Lernziel Friedenskultur: Friedensbildung und Konfliktbearbeitung in der Schule
3. Januar 2024 | Demokratie und Partizipation

Schulhof mit Kreide bemalt

Friedensbildung beschränkt sich nicht auf die Beschäftigung mit internationalen Konflikten, sondern verbindet diese mit dem Lernziel einer Friedenskultur vor Ort. Dabei meint „Frieden“ nicht das Fehlen von Konflikten, sondern Werte und Verfahren, um widersprüchliche Interessen gewaltfrei und im Sinne aller abzuwägen und Konflikte zu bearbeiten.

Friedenskultur 2023: Dazu fallen Schüler*innen bei den Peace Days der Berghof Foundation vielfältige Aspekte ein. Die Methode „Entwicklung eines Friedens ABC“ regt zum gemeinsamen Nachspüren an und wird von unterschiedlichen Klassenstufen gerne und mit großer innerer Anteilnahme angenommen. Die von den Schüler*innen eingebrachten Begriffe reichen von Achtsamkeit bis Zivilcourage, von Hoffnung bis Weitsicht, von Kooperation bis Verständnis oder auch von Innerlichkeit bis Protest. Die Begriffe decken nahezu alle Bereiche einer friedensorientierten Schule ab – und erfordern eine nachhaltige und systematische Umsetzung.

Aufgabenfelder der Friedensbildung

„Ohne die Vermittlung einer umfassenden Friedenskultur verfehlen Erziehung und Bildung ihre Aufgabe, die jungen Menschen für die Welt von morgen vorzubereiten“, so Prof. Christoph Wulf (Wulf 2020: 213), der seit seinem Standardwerk „Kritische Friedenserziehung“ in den frühen 1970er Jahren immer wieder wichtige Impulse für die Friedenspädagogik geliefert hat. Die Friedensbildung hat sich dieser Vermittlungstätigkeit verschrieben und kann auf langjährige Erfahrungen in Theorie und Praxis zurückgreifen. Sie stützt sich auf Erkenntnisse und Ergebnisse relevanter wissenschaftlicher Disziplinen, sei es auf die Erziehungswissenschaften, die Friedens- und Konfliktforschung, die Neurowissenschaften, die Soziologie, die Genderforschung oder die Medienwissenschaften, wenn es zum Beispiel angesichts zunehmender Gewaltformen in den sozialen Medien um die Digitalisierung der (Friedens-)Bildung geht (vgl. Bieß u. a. 2022).

Dabei ist die Schule ein wichtiger friedenspädagogischer Lernort. Dies spiegelt sich in Länderverfassungen wider und zunehmend auch in Bildungsplänen – allerdings mit großem Ausbaupotenzial (vgl. Meisch/Jäger/Nielebock 2018). Man spricht in diesem Kontext häufig von Friedensbildung. Im Kern handelt es sich bei vielen Angeboten der Friedensbildung für Schulen um eine Kombination von vier Aufgabenfeldern:

1. Friedenskompetenz

Zunächst geht es – ganz im traditionellen Schulverständnis – um die Vermittlung von Sachwissen über Krieg und Frieden, Konflikt und Gewalt. Dies kann als Friedenskompetenz bezeichnet werden und gewinnt vor dem Hintergrund immer komplexer werdender (internationaler) Entwicklungen weiter an Relevanz. Warum konnte der Krieg gegen die Ukraine nicht verhindert werden? Was kann getan werden, um einen neuen Weltkrieg zu vermeiden? Wie kann der Krieg in der Ukraine beendet werden? Mit diesen und ähnlichen Fragen wenden sich junge Menschen häufig an das Online-Portal www.frieden-fragen.de.

Für die kritische Auseinandersetzung mit solchen Fragen hält die Friedensbildung unterschiedliche Methoden bereit. Es geht um Hilfen bei der gezielten Informationsbeschaffung in Zeiten der Desinformation, um die kreative und eigenständige Erarbeitung von Konfliktanalysen und um das Abwägen unterschiedlicher Perspektiven.[1] Dabei muss es der Friedensbildung zukünftig noch besser gelingen, zeitnahe aktuelle, nachvollziehbare und nachprüfbare Hintergrundinformationen zu Krisen und Kriegen anzubieten. Nur so kann vereinfachten Darstellungen, Fehlwahrnehmungen und Überforderungen bei der eigenen Meinungsbildung entgegengewirkt werden.

