Kategorie: Diversität und Diskriminierung

Anders erinnern: Für eine ost-migrantische Erinnerungspolitik

Die offizielle Erinnerungskultur zu 30 Jahren Mauerfall schließt kritische ostdeutsche und migrantische Perspektiven gleichermaßen aus. Für Migrant_innen sind die 1990er Jahre zum Symbol eines ausschließenden Nationalismus geworden, und all jene Ostdeutsche kommen nicht vor, die die Wende vor allem als den Auftakt eines heftigen Abstiegs erinnern. Elisa Gutsche und Pablo Dominguez finden es höchste Zeit, ein multidirektionales Erinnern zu erproben.

Diversität und historisches Lernen: Eine besondere Zeitgeschichte

Michele Barricelli meint: Zunehmende Diversität an deutschen Schulen schafft beste Voraussetzungen für produktive Aushandlungen über Sinn und Bedeutung von Vergangenheit im Unterricht. Gleichzeitig wächst das Verlangen nach vielfältigen Geschichten, nach Multiperspektivität und abwechslungsreichen Deutungen in einem Maße, wie dies im Unterricht bisher fremd war. Wie gelingt der Übergang von getrennten Erinnerungen zu einer gemeinsamen Erzählung?

Wie können Jugendliche für eine pluralistische Gesellschaft fit gemacht werden? Zwei Thesen zum Verhältnis von Antidiskriminierungsarbeit und Radikalisierungsprävention

Götz Nordbruch schreibt über Fragen, die sich stellen können, wenn Jugendliche in der Schule auch religiöse Interessen vertreten. Er unterstreicht, wie wichtig es für die demokratische Gesellschaft ist, verschiedene Interessen und Rechte auszuhandeln und abzuwägen, und wirbt für Antidiskriminierungsarbeit als Voraussetzung für politische Bildung und Prävention.

Die Religionsfreiheit von Kindern im schulischen Raum – Ein generelles Kopftuchverbot wäre nicht mit Grundgesetz und UN-Kinderrechtskonvention vereinbar

Generelle Kopftuchverbote an Schulen – auch solche, die an bestimmte Altersgrenzen anknüpfen – verletzen die grund- und menschenrechtlich garantierte Religionsfreiheit von Kindern. Diesen Schluss zieht das Deutsche Institut für Menschenrechte, das sich auf Artikel 29 der UN-Kinderrechtskonvention und den religionsverfassungsrechtlichen Grundsatz der fördernden Neutralität bezieht. Es nimmt eine umfassende Bewertung eines Kopftuchverbots in Bezug auf Grund- und Menschenrechte vorl.

Willkommen in der Fremdheit – wie die Schule das Fremde aufheben kann

In der Einwanderungsgesellschaft muss die Schule es auch verstehen, mit Fremden und mit Fremdheit umzugehen. Wenn das gelingt, kann sie zu einem Ort werden, an dem Bindung entsteht – zum Gewinn aller. Der Schulbegleiter und Lehrer Philip Mohamed Al-Khazan analysiert Fremdheit, beleuchtet die Rolle von Emotionen und zeigt mit Beispielen, wie die Schule Fremdheit überwinden kann.