Praxisberichte

ADAS – Anlaufstelle für Diskriminierungsschutz an Schulen in Berlin

Das Modellprojekt ADAS – Anlaufstelle für Diskriminierungsschutz an Schulen bietet seit 2015, Schüler_innen, Lehrkräften und Eltern in Berlin die Möglichkeit sich bei Diskriminierungsfällen an der Schule Hilfe und Beratung zu holen. Hier können Betroffene Diskriminierung melden, darüber sprechen, oder dagegen vorgehen. Außerdem erarbeitet ADAS im Rahmen eines Clearingverfahrens zusammen mit anderen Akteur_innen einen Handlungsleitfaden für eine diskriminierungssensible Praxis an Schulen. Aliyeh Yegane und Amine Taşdan haben ufuq.de-Mitarbeiterin Aylin Yavaş erzählt, wie ihre Arbeit aussieht.

Akteure der Jugendbildung stärken – Jugendliche vor Radikalisierung schützen

Die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA e.V.) war einer der ersten Vereine, der sich mit dem Thema Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft auseinandersetzte. Mittlerweile engagiert sich die KIgA auch in der Prävention von religiös begründetem Extremismus und profitiert dabei von den Erfahrungen und Netzwerken, die sie in den vergangenen Jahren in Berlin gesammelt hat. Im Gespräch mit Aylin Yavaş berichtet Nina Mühe über das Projekt „Akteure der Jugendbildung stärken – Jugendliche vor Radikalisierung schützen“.

Meine Geschichte – unsere Geschichte: Jugendliche diskutieren, welche historischen Ereignisse ihnen wichtig sind

Der 9. November gilt als Schicksalstag der deutschen Geschichte: Die Ausrufung der ersten deutschen Republik 1918, die Reichsprogromnacht 1938 und der Fall der Mauer 1989. Aus der Sicht von Schüler_innen ist das alles ziemlich lange her. Sie waren noch nicht geboren und in vielen Fällen lebten ihre Eltern und Großeltern damals noch nicht einmal in Deutschland. Was bedeutet den Jugendlichen das Datum? Welche anderen Tage sind ihnen wichtig? Julia Gerlach und Aylin Yavaş haben mit Zehntklässler_innen einer Schule in Berlin-Kreuzberg darüber diskutiert. Ein Gesprächsprotokoll.

JAMIL – Mit Streetwork gegen salafistische Ansprachen

Bremen gilt als Hochburg der salafistischen Szene. Auf etwa 360 Personen wird die Zahl ihrer Anhänger_innen geschätzt. Mindestens 26 Jugendliche und junge Erwachsene sind von hier nach Syrien und in den Irak ausgereist, viele von ihnen sind inzwischen dort gestorben. JAMIL ist ein Projekt, das diesem Trend entgegenwirken will: Mit Workshops für Jugendliche, engagierte Streetworker_innen und ein Jugendcafé. Das Projekt heißt JAMIL – “schön” auf Arabisch.

Matondo & Hayat: Rap als Gesellschaftskritik

Matondo und Hayat rappen beide schon seit Kindheitstagen. Dabei ist es ihnen wichtig, dass gesellschaftskritische Aspekte in ihren Texten nicht zu kurz kommen. Obwohl oder vielleicht gerade weil sie damit nicht den sonst im Rap üblichen Gangster-Klischees entsprechen sind sie damit sehr erfolgreich und mittlerweile Teil eines großen Plattenlabels. Warum Matondo und Hayat ihre kritische Linie wahren, haben sie ufuq.de-Mitarbeiterin Aylin Yavaş im Interview erklärt.

“Warum fragen mich alle, woher ich komme?”

Jenny Omar findet diese Frage nervig und nicht nur das: Sie ärgert und verletzt sie. Schließlich interessiert es die Fragenden oft gar nicht, ob sie aus Hamburg, Berlin-Steglitz oder gerade vom Bahnhof kommt. Sie wollen Informationen über ihre Abstammung. Warum? Jenny Omar, die für ufuq.de Workshops an Berliner Schulen teamt, sieht darin eine versteckte Form des Rassismus. In ihrem Kommentar erklärt sie, warum sie das so einschätzt und wie Jugendliche mit dieser ständigen Ausgrenzungserfahrung umgehen.

JUMA: „Wenn der Islam Teil Deiner Identität ist, bist Du bei uns richtig!“

JUMA steht für jung, muslimisch, aktiv. In dem 2010 gegründeten Netzwerk versammeln sich junge kreative und engagierte Muslim_innen, die etwas auf die Beine stellen und bewegen wollen. Lydia Nofal und Kofi Ohene-Dokyi sind die Menschen hinter JUMA. Auch, wenn sie das selbst nie so sagen würden; schließlich sagen bei JUMA die Teilnehmenden selbst, wo es lang geht. Aylin Yavas hat Lydia Nofal getroffen und sich erklären lassen, wie JUMA zu dem geworden ist, was es heute ist: Ein Netzwerk engagierter Menschen voller Tatendrang und guter Ideen.