen Muslime bei McDonald’s arbeiten?

Newsletter Nr. 15/Dezember 2009
Was soll im islamischen Religionsunterricht gelehrt werden? Welche Schulversuche und Modellprojekte gibt es?

Newsletter Nr. 13-14/August 2009
Schwerpunkte dieser Doppel-Ausgabe sind der Ramadan und die Beeinträchtigungen im Alltag, die das strenge Fasten mit sich bringt.

Newsletter Nr. 12/Juni 2009
In diesem Newsletter finden sich Stimmen zur beliebtesten und erfolgreichsten türkischen Serie Tal der Wölfe.

Newsletter Nr. 11/April 2009
Koray Yılmaz-Günay identifiziert kulturübergreifende Faktoren als Ursache des Hasses auf Schwule.

Newsletter Nr. 10/Februar 2009
Martin Riexinger erklärt in der aktuellen Ausgabe die politischen und religiösen Motivationen des islamischen Kreationismus.

Newsletter Nr. 9/Dezember 2008
In dieser Ausgabe: muslimische Frauen und Karriere.

Newsletter Nr. 8/September 2008
Mit dem Islam gegen Drogen? Gebetsräume an Schulen? Koran-Suren auf T-Shirts?

Newsletter Nr. 7/August 2008
In ihrem Kommentar wendet sich Sineb El Masrar dagegen, Probleme wie Jugendkriminalität und Gewalt mit dem Islam zu erklären.

Newsletter Nr. 6/Juni 2008
Die Chefredakteurin einer interkulturellen Zeitschrift kommentiert die Rolle türkischstämmiger Frauenrechtlerinnen.

Newsletter Nr. 5/April 2008
Erlaubt es der Islam, in Deutschland zu wählen? Mit dieser Frage befasst sich die fünfte Ausgabe des Newsletters.

Newsletter Nr. 4/Januar 2008
Die Webseite Salaf.de publiziert Predigten und Schriften, die sich mit den so genannten „kuffar“ auseinandersetzen.

Newsletter Nr. 3/Dezember 2007
In der Fortsetzung der Serie „Was guckst Du?“ rücken arabisch- und türkischsprachige Fernsehsender in den Fokus.

Newsletter Nr. 2/Oktober 2007
Der Newsletter enthält den zweiten Teil der Studie zur Mediennutzung von jungen Muslimen.

Newsletter Nr. 1/August 2007
Ausgabe zur Mediennutzung von Jugendlichen mit arabischem, türkischem und muslimischem Familienhintergrund.