Hintergrund

Präventionsarbeit in der Schule: Symbole allein reichen nicht

Wie kann man dem Einfluss salafistischer Prediger auch an Schulen vorbeugen? Nach den Anschlägen in Paris steht diese Frage auf der Tagesordnung. Dabei wären die Anschläge auch Anlass, die Erfahrungen und Perspektiven gerade junger Muslime aufzugreifen, um einer Instrumentalisierung von Benachteiligungen und Rassismus durch Salafisten entgegenzuwirken, schreibt Götz Nordbruch (ufuq.de) in diesem Beitrag. Um der Opferideologie von Predigern wie Pierre Vogel etwas entgegenzusetzen, sind Diskussionen allein aber nicht ausreichend.

„Da sind wir quasi Punks!“ Facetten der Religiosität von muslimischen Jugendlichen

Junge Muslim_innen bekennen sich immer selbstbewusster zu ihrer Religion. Gleichzeitig lassen sie sich nicht mehr in einen Widerspruch zwischen „muslimisch“ und „deutsch“ zwingen. In Vereinen und Initiativen entwickeln und finden sie Identität, Spiritualität und Orientierung, berichtet Götz Nordbruch (ufuq.de). Ein attraktives Angebot macht ihnen auch der Salafismus.

“Pro Palestine” – Palästina als Metapher unter Jugendlichen

Intifada, Libanonkrieg, Grenzkonflikte mit Israel, Gaza-Blockade, wie wichtig ist der Nahostkonflikt für junge Menschen, die sich mit der “arabischen Community” identifizieren? Götz Nordbruch (ufuq.de) setzt sich in diesem Beitrag damit auseinander, wie sich der Nahostkonflikt in der Jugendkultur abbildet, und verdeutlicht dabei auch die Vielschichtigkeit des Themas.

„Gewaltbereite Rückkehrer – wie können wir präventiv deren Zug in den Krieg verhindern?“ – Stellungnahme von ufuq.de

Der Unterausschuss „Zivile Krisenprävention, Konfliktbearbeitung und vernetztes Handeln“ des Deutschen Bundestages behandelte das Thema „Gewaltbereite Rückkehrer – wie können wir präventiv deren Zug in den Krieg verhindern?“ (6. Oktober 2014) und hatte dazu Vertreter_innen der Jugend Islamkonferenz, der Beratungsstelle Hayat und ufuq.de eingeladen. Ein Video der Veranstaltung finden Sie hier.

“Scharia-Polizei” in Wuppertal: Hysterie hilft nicht weiter

Die “Scharia-Polizei” des salafistischen Predigers Sven Lau in Wuppertal machte in den vergangenen Tagen auch in der überregionalen Presse Schlagzeilen. Übersehen wurde dabei allzu oft der gesellschaftliche Kontext, in dem diese Aktion stattfand. In seinem Beitrag beschreibt Sindyan Qasem (ufuq.de) die Ursachen, weshalb solche Aktionen bei manchen Jugendlichen auf Unterstützung stossen.

Identität und Zugehörigkeit – Jenseits von Eindeutigkeiten

Wie man sich selbst sieht, hängt auch damit zusammen, wie die Umwelt einen wahrnimmt. Umso größer sind die Hürden gerade für junge Muslime, einen selbstverständlichen Umgang mit ihrer deutsch-muslimische Identität zu entwickeln. In der Prävention von islamistischen Orientierungen spielt daher die Anerkennung muslimscher Religiosität eine wichtige Rolle. Dieser Text von Götz Nordbruch (ufuq.de) erschien ursprünglich in der Dokumentation des Projektes “Ikram – Präventive Bildungsprozesse zum Islamismus im Rahmen der Ganztagsschule gestalten” der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitimus (KIgA).

„Wieviel Islam verträgt das Land?“ Warum die Islamfeindschaft ein gesellschaftliches Problem ist – und nicht der Islam

Die Sarrazin-Debatte bestätigt die Vorbehalte, die in der Bevölkerung gegenüber Muslimen und dem Islam verbreitet sind. An die Stelle “der Ausländer”, die noch in den 90er Jahren im Mittelpunkt von Ressentiments und rassistischen Anfeindungen standen, sind mittlerweile “die Muslime” getreten. In der Arbeit mit jungen Muslimen kommt daher der Anerkennung ihrer Biographien und ihrer Religiosität eine besondere Rolle zu, schreibt Jochen Müller (ufuq.de) in diesem Beitrag.