Aktuelles

#CampusRassismus: Erfahrungen mit Rassismus und Diskriminierung im Bildungsbereich

Die “People-of-Color”-Hochschulgruppen Mainz und Frankfurt haben eine Online-Kampagne zur Sichtbarmachung von Rassismus gestartet, bei der Studierende eine Woche lang auf Twitter und Facebook über rassistische Erfahrungen an Universitäten berichten. Die Beispiele eignen sich gut für Gespräche im Unterricht über Alltagsrassismus und Diskriminierungen.

Pädagogische Arbeit nach den Anschlägen in Paris

„Fuck Paris“ posten manche Jugendliche in den sozialen Netzwerken. Andere verweigern Schweigeminuten an Schulen oder erklären, Muslim_innen würden so etwas nicht tun – die Attentate seien in Wahrheit vom CIA verübt worden. Insbesondere in Schulen zeigen sich viele Lehrer_innen darüber empört. Sie sind besorgt über einen etwaigen Einfluss von islamistischer Propaganda und von Verschwörungstheorien oder haben Angst, ihre Schüler_innen könnten selbst Sympathien für die Anschläge hegen. Solche Reaktionen von Pädagog_innen sind – gerade auch wegen der mitunter sehr provokativen Haltung der Jugendlichen – verständlich.

“Ich bin Paris!” und “Ich bin Muslim!” schließen sich nicht aus. Anregungen für die Arbeit mit Jugendlichen

Die polarisierten Debatten über islamistische Gewalt spiegeln sich in der pädagogischen Arbeit. Beispielhaft dafür stehen Berichte von Lehrkräften und Sozialarbeiter_innen über Diskussionen, die sich nach den Anschlägen in Paris im Januar 2015 auch Jugendlichen entwickelten. Auch die jüngsten Anschlägen in Paris lassen ähnliche Konflikte erwarten. Umso wichtiger ist es, einem Denken in „Wir“ und „Sie“ auch in der Bildungsarbeit entgegenzuwirken. Es muss klar werden, dass sich „Ich bin Paris!“ und „Ich bin Muslim!“ nicht ausschließen, sondern zusammen denkbar sind.

“Nicht in meinem Namen!”

Der Hashtag #notinmyname entstand 2014 als Reaktion auf den “IS”-Terror. Die klare Botschaft von Muslim_innen aus aller Welt: Nicht in meinem Namen! Das ist auch der Name einer deutschen Kampagne. Jetzt veröffentlichten sie ein Video, in dem Muslim_innen zu Wort kommen und die Vielfalt der muslimischen Lebenswelten aufzeigen.

“Lass uns reden!”: Materialien zum Umgang mit Spannungen zwischen Türkei- und kurdischstämmigen Jugendlichen

Die Spannungen in der Türkei sind auch in Deutschland zu spüren. Nach den Anschlägen der vergangenen Monate gegen linksgerichtete und prokurdische Gruppen kam es auch in Deutschland zu Konflikten zwischen türkisch- und kurdischstämmigen Menschen. Wir haben einige Materialien zusammengestellt, die für den Unterricht und das Gespräch mit Jugendlichen geeignet sind.

Infodienst Radikalisierung der Bundeszentrale für politische Bildung

Der Infodienst Radikalisierung der Bundeszentrale für politische Bildung wendet sich an alle Berufsgruppen, die in ihrer Arbeit mit dem Phänomen des Salafismus konfrontiert sind. Hier finden Sie umfassende Hintergrundinformationen zur Geschichte und Ideologie des Salafismus, vor allem aber auch praxisbezogene Beiträge zu Ansätzen der Prävention und Deradikalisierung. In den aktuellen Beiträgen geht es u.a. um Prävention in Schule und Jugendhilfe. Der Infodienst wird fortlaufend erweitert.

Protest, Provokation oder Propaganda? Handreichung zur Prävention salafistischer Ideologisierung in Schule und Jugendarbeit

Diese Handreichung fasst die Erfahrungen zusammen, die wir in den vergangenen Jahren in der Arbeit mit Jugendlichen und Multiplikator_innen gesammelt haben. Sie bietet Hintergrundinformationen und konkrete Hilfestellungen für den Umgang mit salafistisch motivierten Konflikten, verweist aber zugleich auf Möglichkeiten, religiös begründeten Spannungen auch längerfristig vorzubeugen. Hierzu gehören insbesondere auch die Anerkennung muslimischer Biographien und Erfahrungen und die Auseinandersetzung mit eigenen Erwartungen und Haltungen.

Protest, Provokation oder Propaganda? Berliner Bildungssenat und ufuq.de stellen Online-Angebot für Pädagog_innen zur Prävention von Salafismus in Schule und Jugendarbeit bereit

Ufuq.de hat im Auftrag des Berliner Bildungssenats ein Online-Angebot für Lehrer_innen und Pädagog_innen entwickelt: Praktische Tipps und Hintergrundinformationen rund um die Themen Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismus. Was bedeutet es, wenn Schüler_innen plötzlich nur noch von der Scharia sprechen? Warum tragen manche Mädchen Kopftuch und andere nicht? Was hat das mit islamfeindlichen Sprüchen mancher Politiker zu tun?

Flüchtlinge, Muslim_innen in Deutschland – und die Gefahr von IS-Rückkehrern?

Die Situation der Flüchtlinge in Deutschland ist auch für viele junge Muslime ein wichtiges Thema. Wir haben zu verschiedenen Aspekten Hintergrundinformationen und Materialien zusammengestellt. Das betrifft vor allem das große Engagement von Muslimen – als Einzelpersonen oder in Vereinen – bei der Unterstützung von Flüchtlingen. Die meisten Muslime sehen sich dabei als Teil der zivilgesellschaftlichen Netzwerke, die in den vergangenen Wochen entstanden sind und Flüchtlinge unabhängig von ihrer Herkunft und Religionszugehörigkeit unterstützen.