Praxisberichte

“Das ist eine Beleidigung!?” Ein Gespräch mit Schüler_innen über Beleidigungen, Kränkungen und Provokationen

Wer ist wann beleidigt und warum? Auf diese Frage gibt es keine eindeutige Antwort: Was die einen verletzt, finden andere lustig – und anders herum. Auch im Unterricht gibt es Situationen, in denen sich Schüler_innen oder Lehrer_innen beleidigt, gekränkt oder persönlich verletzt fühlen. Der Streit um die Muhammed-Karikaturen oder die Böhmermann-Satire sind noch vielen in Erinnerungen. Aber was ist eigentlich eine Beleidigung – und warum fühlt sich eine Person getroffen, eine andere aber nicht? Über diese Frage haben Aylin Yavaş und Julia Gerlach mit Schüler_innen diskutiert. Ein Gesprächsprotokoll

Antimuslimischer Rassismus: Erfahrungen aus unseren Workshops

In unseren Workshops mit Jugendlichen geht es um die Themen Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismus. „Wie wollen wir leben?“ ist die übergeordnete Frage, unter der Themen wie Religiosität, Identität, Teilhabe, Demokratie und Zugehörigkeit verhandelt werden. Dabei kommen immer wieder auch Erfahrungen mit antimuslimischem Rassismus zur Sprache. Aylin Yavaş hat ihre Erfahrungen aus den Workshops zu diesem Thema zusammengestellt.

Das Thema Islamismus im Jugendtheater: Beispiele aus der Praxis

Theater ist eine Möglichkeit, um sich mit dem Thema Islamismus auseinanderzusetzen. Dabei geht es oft weniger um Wissensvermittlung als um die Frage, warum ein solches Denken für Jugendliche attraktiv sein kann. Ufuq.de-Mitarbeiter Alioune Niang hat einige interessante Projekte zusammengestellt, die Anregungen für eigene Theaterprojekte bieten können.

Ramadan in der Schule – Was sagen die Betroffenen?

Es ist Ramadan! Für viele Musliminnen die schönste Zeit des Jahres, viele Lehrer_innen hingegen sehen sich vor großen Herausforderungen. Wie sollen sie mit fastenden Schüler_innen umgehen? ufuq.de hat die gefragt, die sich mit diesem Thema am besten auskennen: Die Betroffenen. Schüler_innen, Lehrer_innen und Eltern schildern ihre Sicht der Dinge.

Salaam-Schalom Initiative: jüdische und muslimische Realitäten sichtbar machen!

In der Salaam-Schalom Initiative engagieren sich mehr als 120 Menschen; vor allem Jüd_innen und Muslim_innen. Die Initiative ist in unterschiedlichen Bereichen aktiv: Kultur, Politik, Bildung, Medien. Sie organisiert regelmäßig Veranstaltungen, Ausstellungen, Workshops oder Demonstrationen. Die Künstlerin Adi Liraz hat ufuq-Mitarbeiterin Aylin Yavaş erklärt, worauf es ankommt beim Salaam-Schalom-jüdisch-muslimischen-Miteinander.

Religion als Ressource: Ein Projekt zur Unterstützung von Menschen, die mit Geflüchteten arbeiten

Jette und Frank van der Velden wissen, wovon sie reden, wenn es um religiöse Minderheiten geht. Sie haben viele Jahre in Ägypten gelebt und haben dort für die katholische Gemeinde und in der Schule gearbeitet. Sie wissen, wie Islam im Alltag gelebt wird, haben Generationen von Schüler_innen im Unterricht erlebt und wissen, wie unterstützend Religion für Menschen in Ausnahmesituationen wirken kann. Dieses Wissen geben sie jetzt weiter: in einem Workshop für Ehren- und Hauptamtliche, die sich um Geflüchtete kümmern. Julia Gerlach hat mit Jette van der Velden gesprochen.

School Talks: Empowerment bei der Berufswahl

School Talks heißt ein Projekt, das Jugendlichen seit 2006 an Berliner Schulen bei der Berufswahl hilft. Wie bei einer TV-Talkshow treten hier Menschen auf, erzählen aus ihrem Arbeitsalltag in ganz unterschiedlichen Branchen: Es sind Schauspieler_innen, Rapper_innen, Wirtschaftsinformatiker_innen, Ärzt_innen. Bei School Talks geht es aber nicht nur um Berufe. Im Mittelpunkt stehen die Lebenswege und Geschichten der Gäste. Oft sind diese nicht gradlinig, sondern haben viele Wendungen genommen, so wie das Leben des Initiators Van Bo Le-Mentzel.

Jenseits von Kulturalismus und Abgrenzung: Weiterbildungen zur Jugendarbeit und Prävention für Imame und Religionsbedienstete

Die Jugendarbeit ist ein wichtiges Arbeitsfeld der islamischen Verbände. Zugleich mangelt es vielen Vereinen an qualifiziertem Personal und finanziellen Mitteln, um der wachsenden Bedeutung von Angeboten für Jugendlichen gerecht zu werden. Das Institut für Islamische Theologie der Universität Osnabrück bietet seit 2010 Weiterbildungen zu den Themen Jugendarbeit in Moscheegemeinden und Extremismusprävention für Imame und Religionsbedienstete. Neben Informationen zum Islam und Muslim_innen in Deutschland werden hier vor allem auch pädagogische Ansätze für die Gemeindearbeit vermittelt. Aylin Yavaş sprach mit Prof. Dr. Bülent Uçar über das Programm.

“Nicht in meinem Namen!” – Jugendlichen gegen Rassismus und Diskriminierung eine Stimme geben

„Die Antwort ist einfach ‚Machen’.“ Das Projekt „Nicht in meinem Namen! Gemeinsam gegen Diskriminierung, antimuslimischen Rassismus und den Missbrauch von Religion“ gibt Jugendlichen eine Stimme, um über Anfeindungen und Diskriminierungen zu sprechen – und um eigene Interessen zu vertreten. Das Projekt „Nicht in meinem Namen“ läuft seit März 2015 in Trägerschaft der AWO Arbeit & Qualifizierung gGmbH Solingen und bietet Jugendlichen ein Forum, um eigene Aktivitäten zu starten. Wir haben mit Projektleiterin Hanna Attar gesprochen.

Plattform Kunst & Kültür: nicht halb-halb, sondern doppelt

„Kunst und Kültür“ ist eine zweisprachige Plattform für Kunst- und Kulturschaffende und Interessierte. Mit KuKü-Gründer Ömer Mutlu traf sich Aylin Yavaş und sprach mit ihm über Möglichkeiten, jungen Künstler_innen eine Plattform zu geben, und über die Idee, einen Shop zu gründen, in dem Produkte von jungen Designern – von Seife über Kleidung bis hin zu Möbeln – verkauft werden.