bildmachen – Politische Bildung und Medienpädagogik zur Prävention religiös-extremistischer Ansprachen in Sozialen Medien

ufuq_bildmachen_Logo_RGBDas Projekt bildmachen fördert mit Workshops die kritische Medienkompetenz von Jugendlichen im Umgang mit religiös-extremistischen Ansprachen. Dabei werden alternative Zugänge und Perspektiven zu lebensweltbezogenen Fragen aufgezeigt. Die interdisziplinäre Ausrichtung verbindet Ansätze der politischen Bildung, der Präventionsarbeit, der Medienpädagogik sowie des Jugendschutzes und überträgt diese in eine nachhaltige präventive und handlungsorientierte Jugendarbeit. In Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte werden medienpädagogische Anregungen gegeben, die Jugendliche gegen extremistische Ansprachen stärken sollen.

Was machen wir konkret?

1. Wir bieten Workshops für Jugendliche und junge Erwachsene sowie Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte zum Themenfeld Islam, antimuslimischer Rassismus und Islamismus in sozialen Medien an.

2. Wir betreuen unsere projekteigene Online-Plattform, auf der Jugendliche eigene Perspektiven und Standpunkte zu gesellschaftlichen, politischen und religiösen Fragen in Form von Medienprodukten vorstellen können. Auf der Online-Plattform werden außerdem Schulungs- und Fortbildungsmaterialien zur Verfügung stehen. Außerhalb der Workshops und Fortbildungen findet der Austausch mit den Interessierten auf den bildmachen-Social Media Kanälen auf Facebook, Instagram und Twitter statt.

3. Das Projekt wird mit dem Ziel des Wissenschaft-Praxis-Transfers wissenschaftlich begleitet. Diese Begleitung erfolgt unter der Leitung des JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis im Rahmen einer kontinuierlichen Evaluation der Workshops und Fortbildungen sowie durch eine begleitende Studie zur Aneignung religiös-extremistischer Inhalte durch Jugendliche und junge Erwachsene.

Qualifizierungsangebote

  • Workshops für Jugendliche und junge Erwachsene

Vor dem Hintergrund der Sichtbarkeit insbesondere salafistischer Angebote im Netz werden jugendliche Mediennutzer_innen in handlungsorientierten Workshops für Ansprachen religiös-extremistischer Gruppen und Ideologien sensibilisiert. Die Workshops zeigen Handlungsmöglichkeiten auf, um eigene Perspektiven und Erfahrungen mit selbstgestalteten Online-Inhalten in die Diskussion einzubringen. Ein thematischer Schwerpunkt liegt dabei auf der Auseinandersetzung mit hate-speech und Rassismus in sozialen Medien, um Instrumentalisierungen entsprechender Erfahrungen durch extremistische Akteur_innen entgegenzuwirken. Die Workshops werden von Trainer_innen durchgeführt, die im Rahmen des Projektes in den Themenfeldern Islam, antimuslimischer Rassismus, Islamismus sowie Methoden der medienpädagogischen Arbeit mit sozialen Medien geschult wurden.

Hier finden Sie unseren Flyer für Schüler_innen (pdf).

Hier finden Sie einen exemplarischen Workshopbericht.

  • Fortbildungen für Multiplikator_innen

Das Projekt wendet sich darüber hinaus an pädagogische Fachkräfte in schulischen und außerschulischen Einrichtungen. Die Fortbildungen vermitteln Hintergrundinformationen über Inhalte und Strategien religiös-extremistischer Akteur_innen in Sozialen Medien und geben Anregungen für die Entwicklung und Begleitung von Ansätzen der Präventionsarbeit. Ziel ist eine nachhaltige Verankerung medienpädagogischer Kompetenzen in der schulischen und außerschulischen Arbeit in der Auseinandersetzung mit religiös-extremistischen Inhalten.

Hier finden Sie unseren Flyer für Multiplikator_innen (pdf).

