Aktuelles

Umfrage zu Diskriminierungserfahrungen der Antidiskriminierungsstelle

In unserer Arbeit berichten uns Jugendliche und junge Erwachsene immer wieder von ihren Diskriminierungserfahrungen. In unseren Workshops bieten wir ihnen die Möglichkeit, die Erfahrungen zu thematisieren, und versuchen Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Diesen Raum zu schaffen ist ein wichtiger Teil unserer Präventionsarbeit.

Die Diskussion geht weiter: Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Kopftuch an Schulen

Mit dem Urteil des Bundesverfassungsgericht zum Kopftuchverbot von Lehrerinnen geht die Kopftuchdebatte in die nächste Runde: Ein pauschales Kopftuchverbot für Lehrerinnen ist mit der Verfassung nicht vereinbar. Ein Verbot sei nur gerechtfertigt, wenn eine konkrete Gefahr der Schädigung des Schulfriedens oder der staatlichen Neutralität Kopftuch erlaubt bestünde. Die Debatte ist wie gemacht für die politische Bildung.

Jugendkultur als Empowerment ad hoc

In der pädagogischen Arbeit spielt Empowerment eine wichtige Rolle. Wie sich Muslim_innen gegen Islamfeindlichkeit engagieren, zeigt unter anderem das Beispiel von Sahira Awad. Sie hat T-Shirts, Taschen und Handyetuis mit provokanten und doppeldeutigen Slogans wie “Islam.ist.in” oder “Islam.is’muss” entworfen.

Hochzeitsmahl mit Geflüchteten

Die Meldung über ein Ehepaar, das statt einer großen Feier Essen an 4.000 syrische Flüchtlinge in der Türkei verteilte, wird in den sozialen Netzwerken viel geteilt, “geliked” und besprochen.

Die Zakat – die Wohltätigkeit gegenüber Bedürftigen – ist eine der fünf Säulen des Islams. Das mag einer der Gründe dafür sein, dass das Handeln des Paares unter jungen Muslim_innen auf so viel Resonanz und Lob stoßt.

“Nador”: Ein Lied über Heimat und Zugehörigkeit

“Zwischen meinen Welten liegen 2.000 Meilen/ Fühl mich oft zerrissen, würd sie gerne verein’/ Ich würd so gerne wissen wo ich hin gehör’/ In meinen Träumen fließt der Main in das Mittelmeer.” Namika singt in ihrer Single über die marokkanische Stadt Nador, die für sie Heimat und Fremde zugleich ist. Ihre Zeilen über Zugehörigkeiten und Identitäten beschreiben die Lebenswelt vieler junger Menschen in Deutschland, die ihre Wurzeln auch in anderen Ländern haben. Mit dem Laden

Gender und Extremismus

Das Projekt WomEx von Cultures Interactive beschäftigt sich mit Frauen im Extremismus. Hier finden sich neben Fallstudien auch konkrete Ansätze und Methoden für Multiplikator_innen, die mit radikalisierten Mädchen und Frauen arbeiten.

Wie reagieren auf Hate Speech?

“Verpisst Euch von meiner Seite!” Til Schweigers Reaktion auf aggressive und menschenfeindliche Kommentare auf seiner Facebook-Seite fand große Zustimmung – und löste eine zweite, noch größere Hate-Speech-Welle aus. Ob Rassismus, Sexismus oder religiöser Extremismus: Ideologien der Ungleichwertigkeit, die offline verbreitet werden, werden durch Anonymität und Unverbindlichkeit in Sozialen Netzwerken noch verstärkt.

Manifest zur Bildung – Empowerment von Lehrer_innen und Schulen

Das „Manifesto for Education – Empowerment von Lehrer_innen und Schulen“ formuliert einige sehr gute Positionen zur Prävention von Radikalisierungsprozessen. Das Manifest ist das Ergebnis eines Workshops des Radicalisation Awareness Network im März 2015, an dem über 90 Lehrer_innen aus verschiedenen europäischen Ländern teilnahmen.

Materialien zum 20. Jahrestag des Massakers von Srebrenica

“Srebrenica ist kein rein historisches und außenpolitisches Ereignis, Srebrenica und seine Folgen sind deutsche Gegenwart und deutsche Verantwortung. Gedenken an Srebrenica ist kein rituelles Erinnern und Betrauern sondern Aufforderung zum Handeln. Ebenso betrifft es unsere Debatten um Identität und Zugehörigkeit. Nicht Aussagen von verschiedenen Politikern, nicht der EU-Beitritt der Türkei – Srebrenica und der bosnische Völkermord stellen die Frage, ob der Islam zu Europa und damit zu Deutschland gehört.” (Kaan Orhon)