Kategorie: Hintergrund

Die Verletzlichkeit der muslimischen Frau und die symbolische Geschlechterordnung

Frauen werden zur Verletzlichkeit, zum Gefügigsein und zum Schweigen erzogen, sagt Nimet Şeker, stellvertretende Vorsitzende der Alhambra-Gesellschaft. In modernen Gesellschaften ist der Frauenkörper eine Projektionsfläche für kollektive Bedürfnisse und Identitäten. Inwiefern sich sichtbare muslimische Frauen im Spannungsfeld von gleich mehreren Kollektiven bewegen, untersucht die Islamwissenschaftlerin in diesem Vortrag. Vor einiger Zeit fragte mich eine Journalistin in einer Runde mit anderen aktiven Muslimas, warum wir muslimischen Frauen denn in der Öffentlichkeit gar nicht sichtbar seien. Meine

Adoleszenz zwischen Höllenangst und Sehnsucht nach dem Paradies – eine Annäherung an die psychischen Innenwelten salafistisch radikalisierter junger Menschen

Was wissen wir über die Beziehung zwischen Radikalisierung und psychischer Erkrankung? Diplom-Psychologin Kerstin Sischka beschreibt die Beziehungen zwischen akuten Krisen, psychischer Instabilität und Radikalisierungsprozessen im Jugendalter.   Gliederung Einleitung Radikalisierung in der Adoleszenz Narzisstische und depressive Vulnerabilität Emotionale Instabilität und Identitätsdiffusion Reaktivierung von frühen Traumata und Induktion von Traumata Radikalisiertes Risikoverhalten als Ausdruck innerer Konflikte und Traumata Paranoider Rückzug vom bisherigen Umfeld Die Spaltung zwischen rigider Lebenspraxis und der Aussicht auf das Paradies Zwischen individueller

Filmpremiere in Berlin: „Prävention. Wie die Demokratie gerettet werden soll“ mit Beteiligung von ufuq.de

Am 19. Februar 2019 wurde der Dokumentar- und Erklärfilm „Prävention. Wie die Demokratie gerettet werden soll“ uraufgeführt. Der Film und die zugehörige Projekt-Webseite entstanden im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“. Jenny Omar und Jochen Müller von ufuq.de berichten im Film über ihre Erfahrungen in Workshops mit Jugendlichen in Schulen.

Willkommen in der Fremdheit – wie die Schule das Fremde aufheben kann

In der Einwanderungsgesellschaft muss die Schule es auch verstehen, mit Fremden und mit Fremdheit umzugehen. Wenn das gelingt, kann sie zu einem Ort werden, an dem Bindung entsteht – zum Gewinn aller. Der Schulbegleiter und Lehrer Philip Mohamed Al-Khazan analysiert Fremdheit, beleuchtet die Rolle von Emotionen und zeigt mit Beispielen, wie die Schule Fremdheit überwinden kann.

Die Regeltreue der Schule – Warum Lehrkräfte die Schulregeln nicht vernachlässigen sollten

Wenn wir über Schule und Zivilgesellschaft nachdenken, dürfen wir den Staat nicht vergessen. Was aber geschieht, wenn die Schule ihren eigenen Regeln nicht folgt? Das diskutiert der Studiendirektor im Ruhestand und Experte für Demokratiepädagogik Kurt Edler.
Wenn man im Beruf mit ganz jungen Menschen zu tun hat, kann man sich einbilden, der Politiksphäre ganz fern zu sein. Aber das stimmt nicht.

Von Moses bis Özil – was Religionsunterricht zur Demokratie beitragen kann

Seit einigen Jahren spielen religiöse Fragen in öffentlichen Debatten wieder eine große Rolle. Damit stellt sich auch die Frage nach der Bedeutung von Religion in der pädagogischen Arbeit: Wie kann religiöse Bildung in der Schule dazu beitragen, Jugendliche zu kritischer Mündigkeit und reflektierter Teilhabe zu befähigen? Prof. Thomas Schlag untersucht am Beispiel des Rassismus, was Religionsunterricht hier leisten kann.

Der rechtliche Rahmen für die Präventionspraxis

Eltern überweisen Geld an ihren Sohn für die Rückkehr aus den ehemals vom „Islamischen Staat“ (IS) kontrollierten Gebieten; eine junge Frau sammelt Kleider im Keller, um sie Ansaar International zu spenden; im Informatikunterricht lädt ein Schüler die Flagge des „IS“ als Hintergrundbild auf den Monitor: Geht es in diesen Fällen um strafbare Handlungen? Der Rechtsanwalt Gábor Subai klärt auf.