Aktuelles

ufuq.de-Online-Fachtag: Kinder und Jugendliche stärken – Resilienzförderung im Schulalltag im Kontext rassismuskritischer Bildungsarbeit

Die ufuq.de-Fachstelle für Pädagogik zwischen Islam, antimuslimischem Rassismus und Islamismus in Berlin richtet am 08.10.2020 einen digitalen Fachtag zum Thema Resilienzförderung im Schulalltag im Kontext rassismuskritischer Bildungsarbeit aus. Der Fachtag richtet sich an Multiplikator*innen aus der schulischen und außerschulischen Praxis sowie an Akteur*innen aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Im Fokus stehen die Lebensrealitäten rassismuserfahrener und sozialbenachteiligter Kinder und Jugendlicher.

Über die Vereinbarkeit von Queerness und Muslimisch-Sein: ufuq.de veröffentlicht neues Video-Modul „LGBT… What?!?“

ufuq.de und die Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg haben im Kooperationsprojekt „Alternativen Aufzeigen!“ ein viertes Videofilm-Modul „LGBT… What?!?“ veröffentlicht, mit dem pädagogische Fachkräfte die Themen Identität und Zugehörigkeit, Geschlecht und Sexualität behandeln können. Queer und muslimisch, wie geht das zusammen? Die Frage stellen sich viele. Die Filme unterstützen Lehrkräfte darin, mit Jugendlichen über komplexe und sensible Fragen ins Gespräch zu kommen, die zum Alltag von Jugendlichen gehören. Zum Modul gehören Übungen für muslimische wie nicht-muslimische Jugendliche ab der Klasse 5.

„Wir können es uns nicht mehr leisten, Diskriminierungsvorfälle zu bagatellisieren“ – das neue Antidiskriminierungsgesetz in Berlin

In den kommenden Wochen wird Berlin als erstes deutsches Bundesland ein eigenes Antidiskriminierungsgesetz verabschieden. Der Entwurf wird derzeit im Abgeordnetenhaus beraten, die Landesregierung sieht im Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG) ein wichtiges gesellschaftspolitisches Signal gegen Ausgrenzungen und Stigmatisierung und für eine offene, solidarische und vielfältige Gesellschaft. Sebastian Walter, Sprecher für Antidiskriminierungspolitik bei den Berliner Grünen, erklärt, warum das LADG neben dem AGG wichtig ist, welche Neuerungen das Gesetz erhält und ob es Veränderungen für Lehrkräfte und Schüler*innen bringt.

Kann Feminismus islamisch sein? Eine Filmkritik zur Dokumentation „Der Islam der Frauen“

Standfoto aus der arte-Dokumentation Der Islam der Frauen 2020; Bild [M]: Vincent Productions

Der Fernsehsender arte zeigt am 1. April 2020 den Dokumentarfilm „Der Islam der Frauen“ der Regisseurin Nadja Frenz. Der Film thematisiert die Rolle der Frau im Islam und fragt, ob westliche Vorstellungen von Geschlechtergerechtigkeit eins zu eins auf islamisch geprägte Gesellschaften übertragbar sind. Es kommen zumeist Frauen – Islamwissenschaftlerinnen, aber auch religiöse und säkulare Aktivistinnen – aus verschiedenen Ländern zu Wort, die ihre Sicht auf die Themen Religion, Geschlecht und Feminismus darlegen. ufuq.de-Mitarbeiterin Sakina Abushi hat sich die Dokumentation mit zwei Kolleginnen schon vor der Ausstrahlung angesehen.

ufuq.de-Bilanz 2019: 6.500 Jugendliche in Workshops und mehr als 2.400 Fachkräfte in Fortbildungen

Die Bilanz der ufuq.de-Aktivitäten im Jahr 2019 zeigt im Vergleich zum Vorjahr ein ähnliches Niveau. Bundesweit haben wir 444 Workshops und Seminare zu den Themen Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismusprävention durchgeführt. Unsere Workshops haben rund 6.500 Jugendliche erreicht. An den Fortbildungen für Lehrer*innen, andere pädagogische Fachkräfte und Multiplikator*innen haben insgesamt mehr als 2.400 Personen teilgenommen. Dazu kommen Vorträge und Publikationen, Fachtage und die Teilnahme an Messen. Im Jahr 2018 hatte ufuq.de rund 5.000 Jugendliche und 3.000 Fachkräfte erreicht.

„Für mich kann Heimat alles Mögliche sein“ – Stimmen von ufuq.de-Mitarbeitenden

Heimat ist ein beliebtes und vielbesprochenes Thema. In Zeiten der Globalisierung und zunehmender Mobilität steht häufig die Frage nach Identität, Wurzeln und Heimat im Vordergrund der öffentlichen Debatte. Zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober kann der Begriff auch im Unterricht eine Rolle spielen. In der öffentlichen Diskussion darüber, wer Angst um seine Heimat hat und wer eine sucht, gerät schnell außer Blick, wie einzelne Menschen sich überhaupt zu ihrer Heimat verorten. ufuq.de-Mitarbeiterin Thy Le befragte Kolleg_innen, was sie sich unter Heimat vorstellen und ob der Begriff möglicherweise eine Renovierung brauche.

Gutachten zum Neutralitätsgesetz: Rassistische Zuschreibungen sind keine Grundlage für die Debatte über das Neutralitätsgesetz

ufuq.de kritisiert das vom Berliner Senat vorgestellte Rechtsgutachten zum Berliner Neutralitätsgesetz in zentralen Teilen als unwissenschaftlich und geprägt von rassistischen Zuschreibungen über „die Muslim_innen“. Unsere langjährige Arbeit an Berliner Schulen zeigt zudem, dass solche Zuschreibungen in vielen Schulkonflikten eine wesentlich größere Rolle spielen als die im Gutachten konstruierte „islamische Religionskultur“.