2. Friedens- und Konfliktfähigkeiten

Zum Zweiten gehört zur Friedensbildung die Aneignung von Fähigkeiten zum konstruktiven Umgang mit Konflikten und der Vermeidung einer Eskalation von Gewalt. Konflikte gehören zum Alltag, gerade auch in der Schule. Angebote zur Erlangung von Friedens- und Konfliktfähigkeiten gibt es und sollten gerade auch angesichts wachsender gesellschaftlicher Polarisierung weiter ausgebaut werden. Etablierte Qualifizierungsmaßnahmen wie die Ausbildung von Streitschlichter*innen bilden das Rückgrat, müssen aber stets aufs Neue angepasst und zeitgemäß weiterentwickelt werden. Auch der Umgang mit Hass und Hetze im Internet zählt zu den Fähigkeiten, die in diesem Zusammenhang wichtig sind. Doch auch in der ganz direkten, persönlichen Begegnung zwischen Schüler*innen aus unterschiedlichen Herkunftsländern (z. B. Russland und Ukraine) drohen aktuell Konfliktpotentiale zu eskalieren, wenn unterschiedliche Erfahrungen, Interessen, Bedürfnisse, aber auch scheinbar festgefahrene Meinungen aufeinandertreffen. Hier benötigen Schulleitungen und Lehrkräfte zusätzliche Ressourcen und Kompetenzen, um (geschützte) Räume als verlässlichen Rahmen für eine Konflikttransformation anbieten zu können.

3. Friedenshandeln

Einen dritten Schwerpunkt bildet die Förderung der Selbstwirksamkeit und des Engagements für ein friedliches Zusammenleben: Zur Friedensbildung und Konflikttransformation an Schulen gehört immer auch die partizipative und politische Dimension des Friedenshandelns. Schüler*innen sind häufig bereit, sich für die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen (und damit ihrer eigenen Zukunft) oder für die Opfer von Krieg und Gewalt einzusetzen. Die Schule kann Räume bieten, in denen Engagement – im Zusammenspiel mit den Erfahrungen, Erkenntnissen und Ansätzen der Demokratiepädagogik – begleitet, kritisch reflektiert und gefördert wird. Im Sinne der Friedensbildung gehört die Beschäftigung mit Ansätzen, Chancen und Grenzen der Partizipation in und außerhalb der Schule dazu, aber auch mit unterschiedlichen Ausdrucksformen politischen Engagements und gewaltfreier Aktivitäten.

4. Friedensstrukturen

Schließlich zielt Friedensbildung darauf ab, die Bedingungen für das Lehren, Lernen und Erfahren von Frieden im Lernort Schule zu verbessern, also darum, Friedensstrukturen nachhaltig in der Schule zu etablieren. Ein gelebter Schulethos, der am Leitwert Frieden orientiert ist und in einem partizipativen Prozess mit allen Mitgliedern der Schulgemeinschaft erarbeitet wird, ist Grundlage dieser Strukturen. So gibt es zum Beispiel interessante und ermutigende Erfahrungen mit einer systematischen Feedbackkultur auf der Basis von gemeinsamen Regelvereinbarungen.[2]

Friedensbildung als Beitrag zu gelingenden Beziehungen

In der Friedensbildung (und der Friedenspädagogik allgemein) versteht man Frieden als einen sozialen Begriff, der die Beziehungen zwischen Menschen in den Blick nimmt. So geht es individuell um den inneren Frieden (und damit auch um Resilienz), zwischenmenschlich um gelingende Kommunikation als Grundlage von Verständnis, Vertrauen oder Empathie, gesellschaftlich um das friedliche Zusammenleben aller Mitglieder und international um friedliche Beziehungen zwischen Regierungen, Staaten und den verschiedenen Gesellschaften. Die Gestaltung der Beziehungen zur Natur kommt als weitere Ebene hinzu und ist eng mit der Friedensfrage verbunden.

