Kategorie: Jugendkultur und Identität

Wer ist Wir? Ideen und Materialien für den Unterricht zum Thema „Migrationshintergrund“

Ist die Kategorie „Mensch mit Migrationshintergrund“ diskriminierend, weil sie Deutsche in „echte“ und „eingewanderte“ Deutsche einteilt? Oder ergibt die Kategorie für Statistiken Sinn? Wer muss sich in Deutschland eigentlich integrieren und wer nicht? Wir haben einige Materialien zusammengestellt, mit denen pädagogische Fachkräfte über diese Fragen mit Jugendlichen diskutieren können.

Lebensrealitäten von muslimischen Jugendlichen – Zwischen Fremdzuschreibungen, Rassismuserfahrungen und (kritischen) Selbstpositionierungen

Die Übergangsphase vom Kind zum Erwachsenen ist durch bestimmte Herausforderungen und Chancen gekennzeichnet. Doch rassifizierte Jugendliche mit geringem oder entwertetem kulturellem Kapital haben nicht die gleichen Möglichkeiten zum adoleszenten Ausprobieren und Rebellieren wie Jugendliche, die nicht als „Andere“ gelesen werden.

„Die, die da sind, sind gut“: Nils Katz und Tobias Nolte von der Rütli-Schule zu Gast beim ufuq.de Couch Talk

Nils Katz und Tobias Nolte sind Lehrer an der Rütli-Gemeinschaftsschule in Berlin-Neukölln. In ihrer Freizeit werben sie in Workshops bei angehenden Lehrer*innen für die Arbeit an sogenannten „Brennpunktschulen“. Mit uns sprechen sie darüber, ob sie mit dem Begriff Brennpunktschule überhaupt etwas anfangen können, welchen Herausforderungen sie sich im Arbeitsalltag gegenüber sehen und warum sie die Arbeit an der Rütli-Schule etwa einem Gymnasium in Charlottenburg vorziehen.

Was ist gutes Deutsch? Sprache als Machtinstrument in der Gesellschaft

Muss man akzentfrei Deutsch sprechen, um gutes Deutsch zu sprechen? Wer bestimmt eigentlich, was als gutes Deutsch gilt? Und warum werden bestimmte Sprachen und Akzente abgewertet, andere wiederum positiv gesehen? Karim Fereidooni, Professor für Didaktik der sozialwissenschaftlichen Bildung, erläutert im Gespräch mit Sakina Abushi die Wirkweise von Neo-Linguizismus als subtile Form von Rassismus und wie Lehrkräfte Vorurteile gegenüber Kindern, die mit einem Akzent sprechen, überwinden können.

Rap und Gegenidentitäten in der Migrationsgesellschaft

Fremdheit und Migration sind ein zentraler Bezugspunkt deutscher Rapmusik. Martin Seeliger beschreibt den Zusammenhang von deutscher Einwanderungsgeschichte und der Adaption von Rap aus den Vereinigten Staaten ab Anfang der 1980er Jahre und geht der Frage nach, warum im Rap migrantische Identitäten eher sichtbar werden als in anderen Bereichen.

Grundrechte in der Schule der Vielfalt

Konfliktsituationen veranschaulichen tagtäglich, dass Schule in der Einwanderungs-gesellschaft sowohl ein interkulturelles Fingerspitzengefühl als auch einen bewussten Umgang mit Grundwerten entwickeln muss. Regina Piontek zeigt, wie man mit Widersprüchen bei Demokratie, Kultur und Religion umgehen kann.