Fachstelle in Bayern – telefonische Beratung

Islam und Muslim_innen sind Teil der deutschen Gesellschaft. In vielen Klassenzimmern und Jugendzentren kommt die Heterogenität unserer Gesellschaft deutlich zum Vorschein. Ein Verständnis der Lebenswelten von Jugendlichen in der Postmigrationsgesellschaft ist essenziell, wenn diese ihre (neuen) Themen in den Unterricht tragen.

Anders als viele Menschen der ersten Einwanderergeneration sehen junge Muslim_innen, die in Deutschland geboren und aufgewachsen sind, Deutschland als ihre Heimat an und fordern daher gerade im Schulalltag ihre Rechte und Partizipationsmöglichkeiten ein. Dies geschieht nicht immer ohne Konflikte und kann zu Unverständnis auf beiden Seiten führen. Sporadisch kann es dann im Schulalltag oder auch im Jugendzentrum zu Aussagen kommen, die zunächst nicht eindeutig zugeordnet werden können, aber dennoch ein ungutes Gefühl hinterlassen.

Gerade wenn Fragen und Themen rund um „den Islam“ im Vordergrund stehen, kann das bei Fachkräften und Verantwortlichen zu Verunsicherungen führen. In unserer telefonischen Beratung besprechen wir mit Ihnen gemeinsam, um was es sich bei „ihrem Fall“ handelt. Wir erörtern, inwieweit es sich um legitimen Protest, gezielte Provokation oder ideologisierte Propaganda handelt und geben konkrete Handlungsempfehlungen, um mit dem/den Jugendlichen weiterzuarbeiten. Handelt es sich um Ideologie-basierte Propaganda oder Verhaltensweisen, die während des Gesprächs schwer einzuordnen sind, verweisen wir an unseren Netzwerkpartner Violence Prevention Network (Beratungsstelle Bayern), der mit radikalisierungsgefährdeten und bereits radikalisierten Jugendlichen arbeitet.


Kontakt

Fachstelle zur Prävention religiös begründeter Radikalisierung in Bayern
ufuq.de
Schaezlerstr. 32, 86152 Augsburg
Tel.: 0821 / 65 07 85 60, bayern@ufuq.de

Montag-Freitag 9.30 bis 13.30 Uhr und nach Vereinbarung


Die Fachstelle zur Prävention religiös begründeter Radikalisierung in Bayern wurde im September 2015 eingerichtet und ist Teil des bayerischen Netzwerkes für Prävention und Deradikalisierung. Sie wird vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Integration und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Gefördert von

Logo des Bayerischen Staatsministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Integration

 

 

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