Eine grundsätzliche und weit verbreitete Orientierung bietet der Friedensbegriff des norwegischen Friedensforschers Johan Galtung. Bereits in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts hat er Frieden als Prozess abnehmender Gewalt und wachsender Gerechtigkeit definiert (Galtung 1975). Dieser positive Friedensbegriff versteht Frieden nicht nur als Abwesenheit von direkter, physischer Gewalt (negativer Frieden), sondern setzt auf die langfristige Überwindung von personalen, strukturellen und kulturellen Gewaltkonstellationen. Die Orientierung an einem positiven, prozessualen Friedensbegriff eröffnet die Chance, Frieden als zentralen gesellschaftlichen Wert und als Handlungsmodell zur Ausgestaltung friedensfähiger Gesellschaften im Nahbereich zu verstehen. Dazu gehört auch der Lernort Schule.

Eine umfassende und doch klar konturierte Definition des Begriffes Friedenspädagogik hat der an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen in Aachen lehrende Norbert Frieters-Reermann vorgelegt: „Das zentrale Ziel der Friedenspädagogik ist die Befähigung zur konstruktiven und gewaltfreien Konfliktaustragung. Friedenspädagogische Maßnahmen sollen Individuen sowie soziale Gruppen und Systeme in die Lage versetzen, Konfliktdynamiken zu erkennen, Konfliktpotenziale mit friedlichen Mitteln zu bearbeiten und Konflikteskalationen zu vermeiden. Dabei ist die Orientierung an einem prozessorientierten, positiven Friedensbegriff und einer Kultur des Friedens als Leitbild friedenspädagogischen Denkens und Handelns oftmals handlungsleitend“ (Frieters-Reermann 2017, S. 94).

Dabei bleibt die Friedensbildung nicht ohne Spannungsfelder. Es gilt Ungewissheiten auszuhalten und gleichzeitig Sicherheit zu vermitteln; Dilemmata offenzulegen und Orientierung zu geben; Lernprozesse offen zu gestalten und doch am Leitwert Frieden als zentralem Bezugspunkt festzuhalten.

Infrastruktur für Friedensbildung

Seit vielen Jahren tragen Nichtregierungsorganisationen und Friedensorganisationen, kirchliche Netzwerke oder gewerkschaftliche Initiativen zur Etablierung der Friedensbildung in Schule und außerschulischer Bildungsarbeit bei. In Baden-Württemberg ist diese mit der 2015 eingerichteten Servicestelle Friedensbildung auch strukturell verankert. Seitdem berät die bundesweit einmalige Einrichtung interessierte Lehrkräfte, erarbeitet Lernmedien und führt Fortbildungsveranstaltungen oder Schulprojekte durch. Ein Internetportal bietet Informationen und dient als Kommunikationsplattform.[3] Grundlage für die Einrichtung der Servicestelle war eine gemeinsame Erklärung zur Stärkung der Friedensbildung, welche vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport sowie von siebzehn Friedensorganisationen und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) unterzeichnet wurde. Ziel dieser Erklärung ist es, „die Bedeutung der Friedensbildung in den Schulen zu betonen und sie in den Bildungsplänen als fächerübergreifendes Anliegen stärker zu verankern. Um dieses Ziel zu erreichen, soll die Infrastruktur für Friedensbildung in Baden-Württemberg weiterentwickelt werden.“ Getragen wird die Servicestelle von der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, der Berghof Foundation (mit ihrem Dienstsitz in Tübingen) sowie dem Kultusministerium.

In Niedersachsen wurde die Infrastruktur der Friedensbildung in Deutschland im Jahr 2021 durch die Gründung der Koordinierungsstelle Friedensbildung, die am Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) angesiedelt ist, um eine weitere Facette bereichert. Die Stärkung der Friedensbildung erfolgt dort im Rahmen des bildungspolitischen Schwerpunktes „Demokratisch gestalten – Eine Initiative für Schulen in Niedersachsen“ und ist damit Teil der Bemühungen, demokratiefördernde und partizipative Ansätze an Schulen zu fördern.[4]

Ausblick

Die hier kurz beschriebenen Ansätze und strukturellen Maßnahmen sind nur wenige Beispiele dafür, wie Facetten einer Friedensbildung an Schulen aussehen könnten – und oft bereits auch praktiziert werden. Viele dieser und anderer Maßnahmen und Aktivitäten werden im Schulalltag dabei nicht immer als Friedensbildung wahrgenommen. Es fehlen häufig ein Bewusstsein für die große Klammer des Werte- und Handlungsmodells „Frieden“ und eine Kontinuität der Bearbeitung entsprechender Inhalte und Fragen. Hier setzt Friedensbildung systematisch an. Denn wenn Schülerinnen und Schüler in der Schule lernen, sich als handelnde und als selbstbewusste Subjekte wahrzunehmen und Interesse daran finden, ein gemeinsames Zusammenleben in Frieden mitzugestalten, sind persönliche Entwicklungs- und gesellschaftliche Transformationsprozesse möglich.

