Kategorie: Diversität und Diskriminierung

Verschwörungstheorien im Netz: Was macht sie so attraktiv?

Deutschland sei kein Staat, sondern eine GmbH, die Anschläge vom 11. September 2001 von den USA inszeniert und der „IS“ eine Erfindung des Westens. Im Netz finden sich zahllose Verschwörungstheorien. Dorothee Scholz erklärt, wie Verschwörungstheorien funktionieren und was sie so attraktiv macht.

Radikalisierungsspirale: Das Wechselspiel zwischen Islamismus und Rechtsextremismus

Islamismus und Rechtsextremismus sind zwei Seiten derselben Medaille. Beide Extremismen verwenden die Gewalttaten der Gegenseite, um ihre gesellschaftlichen Opfer- und Feindbilder zu begründen, ihre Narrative zu bestärken und ihre Aktionen zu legitimieren. Julia Ebner plädiert daher dafür, die Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen diesen Formen des Extremismus zu berücksichtigten.

„Das Überwältigungsverbot gilt auch für die politische Bildung mit Geflüchteten“

In der öffentlichen Debatte wird häufig gefordert, die neuangekommenen Geflüchteten müssten „unsere“ Werte lernen. Tatsächlich sind Geflüchtete eine neue Zielgruppe der politischen Bildung, für Reinhard Fischer von der Berliner Landeszentrale für Politische Bildung geht es in der Arbeit mit Geflüchteten allerdings nicht darum, „eine Leitkultur zu vermitteln.

Zwischen Diversität und Stigmatisierung. Antisemitismus und Bildungsarbeit in der Migrationsgesellschaft

Antisemitische Äußerungen und Weltbilder stellen Pädagog_innen vor besondere Herausforderungen – auch weil sie häufig mit Fragen und Konflikten in der Migrationsgesellschaft in Verbindung stehen. In ihrem Beitrag fasst Anne Goldenbogen den Stand der wissenschaftlichen Debatte zum Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft zusammen und plädiert für eine kritische Auseinandersetzung mit eigenen Haltungen und Erfahrungen in der pädagogischen Arbeit, aber auch für eine stärkere Berücksichtigung der Lebensrealitäten und Identitätskonstruktionen von Jugendlichen.

Von postmigrantisch zu postmuslimisch. Ausgrenzende Narrative und institutionelle Imprägnierung als Abwehr gegenüber religiöser Vielfalt am Beispiel des Islams

Auseinandersetzungen über Deutschsein im Einwanderungsland werden in Deutschland vor allem anhand der Kategorie „Muslim“ geführt. Diese in der Folge post-migrantischer Auseinandersetzungen entstandenen Konflikte lassen sich daher in Anlehnung an Naika Foroutans Konzept des „Postmigrantischen“ als postmuslimische Auseinandersetzungen bezeichnen. Auch wenn es vordergründig um religionspolitische Themen geht, steht doch immer wieder die Frage von Zugehörigkeit und Nicht-Zugehörigkeit im Fokus der Debatten. Eine kritische Auseinandersetzung von Steffen Beigang.

Reflektionen zu Ideologien der Ungleichwertigkeit von Menschen mit Rassismuserfahrungen

Gibt es einen Unterschied zwischen Ungleichheitsvorstellungen von Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte? Können jugendliche Migrant_innen überhaupt rassistisch sein? Wie damit umgehen, wenn in Fortbildungen von Teilnehmenden immer wieder darauf verwiesen wird, dass Deutsche ohne „Migrationshintergrund“ abgelehnt würden und dies eine zunehmende „Deutschenfeindlichkeit“ belege? Und welche Rolle spielen diese Fragen für die pädagogische Arbeit? Eine Analyse der ufuq.de-Mitarbeiter_innen Sindyan Qasem, Nalan Yağci und Mirjam Gläser.