Kategorie: Hintergrund

Ausstellung Contemporary Muslim Fashions: „Was wir da sehen, ist eine Selbstermächtigung“

Die Ausstellung „Contemporary Muslim Fashions“ im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main widmet sich dem Phänomen der zeitgenössischen muslimischen Mode. Es ist die weltweit erste umfassende Museumsausstellung, die sich mit dem Thema „Modest Fashion“ befasst. Die Ausstellung erfuhr breite Aufmerksamkeit über das Feuilleton hinaus, rief aber auch kritische Reaktionen und Protest hervor. ufuq.de hat mit Dr. Mahret Ifeoma Kupka, die die Ausstellung in Frankfurt koordiniert, über ihre Rezeption gesprochen.

Diversität und historisches Lernen: Eine besondere Zeitgeschichte

Michele Barricelli meint: Zunehmende Diversität an deutschen Schulen schafft beste Voraussetzungen für produktive Aushandlungen über Sinn und Bedeutung von Vergangenheit im Unterricht. Gleichzeitig wächst das Verlangen nach vielfältigen Geschichten, nach Multiperspektivität und abwechslungsreichen Deutungen in einem Maße, wie dies im Unterricht bisher fremd war. Wie gelingt der Übergang von getrennten Erinnerungen zu einer gemeinsamen Erzählung?

Muslimische Väter – Zwischen stereotypen Rollenbildern und progressiver Männlichkeit

Welche Bilder migrantischer oder muslimischer Männlichkeit existieren in den Medien? Was sind demgegenüber aktuelle Forschungsergebnisse zu sich wandelnen Vorstellungen von Männlichkeit und Väterlichkeit in der Gesellschaft? Gibt es Unterschiede zwischen „muslimischen“ und „nichtmuslimischen“ Vaterrollen? Ein Interview mit den Wissenschaftlern Michael Tunç und Umut Akkuş.

Bilder des Islams in medialen Lebenswelten – Zwischen antimuslimischem Rassismus und muslimischer Selbstermächtigung

Die Darstellungen des Islams in den Medien sind oft einseitig und zeichnen vielfach ein stereotypes Bild von Muslim_innen. Wie kann es in der pädagogischen Arbeit gelingen, diesem Bild etwas entgegenzusetzen und muslimische Lebensrealitäten als Normalität darzustellen? Das Selbstbild von Muslim_innen in Sozialen Medien kann ein Anknüpfungspunkt an Selbstermächtigungskonzepte sein, die Jugendliche online und offline in ihrem Selbstverständnis stärken.

Wie können Jugendliche für eine pluralistische Gesellschaft fit gemacht werden? Zwei Thesen zum Verhältnis von Antidiskriminierungsarbeit und Radikalisierungsprävention

Götz Nordbruch schreibt über Fragen, die sich stellen können, wenn Jugendliche in der Schule auch religiöse Interessen vertreten. Er unterstreicht, wie wichtig es für die demokratische Gesellschaft ist, verschiedene Interessen und Rechte auszuhandeln und abzuwägen, und wirbt für Antidiskriminierungsarbeit als Voraussetzung für politische Bildung und Prävention.

Die Religionsfreiheit von Kindern im schulischen Raum – Ein generelles Kopftuchverbot wäre nicht mit Grundgesetz und UN-Kinderrechtskonvention vereinbar

Generelle Kopftuchverbote an Schulen – auch solche, die an bestimmte Altersgrenzen anknüpfen – verletzen die grund- und menschenrechtlich garantierte Religionsfreiheit von Kindern. Diesen Schluss zieht das Deutsche Institut für Menschenrechte, das sich auf Artikel 29 der UN-Kinderrechtskonvention und den religionsverfassungsrechtlichen Grundsatz der fördernden Neutralität bezieht. Es nimmt eine umfassende Bewertung eines Kopftuchverbots in Bezug auf Grund- und Menschenrechte vorl.