Online-Plattform

Die in den Workshops erstellen Online-Inhalte zu aktuellen Themen, gesellschaftlicher Diversität und Teilhabemöglichkeiten werden auf unserer Online-Plattform und in den bildmachen-Social Media Kanälen auf Facebook, Instagram und Twitter dokumentiert. Die Beiträge stehen für alternative Zugänge und Perspektiven zu aktuellen Fragen, die in religiös-begründeten extremistischen Ansprachen an Jugendliche und junge Erwachsene instrumentalisiert werden. Auf der Plattform werden darüber hinaus wichtige Schulungs- und Fortbildungsmaterialien für eine interessierte Fachöffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Wissenschaftliche Begleitung

Wissenschaftlich fundierte Impulse für die Projektarbeit liefert eine Studie zur Aneignung von politischen und gesellschaftlich relevanten Informationen durch Jugendliche und junge Erwachsene in sozialen Medien. Dabei interessiert insbesondere, woran Jugendliche politische und insbesondere extremistische Beiträge erkennen und welche Strategien sie im Umgang damit wählen. So sollen Verweisstrukturen auf extremistische Inhalte und ggf. Memes, die diese aufgreifen, aufgedeckt und Handlungsempfehlungen konkretisiert werden.

An wen richtet sich das Projekt?

Das Projekt richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 21 Jahren in schulischen und außerschulischen Einrichtungen. Darüber hinaus werden pädagogische Fachkräfte angesprochen, die mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu den oben genannten Themenfeldern arbeiten. Durch die Schulung von Trainer_innen, Multiplikator_innen und Schüler_innen erzielt das Projekt eine längerfristige Wirkung über den Projektkontext hinaus.

Wie nachhaltig ist das Projekt? Was passiert nach Ende der Förderung?

Das Projekt ist länderübergreifend angelegt und zielt zugleich auf eine lokale Anbindung an schulische und außerschulische Einrichtungen und Netzwerke. Mit der Online-Plattform wird zudem ein Transfer der Erfahrungen und Projektergebnisse in die Regelangebote angestrebt. Die wissenschaftliche Begleitung des Projektes liefert empirisch fundierte Impulse, die von anderen Trägern und Fachkräften aufgegriffen werden können und zur Entwicklung eigener Ansätze anregen sollen.

Wer setzt das Projekt um, und von wem wird es finanziert?

bildmachen ist ein Projekt von ufuq.de in Zusammenarbeit mit dem JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis, der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW e. V. (AJS, Köln) sowie dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung in Hamburg (2017 bis 2018).

Ab 2019 werden bildmachen-Workshops und Fortbildungen in Zusammenarbeit mit ufuq.de auch durch das Niedersächsische Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ, Niedersachsen) angeboten.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Programms „Demokratie Leben!“ gefördert und durch die Bundesländer mitfinanziert (August 2017 bis Dezember 2019).

Gibt es weitere Fragen?

Das Berliner Team von bildmachen beantwortet sie gerne:

Tel.: 030 – 62 90 45 87

Kontakte in den Bundesländern – auch bei Fragen zu den Workshops und Fortbildungen:

Berlin:
ufuq.de
Arian Bracher: arian.bracher@ufuq.de, Tel.: 030 – 62 90 45 87

Bayern: JFF- Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis
Nicole Rauch und Fabian Wörz: bildmachen@jff.de, Tel: 089 – 68 98 91 42

Nordrhein-Westfalen: Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW e. V.
Silke Knabenschuh: silke.knabenschuh@mail.ajs.nrw.de, Tel: 0221 – 92 13 92 13

Niedersachsen: Niedersächsisches Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung
Inga Niehaus: inga.niehaus@nlq.niedersachsen.de

Hier finden Sie den Projektflyer (pdf).

Hier finden Sie die Handreichung (pdf), die über erste Erfahrungen aus dem Projekt informiert.

Kooperationspartner

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Das Projekt wird gefördert durch:

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