Dabei ist zu bedenken, dass Friedensbildung bisher nicht systematisch in der Lehrkräfteaus- und -fortbildung verankert ist. So gibt es in Deutschland weder einen Lehrstuhl für Friedensbildung noch eine systematische Förderung friedenspädagogischer Programm- und Projektlinien. Vor diesem Hintergrund sind Initiativen für den weiteren Ausbau der Infrastruktur für Friedensbildung wertvoll und mehr als willkommen. Kein Frieden ohne Friedensbildung – und keine Friedensbildung ohne ausreichende Ressourcen.

Weiterführende Informationen und Materialien

Koordinierungsstelle Friedensbildung (Niedersächsisches Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung – NLQ)

Die Koordinierungsstelle Friedensbildung fördert die politische Bildung mit dem Ziel gewaltfreier Konfliktbearbeitung in schulischen Kontexten (sowohl im Unterricht als auch in Schulentwicklungsprozessen). Sie koordiniert die Zusammenarbeit von Schulen und außerschulischen Akteur*innen in Niedersachsen und bietet Fachveranstaltungen und Fortbildungen, um Friedensbildung an Schulen zu verankern. Zudem vermittelt die Koordinierungsstelle Expert*innen in ziviler Konfliktbearbeitung, die Veranstaltungen in Schulen zu friedens- und sicherheitspolitischen Fragen durchführen (Doppelstunde, Projekttag, Vortrag, Unterrichtsgespräch, Workshop, Podiumsdiskussion etc.). Mögliche Themen dieser Veranstaltungen sind „Sicherheitspolitik im 21. Jahrhundert“, „Menschenrechtsbeobachtung Kosovo“ oder „Der Zivile Friedensdienst“.

Webseite: www.bildungsportal-niedersachsen.de/demokratiebildung/friedensbildung

frieden-fragen.de (Berghof Foundation)

Das Webportal „frieden-fragen.de“ ist ein Internet-Angebot für Kinder, Eltern und Pädagog*innen, das zu Fragen von Krieg und Frieden, Streit und Gewalt informiert.

Dabei soll Kindern ein sensibler Zugang zu schwierigen Themenbereichen ermöglicht werden, ohne dass sie mit der Schwere der Inhalte überfordert oder allein gelassen werden. frieden-fragen.de gibt nicht nur kindgerechte Antworten, sondern ermöglicht auch, Zusammenhänge zu erkennen.

Damit bietet frieden-fragen.de auch für den schulischen Kontext viele Anknüpfungsmöglichkeiten, etwa zum Umgang mit Konflikten, die Arbeit von Streitschlichter*innen oder den Bereich Gewaltprävention, oder im internationalen Bereich über Grundfragen des Zusammenlebens von Menschen und Staaten, die mit den Begriffen Krieg und Frieden verbunden sind.

Webseite: www.frieden-fragen.de

Virtuelle Ausstellung „Peace Counts – Frieden machen“ (Servicestelle Friedensbildung Baden-Württemberg)

Berichte und Reportagen über Krieg und Gewalt dominieren unsere Medien, dagegen sind Berichte über friedliche Konfliktlösungen selten. „Frieden ist unauffälliger. Über ihn gibt es weniger zu berichten. Oder?“ – dieser Frage geht die virtuelle Ausstellung an konkreten Beispielen aus aller Welt nach. Sie stellt „Friedensmacher*innen“ vor, die sich abseits der internationalen Öffentlichkeit erfolgreich für gewaltfreie Konfliktbearbeitungen einsetzen und zur Versöhnung und zum Wiederaufbau beitragen. „Frieden ist spannend“, das sollen diese Friedensreportagen deutlich machen. Die Ausstellung kann allein oder geführt besucht werden.

