Deutschtürkische und muslimische Stimmen zum Gedenken an den Holocaust

Anläßlich des Holocaust-Gedenktages am 27. Januar berichtete die Wochenzeitung Die Zeit vergangene Woche über die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, die unter Deutschtürken durchgeführt wurde. Die Ergebnisse fassen die Autoren so zusammen:

„Die Ergebnisse sind mitunter widersprüchlich, aber eines zeigen sie deutlich: Die Erinnerung an den Holocaust ist den Deutschtürken nicht fremd, im Gegenteil, sie betrachten sie als ihre eigene Angelegenheit. Etwa die Hälfte der Befragten sagt, die intensive Beschäftigung mit der Judenverfolgung sei heute, fast 70 Jahre später, ‚eine Sache aller in Deutschland lebenden Bürger‘, nur 15 Prozent halten sie für eine exklusive Aufgabe von Bürgern deutscher Herkunft. Und 46 Prozent erklären ausdrücklich, in Deutschland lebende Bürger türkischer Herkunft sollten sich mit der Judenverfolgung beschäftigen.“ (zeit.de, 23. Jan. 2010.) Die Ergebnisse der Umfrage gibt es hier auch als pdf-Datei.

[Nachtrag, 1. Feb. 2010: Auf dunia.de entwickelte sich zu diesem Thema eine interessante Diskussion.]

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Interview mit Cem Özdemir zum Verhältnis der Deutschtürken zum Holocaust-Gedenken (Zeit.de, 23.Jan. 2010)

„Bist du Jude?“. Zwei Deutschtürken versuchen, die deutsche Geschichte zu erklären – und treffen auf hartnäckige Vorurteile (zeit.de, 23. Jan. 2010)

Auschwitz survivor and Turkish rapper team up to fight racism (haaretz.com. 26. Jan. 2010)

Video-Statement von Pierre Vogel (furkan-semi.de, 11. Dez. 2009)