Hintergrund

Prävention in der Schule: The Kids Are All Right

Junge Muslim_innen in Deutschland spüren ganz genau, ob sie von ihrer mehrheitsgesellschaftlichen Umwelt als Dazugehörige wahrgenommen und anerkannt werden. Erst Misstrauen und Ausgrenzung schaffen das Klima, in dem Radikalisierung möglich wird. (Jochen Müller)

Muslimische Jugendliche als besondere Zielgruppe der politischen Bildung?

Der Islam spielt für viele Jugendliche eine wichtige Rolle. Dennoch tun sich viele Pädagog_innen schwer damit, religiöse Themen aufzugreifen. Schließlich verbindet sich mit Bildungsarbeit auch der Anspruch, „religiös neutrales“ Wissen zu fördern und Jugendliche unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit anzusprechen. In diesem Artikel geht Dr. Sabine Achour der Frage nach, ob und inwiefern junge Muslim_innen eine „besondere“ Zielgruppe der politischen Bildung darstellen – und weshalb es sinnvoll sein kann, auch solche Themen aufzugreifen, die im Lehrplan nicht berücksichtigt

Gewaltdarstellungen im Internet: „Ein allgemeines Verbot ist unrealistisch“

Über das Internet kommen schon Kinder und Jugendliche in Kontakt mit Bildern und Videos, in denen reale Gewalttaten zu sehen sind. In den sozialen Netzen finden diese Bilder weite Verbreitung. Dennoch gibt es bisher wenig Tipps für den Umgang mit Gewaltdarstellungen. Dr. Nadia Osman ist Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Verhaltenstherapeutin und Elternberaterin in Berlin und forscht zu den Wirkungen von Gewaltvideos. Im Interview informiert sie, worauf es in der pädagogischen Arbeit ankommt. 

„Pro Palestine“ – Palästina als Metapher unter Jugendlichen

Intifada, Libanonkrieg, Grenzkonflikte mit Israel, Gaza-Blockade, wie wichtig ist der Nahostkonflikt für junge Menschen, die sich mit der „arabischen Community“ identifizieren? Götz Nordbruch (ufuq.de) setzt sich in diesem Beitrag damit auseinander, wie sich der Nahostkonflikt in der Jugendkultur abbildet, und verdeutlicht dabei auch die Vielschichtigkeit des Themas.

„Gewaltbereite Rückkehrer – wie können wir präventiv deren Zug in den Krieg verhindern?“ – Stellungnahme von ufuq.de

Der Unterausschuss „Zivile Krisenprävention, Konfliktbearbeitung und vernetztes Handeln“ des Deutschen Bundestages behandelte das Thema „Gewaltbereite Rückkehrer – wie können wir präventiv deren Zug in den Krieg verhindern?“ (6. Oktober 2014) und hatte dazu Vertreter_innen der Jugend Islamkonferenz, der Beratungsstelle Hayat und ufuq.de eingeladen. Ein Video der Veranstaltung finden Sie hier.

„Scharia-Polizei“ in Wuppertal: Hysterie hilft nicht weiter

Die „Scharia-Polizei“ des salafistischen Predigers Sven Lau in Wuppertal machte in den vergangenen Tagen auch in der überregionalen Presse Schlagzeilen. Übersehen wurde dabei allzu oft der gesellschaftliche Kontext, in dem diese Aktion stattfand. In seinem Beitrag beschreibt Sindyan Qasem (ufuq.de) die Ursachen, weshalb solche Aktionen bei manchen Jugendlichen auf Unterstützung stossen.

Zur Individualisierung des Religiösen unter jungen Muslim_innen. Interview mit Michael Tressat

Junge Muslim_innen leben ihre Religion anders als ihre Eltern und Großeltern, aber auch anders, als es viele Klischees über „den“ Islam oder „die“ Muslim_innen nahelegen. Der Erziehungswissenschaftler Michael Tressat ist der Bedeutung der Religion unter jungen Muslim_innen in einer Studie nachgegangen. Im Gespräch mit ufuq.de fasst er einige Ergebnisse zusammen.