Radikalisierung und Prävention

Universelle Extremismusprävention am Schnittpunkt von politischer Bildung und Medienpädagogik

Kinder und Jugendliche treffen in Online-Medien regelmäßig auf extremistische Inhalte. Die Studie „Politisches Bildhandeln“, die in Anbindung an das ufuq.de-Projekt „bildmachen: Politische Bildung und Medienpädagogik zur Prävention religiös-extremistischer Ansprachen in sozialen Medien“ entstanden ist, versucht zu verstehen, wie Jugendliche mit politischen Inhalten in Form von Bildern, GIFs, Memes oder Videos umgehen und in welcher Form sie sich selbst in den sozialen Medien einbringen. Wir veröffentlichen hier die Einleitung der Studie und stellen einen Link zum Download der gesamten Studie zur Verfügung.

Paradies: Hier, Jetzt, Später? – Theater als Ort der Radikalisierungsprävention. Ein Bericht aus der Praxis

Dramaturgin Kirstin Hess beschreibt die Entstehung des Stückes „Paradies“ am Düsseldorfer Jungen Schauspiel, in dem der Protagonist Hamid kurz vor der Verübung eines islamistisch motivierten Anschlages steht. Die Vorstellungen, welche Teil des Präventionsangebotes des Verfassungsschutzes NRW wurden, waren fast immer ausverkauft. Wie reagierte das Publikum und kann Theater ein Ort der Radikalisierungsprävention sein?

Keine Spielerei: Die Gamifizierung extremistischer Propaganda und mögliche Chancen für Prävention und Intervention

Was wird unter Gamification verstanden? Welche Rolle spielt das relativ junge Phänomen für die Radikalisierungsprävention? Linda Schlegel stellt in diesem Beitrag die Wirkungsmechanismen vor, die Gamification für Jugendliche attraktiv machen. Schlegel macht zudem deutlich, wieso Gamification in der Radikalisierungsprävention nicht aus dem Blickfeld geraten sollte.

Materialsammlung: Kinder und Jugendliche stärken – Resilienzförderung im Schulalltag im Kontext rassismuskritischer Bildungsarbeit

Wachsende Pflanze

Die ufuq.de-Fachstelle für Pädagogik zwischen Islam, antimuslimischem Rassismus und Islamismus in Berlin richtete am 08.Oktober 2020 einen digitalen Fachtag zum Thema Resilienzförderung im Schulalltag im Kontext rassismuskritischer Bildungsarbeit aus. Wir veröffentlichen eine Materialsammlung zum Thema, die neben Präsentationen und Literaturhinweisen auch Aufzeichnungen der Vorträge und Diskussionen beinhaltet.

„Salafist*innen nutzen gesellschaftliche Krisen, um neue Anhänger*innen zu gewinnen“ – Die salafistische Szene in Bayern

Es gibt nur wenige Studien, die sich mit den lokalen Ausprägungen des Islamismus und Salafismus in Deutschland befassen. Der Politikwissenschaftler Mahmoud Jaraba hat nun in einer Studie die Entwicklung des Salafismus in Bayern seit den 1990er Jahren untersucht. Wo ist die Szene besonders aktiv? Wer sind die Akteur*innen? Und wie werden Jugendliche erreicht? Im Interview fasst er einige Ergebnisse zusammen.

„Befähigung zum Widerspruch“ – Empfehlungen zum Umgang mit Kindern aus religiös-extremistischen Familien

Welchen Einfluss hat die Ideologie in religiös-extremistischen Familien auf das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen?Welche Konflikte ergeben sich aus dem Weltbild der Eltern für Kinder und Jugendliche? Und was können Pädagog*innen tun, um sie dabei zu unterstützen, mit diesen Konflikten umzugehen? Mit einer Handreichung wenden sich die Fach- und Beratungsstellen des „Nordverbundes“ an pädagogische Fachkräfte. Michael Gerland, einer der Autor*innen, informiert im Gespräch mit ufuq.de über Ansätze, die sich im Umgang mit religiös-extremistischen Familien bewährt haben.

„Konfrontative Religionsausübung“ als Synonym für Islamismus?

In Debatten über herausfordernde Einstellungen und Verhaltensweisen von Jugendlichen ist oft von „konfrontativer Religionsausübung“ die Rede. Der Begriff steht zunehmend synonym für „Islamismus“ und gilt als Ausdruck eines frühen Stadiums einer Radikalisierung. Doch was ist mit „konfrontativ“ genau gemeint? Götz Nordbruch, Co-Geschäftsführer von ufuq.de, kritisiert in seinem Beitrag eine solche Verwendung des Begriffes: Er verstellt den Blick auf die Motive, aus denen Jugendliche agieren und suggeriert eine besondere Dringlichkeit, ihr Verhalten zu sanktionieren.

Zwischen Analyse, Instrumentalisierung und Praxistauglichkeit: Zur Begriffsdebatte um „Islamismus“, „islamistischen Separatismus“ und „Politischen Islam“

Begriffe sind wichtig, um Phänomene zu beschreiben und voneinander abzugrenzen. Thomas Schmidinger gibt einen Überblick über Begriffe wie „islamistischer Separatismus“, „Politischer Islam“ und „Islamismus“ und warnt vor Verkürzungen und politischen Instrumentalisierungen, die sich in der Auseinandersetzung mit Ideologien als kontraproduktiv erweisen könnten.

Die Dynamik sozialräumlicher Radikalisierung – Das Beispiel Hamburg-Altona

Welche vielschichtigen Umstände geben islamistisch-jihadistischen Radikalisierungsprozessen Antrieb? Sind diese genuin ideologisch oder werden sie von Krisen ausgelöst? Der Kriminologe Michael Gerland rekonstruiert mittels einer Medienanalyse und durch Gespräche mit beteiligten Akteuren die Radikalisierung einer Jugendclique in Hamburg-Altona.

„Entscheidend is‘ auf’m Platz!“ – Erfahrungen aus der (universellen) Islamismusprävention von ufuq.de

Für eine inklusive und diskriminierungssensible politische Bildung, Jugendarbeit und (universelle) Extremismusprävention in der Migrationsgesellschaft braucht es Pädagog*innen und Lehrkräfte mit einer zugewandt-akzeptierenden Haltung. In diesem Beitrag stellt Dr. Jochen Müller von ufuq.de Erfahrungen aus dem Tätigkeitsfeld der (universellen) Islamismusprävention vor und beschreibt, welche Themen in Fortbildungen für Pädagog*innen Raum finden sollten.