Kategorie: Diversität und Diskriminierung

Identität und Zugehörigkeit – Jenseits von Eindeutigkeiten

Wie man sich selbst sieht, hängt auch damit zusammen, wie die Umwelt einen wahrnimmt. Umso größer sind die Hürden gerade für junge Muslime, einen selbstverständlichen Umgang mit ihrer deutsch-muslimische Identität zu entwickeln. In der Prävention von islamistischen Orientierungen spielt daher die Anerkennung muslimscher Religiosität eine wichtige Rolle. Dieser Text von Götz Nordbruch (ufuq.de) erschien ursprünglich in der Dokumentation des Projektes „Ikram – Präventive Bildungsprozesse zum Islamismus im Rahmen der Ganztagsschule gestalten“ der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitimus (KIgA).

„Wieviel Islam verträgt das Land?“ Warum die Islamfeindschaft ein gesellschaftliches Problem ist – und nicht der Islam

Die Sarrazin-Debatte bestätigt die Vorbehalte, die in der Bevölkerung gegenüber Muslimen und dem Islam verbreitet sind. An die Stelle „der Ausländer“, die noch in den 90er Jahren im Mittelpunkt von Ressentiments und rassistischen Anfeindungen standen, sind mittlerweile „die Muslime“ getreten. In der Arbeit mit jungen Muslimen kommt daher der Anerkennung ihrer Biographien und ihrer Religiosität eine besondere Rolle zu, schreibt Jochen Müller (ufuq.de) in diesem Beitrag.