Webseite: www.friedensbildung-bw.de/peace-counts-virtuelle-ausstellung

Lernposter – Konflikte analysieren mit Friedensfokus (Servicestelle Friedensbildung Baden-Württemberg)

Wie lassen sich bewaffnete Konflikte verstehen und Lösungspotentiale ermitteln? Das Lernposter für den Unterricht wurde von der Servicestelle Friedensbildung entwickelt, um tiefere Einblicke in Konflikte und Kriege zu ermöglichen. Dabei geht es um wesentliche Ereignisse im Konfliktverlauf, um die unterschiedlichen Konfliktparteien, aber auch um unterschiedliche Erklärungsansätze, mit denen sich der Konflikt erklären lässt. Verbunden wird die Darstellung mit einer Auseinandersetzung mit bestehenden oder denkbaren Friedensbemühungen, die auf eine gewaltfreie Beilegung des Konfliktes abzielen.

Ergänzend zu dem Poster finden sich auf der Webseite Hintergrundinformationen zu zahlreichen Konflikten, die sich anhand des Lernposters untersuchen lassen.

Webseite: www.friedensbildung-bw.de/lernposter-konflikte-analysieren

„Gewalt verhindern? Das geht!“ Gewaltprävention und Friedensförderung als Thema in Schule und Bildungsarbeit

„Konflikte gehören zum Leben dazu. Problematisch wird es nur, wenn sie mit Gewalt ausgetragen werden.“ Das ist der Leitgedanke, der den Lernmaterialien für die Sekundarstufen 1 und 2 sowie für Berufsschulen zugrunde liegt. Die Materialen ermöglichen die Auseinandersetzung mit Begriffen wie Krieg und Frieden, aber auch mit Methoden der zivilen Konfliktbearbeitung beispielsweise im Zivilen Friedensdienst. Dabei bieten sie auch detaillierten Einblick in Projekte des Zivilen Dienstes u. a. im Libanon, Mazedonien, Kolumbien oder Guinea. Die Lernmaterialien wurden vom Konsortium Ziviler Friedensdienst herausgegeben.

Webseite: www.ziviler-friedensdienst.org/sites/default/files/media/file/2020/zfd-zfd-im-unterricht-gewalt-verhindern-das-geht-70906pdf-8840.pdf

Modellschulen Friedensbildung Baden-Württemberg

Die Modellschulen zeichnen sich dadurch aus, dass Friedensbildung und die Auseinandersetzung mit den Themen Konflikt, Gewalt und Frieden dauerhaft im Schulalltag verankert sind. Seit dem Schuljahr 2019/2020 können sich Schulen in Baden-Württemberg für die Zertifizierung als Modellschule bewerben und werden dabei von der Servicestelle begleitet und unterstützt. Wichtig ist, dass es dabei nicht nur um eine inhaltliche Beschäftigung mit Krieg und Frieden im Unterricht geht, sondern um die Etablierung einer Friedenskultur, die die Schule als Einrichtung leitet.

Webseite: www.friedensbildung-bw.de/fileadmin/friedensbildung-bw/redaktion/Modellschulen/Leitfaden_Modellschulen-BF.pdf

Literatur

Bieß, Cora/Bitzan, A./Jäger, Uli/Kruck, Anne (2022): Friedensbildung an Schulen. Entwicklungen, Potenziale, Impulse, Empfehlungen. Berlin.

Dixson-Decleve, Sandrine u.a. (2022): Earth for All. Ein Survivalguide für unseren Planeten. München.

Frieters-Reermann, Norbert (2017): Friedenspädagogik. In: Lang-Wojtasik, G./Klemm, U. (Hrsg.): Handlexikon Globales Lernen. Ulm, S. 94-98.

Meisch, Simon / Uli Jäger / Thomas Nielebock (Hrsg.) (2018): Erziehung zur Friedensliebe. Baden-Baden.

Wulf, Christoph (2020): Bildung als Wissen vom Menschen im Anthropozän. Weinheim/Basel.

Fußnoten

[1] https://www.friedensbildung-bw.de/aktuelle-konflikte

[2] https://kickfair.org/homepage/veraendern/unsere-umsetzung/

[3] https://www.friedensbildung-bw.de

[4] https://www.mk.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/presseinformationen/land-schafft-koordinierungsstelle-friedensbildung-tonne-weiterer-wichtiger-baustein-der-demokratiebildung-an-schulen-umgesetzt-206730.html

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