Hintergrund

Verschwörungsideologien, Antisemitismus und türkischer Nationalismus

Verschwörungstheorien finden derzeit viel Aufmerksamkeit. In einem Beitrag zur aktuellen Broschüre “Down the rabbit hole. Verschwörungsideologien: Basiswissen und Handlungsstrategien” der Amadeu Antonio Stiftung erklärt Ismail Küpeli, warum Verschwörungstheorien auch im türkischen Nationalismus in Deutschland eine Rolle spielen.

Die „Anderen“ empowern? – Versuch einer Begriffsbestimmung für die politische Bildung und pädagogische Praxis

Im Kontext zunehmender Islamfeindlichkeit und Rassismus sind Gesprächs- und Erfahrungsräume für Jugendliche wichtiger denn je. ufuq.de-Mitarbeiter*innen Sakina Abushi und Pierre Asisi erklären in diesem Beitrag, weswegen diese Räume für Jugendliche wichtige Bedürfnisse darstellen. Was bedeutet eigentlich „Empowerment?“ Was kann Universalprävention leisten? Auch warnen sie vor Fallstricken und Widersprüchen in der pädagogischen Arbeit, die den gesetzten Strukturen geschuldet sind, und plädieren dafür, sich diesen Widersprüchen bewusst zu stellen.

Keine Spielerei: Die Gamifizierung extremistischer Propaganda und mögliche Chancen für Prävention und Intervention

Was wird unter Gamification verstanden? Welche Rolle spielt das relativ junge Phänomen für die Radikalisierungsprävention? Linda Schlegel stellt in diesem Beitrag die Wirkungsmechanismen vor, die Gamification für Jugendliche attraktiv machen. Schlegel macht zudem deutlich, wieso Gamification in der Radikalisierungsprävention nicht aus dem Blickfeld geraten sollte.

Materialsammlung: Kinder und Jugendliche stärken – Resilienzförderung im Schulalltag im Kontext rassismuskritischer Bildungsarbeit

Wachsende Pflanze

Die ufuq.de-Fachstelle für Pädagogik zwischen Islam, antimuslimischem Rassismus und Islamismus in Berlin richtete am 08.Oktober 2020 einen digitalen Fachtag zum Thema Resilienzförderung im Schulalltag im Kontext rassismuskritischer Bildungsarbeit aus. Wir veröffentlichen eine Materialsammlung zum Thema, die neben Präsentationen und Literaturhinweisen auch Aufzeichnungen der Vorträge und Diskussionen beinhaltet.

„Wenn dabei mehr Fragen aufkommen, als beantwortet werden, ist das ein großer Erfolg“ – Schulreise nach Israel und Palästina

Schüler*innen der Berliner Gemeinschaftsschule auf dem Campus-Rütli fanden sich im Rahmen einer Politik-AG und eines Wahlpflichtkurses zusammen, um mehr zu Antisemitismus und dem Nahostkonflikt zu erfahren. Die zwei Wissensreisen führten sie 2019 buchstäblich nach Israel und Palästina, wo sie verschiedene Perspektiven kennenlernen durften. Die bewegenden Eindrücke dazu wurden in zwei Handreichungen festgehalten. Für die Berliner Bildungszeitschrift bbz der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat Juliane Zacher zwei Lehrer interviewt, die die Reise mitorganisiert haben.

„Salafist*innen nutzen gesellschaftliche Krisen, um neue Anhänger*innen zu gewinnen“ – Die salafistische Szene in Bayern

Es gibt nur wenige Studien, die sich mit den lokalen Ausprägungen des Islamismus und Salafismus in Deutschland befassen. Der Politikwissenschaftler Mahmoud Jaraba hat nun in einer Studie die Entwicklung des Salafismus in Bayern seit den 1990er Jahren untersucht. Wo ist die Szene besonders aktiv? Wer sind die Akteur*innen? Und wie werden Jugendliche erreicht? Im Interview fasst er einige Ergebnisse zusammen.

„Befähigung zum Widerspruch“ – Empfehlungen zum Umgang mit Kindern aus religiös-extremistischen Familien

Welchen Einfluss hat die Ideologie in religiös-extremistischen Familien auf das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen?Welche Konflikte ergeben sich aus dem Weltbild der Eltern für Kinder und Jugendliche? Und was können Pädagog*innen tun, um sie dabei zu unterstützen, mit diesen Konflikten umzugehen? Mit einer Handreichung wenden sich die Fach- und Beratungsstellen des „Nordverbundes“ an pädagogische Fachkräfte. Michael Gerland, einer der Autor*innen, informiert im Gespräch mit ufuq.de über Ansätze, die sich im Umgang mit religiös-extremistischen Familien bewährt haben.

Wie können wir Religionen verstehen? Religious Literacy als Zugang zu sozialen und kulturellen Dimensionen von Religiosität

Der neue interdisziplinäre Masterstudiengang „Religionen verstehen / Religious Literacy“ an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg bietet Interessierten die Möglichkeit, sich mit verschiedenen Perspektiven auf das Themenfeld Religion auseinanderzusetzen. In diesem Beitrag stellt Gabriel Jäger den neuen Studiengang vor und meint: Verstehen ist mehr als der Rückzug auf den grundrechtlich garantierten Rahmen, der die friedliche Koexistenz der Religionsgemeinschaften gewährleisten soll. Wie also lassen sich Religionen in ihren zahlreichen Facetten wirklich verstehen? Und wie kann Begegnung stattfinden?