Beratungen und Fortbildungen


Wir bieten Beratungen und Fortbildungen für Multiplikator_innen in Schulen, Bildungseinrichtungen, Verwaltungen, Verbänden und politischen Gremien. Im Mittelpunkt steht die Stärkung von Handlungskompetenzen im Umgang mit Ausdrucksformen muslimischer Religiositäten und den Lebenswelten junger Muslim_innen on- und offline. Hierzu gehört die Auseinandersetzung mit antimuslimischem Rassismus genauso wie die Sensibilisierung für Ansprachen islamistischer Akteur_innen. Ziel ist es, die Anerkennung und Repräsentation von muslimischen Biographien und Lebenswelten im pädagogischen Alltag zu fördern und Handlungsmöglichkeiten zur Prävention von religiös begründeten Radikalisierungen aufzuzeigen. Das Empowerment von Muslim_innen ist ein wesentlicher Aspekt unserer präventiven Arbeit.



Team03Fachstelle zur Prävention religiös begründeter Radikalisierung Bayern

Die landesweite Fachstelle zur Prävention religiös begründeter Radikalisierung in Bayern hat ihren Sitz in Augsburg. Das fünfköpfige Team informiert und berät Einrichtungen der Bildungs- und Jugendarbeit, aber auch kommunale Verwaltungen und zivilgesellschaftliche Akteur_innen in der Prävention von religiös begründeten Radikalisierungen und dem Umgang mit demokratie- und freiheitsfeindlichen Einstellungen. Die Unterstützung der Fachkräfte erfolgt durch Fortbildungen, Vorträge und Beratungen zu den Themenfeldern Islam, Islamfeindlichkeit, Salafismus und gewaltbereitem Islamismus. Die Fachstelle stellt Materialen in Form von Handreichungen und Filme für die pädagogische Arbeit zur Verfügung. Darüber hinaus beraten die Mitarbeiter_innen im Umgang mit Islam-bezogenen Themen und vermitteln Kooperationspartner vor Ort. Die Fachstelle fördert den Fachaustausch und stärkt die Vernetzung lokaler und überregionaler Akteur_innen.


Poster Protest, Provokation und PropagandaProtest, Provokation oder Propaganda – Fortbildungen, Begleitungen und Beratungen für pädagogische Fachkräfte in der Islamismusprävention in Berlin

In dem Projekt werden Multiplikator_innen zu den Themen Islam, Islamismus und Islamfeindlichkeit fortgebildet und langfristig beraten. Das Projekt wendet sich an Fachkräfte aus der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit, der Jugendhilfe, Vereinsarbeit und Verwaltung. Im Mittelpunkt stehen die Themen, die derzeit in der Öffentlichkeit heftig diskutiert werden: Islam in Deutschland, die Ausgestaltung einer postmigrantischen Gesellschaft, der Umgang mit Geflüchteten oder die Sorge vor Radikalisierungen und terroristischen Anschlägen.


Das Projekt bildmachen wird von ufuq.de geleitetIslamistische Ansprachen in den Sozialen Medien – Fortbildungen im Projekt bildmachen

Jugendliche begegnen im Netz immer wieder extremistischen Inhalten. Nur selten handelt es sich dabei um Propaganda, die von terroristischen Organisationen verbreitet wird. Viel häufiger sind es Botschaften, in denen islamistische Narrative aufgegriffen und – bewusst oder unbewusst – von Nutzer_innen verbreitet werden. In diesen Botschaften wird in der Regel nicht zu Gewalt aufgerufen oder diese verherrlicht, vielmehr handelt es sich um abwertende, demokratiefeindliche oder antipluralistische Positionen. Die eigentlichen Themen reichen dabei von religiösen Fragen über Geschlechterrollen, internationale Konflikte, soziale Ungerechtigkeiten bis hin zu Erfahrungen mit Rassismus. Problematisch an diesen Beiträgen sind dabei selten die Themen selbst, sondern die einfachen Antworten, mit denen Feindbilder und Opfernarrative verstärkt werden. Die Online-Ansprachen salafistischer Aktivist_innen wie Pierre Vogel oder Ahmad Abul Baraa und die Angebote islamistischer Initiativen wie die der „Generation Islam“ erreichen ein Publikum, das weit über den eigentlichen Kreis der Anhänger_innen hinaus geht.

Unsere Fortbildungen informieren darüber, wie Jugendliche mit islamistischen Inhalten in Kontakt kommen, und vermitteln den Teilnehmer_innen medienpädagogische Anregungen, um Jugendliche in der eigenen Arbeit für islamistische Ansprachen zu sensibilisieren und sie gegen diese Angebote zu stärken. Im Mittelpunkt steht das Ziel, auch schwierigen Themen im Unterricht und in der offenen Jugendarbeit einen Raum zu geben – statt diese Themen islamistischen Akteur_innen zu überlassen.

Das Projekt wird in Berlin, Niedersachsen, Bayern und Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis (München), der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (AJS) Landesstelle NRW e.V. (Köln) sowie dem Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung durchgeführt.