Hintergrund

Hoffnung auf Normalität – Islamische Theologie an deutschen Universitäten

Islamische Theologie als Studienfach erfreut sich in Deutschland einer wachsenden Zahl an Einschreibungen. Die Motivation der Studierenden und ihre Erwartungen an das Fach seien unterschiedlich, so eines der Ergebnisse aus der Studie „Wer studiert Islamische Theologie?“. Wir haben mit den Autor*innen über die Entwicklung des Studienganges und seine Akzeptanz in der Gesellschaft, aber auch über die Beweggründe und Berufsmöglichkeiten der Studierenden gesprochen.

Gesellschaftskritik zwischen Legitimität und Demokratiefeindlichkeit

Gesellschaftskritik kann auf Problemlagen pluralistischer Gesellschaften hinweisen und notwendige Veränderungen anstoßen. Kann aber legitime von illegitimer Gesellschaftskritik unterschieden werden? Wie gehen wir als Gesellschaft mit berechtigter Kritik an politischen Entscheidungen um? Dieser Beitrag von ufuq.de-Mitarbeiterin Maral Jekta untersucht, wie populistische und extremistische Gruppen ihre Ideologie als Gesellschaftskritik tarnen und gibt Empfehlungen für den Umgang mit Gesellschaftskritik im pädagogischen Kontext.

„Wut ist einfacher zu fühlen als Angst“ – ein Interview zu Verschwörungstheorien bei Jugendlichen

Daniel Can und Matthias Kathan arbeiten für die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg zum Thema Verschwörungstheorien bei Jugendlichen. Im Interview mit ufuq.de-Mitarbeiterin Jenny Omar erklären sie, wie Verschwörungstheorien funktionieren, was sie für Jugendliche attraktiv macht und welche Handlungsmöglichkeiten es in der pädagogischen Arbeit gibt.

Hanau und „wir“ – Was hat Rassismus mit uns zu tun?

Deutschland habe – nicht erst mit dem Hanauer Anschlag im Februar 2020 – ein Rassismusproblem, hieß es nach dem Anschlag in der Presse. Warum und wie schlägt sich das in der pädagogischen Praxis nieder? Die Erziehungswissenschaftlerin und promovierte Soziologin Inga Oberzaucher-Tölke appelliert daran, sich fortlaufend der Selbstreflexion zu unterziehen, und zeigt beispielhaft Fallstricke durch sozialisierte Deutungsmuster auf.

Intersektionale Diskriminierungen von als muslimisch markierten schwulen Männern

Im Alltag und im institutionellen Kontext begegnen schwule muslimisch markierte Männer sowohl in ihrer Community als auch in der Mehrheitsgesellschaft Diskriminierung. In diesem Beitrag gibt Dr. Zülfukar Çetin, Professor für Migration und Diversity in Berlin, einen Überblick über die mehrdimensionalen Diskriminierungsebenen und wie sich Diskriminierungsformen überschneiden können.

Fremd-gemachte Männlichkeit im Migrationskontext

Nicht selten werden männliche Migranten in Medien als homogene und fremdartige Masse dargestellt, die es für die weiße Mehrheitsgesellschaft als Problem zu bewältigen gilt. Der Geschlechterforscher Dr. Paul Scheibelhofer hat untersucht, welches Geflecht aus Privilegierungs- und Abwertungsmechanismen sich hinter der Problematisierung männlicher Migranten verbirgt.

Rashad Ali über Hizb ut-Tahrir: “Islamismus als dritter Weg”

Richtungsschilder

Hizb ut-Tahrir ist eine islamistische Bewegung mit Ablegern in mehr als 40 Ländern. In Deutschland ist die Bewegung seit 2003 verboten; dennoch sind Organisationen aus ihrem Umfeld weiter aktiv. Maral Jekta hat mit dem Extremismusforscher und ehemaligen Mitglied der Hizb ut-Tahrir Rashad Ali über die Ideologie der Partei, ihre mögliche Anziehungskraft auf junge Menschen und den Umgang mit ihren Narrativen gesprochen.

„Ganz nebenbei“ – Pädagogische Arbeit und Prävention bei ufuq.de im Spiegel migrationsgesellschaftlicher Entwicklungen

Mit Beginn des Jahres hat ufuq.de seine Arbeitsfelder und Projekte neu aufgestellt. Neue Projekte sind hinzugekommen, bestehende wurden mit der neuen Fachstelle in Berlin in einen anderen Organisationsrahmen gestellt. Wie sehen pädagogische Arbeit und Prävention bei ufuq.de im Spiegel migrationsgesellschaftlicher Entwicklungen inzwischen aus? In welchem Verhältnis stehen pädagogische Angebote und „universelle“ Prävention? Dazu äußern sich Canan Korucu und Jochen Müller von der ufuq.de-Geschäftsführung im Interview.

Peer-Education als Methode der politischen Bildung mit gesellschaftspolitischer Relevanz

Peer-Education ist ein pädagogischer Ansatz, der Lernen von und mit Menschen ermöglicht, die einen ähnlichen Erfahrungshintergrund haben und gleiche Lebenswelten teilen. Darüber hinaus unterscheiden sich die verschiedenen Ansätze der Peer-Education sehr voneinander, und Erfolg und Nachhaltigkeit des Ansatzes hängen von verschiedenen Rahmenbedingungen ab. In den folgenden zwei Kapiteln aus der Broschüre „lebensweltnah und partizipativ. Mit Peer-Education gesellschaftliche Vielfalt und Demokratie fördern“ beleuchten die Autor*innen die Rolle von Partizipation und berichten vom Engagement der Peers und deren Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.