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Muslime als Sicherheitsrisiko? [Nachtrag]
Mittwoch, 10. Juni 2009 um 12:30 Uhr
In einem vorangegangen Eintrag berichteten wir über die Kritik der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs am Dialog des Zentralrates der Muslime in Deutschland und der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB) mit den Sicherheitsbehörden.
In einer Stellungnahme kritisierte der stellvertretende Generalsekretär der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs, Mustafa Yeneroğlu, diesen Dialog, da er die Auseinandersetzung mit den Muslimen in Deutschland auf den Sicherheitsaspekt reduziere.
In der aktuellen Ausgabe der Verbandszeitung Perspektif druckt die IGMG diese Stellungnahme erneut ab, verweist dabei aber auch auf die Broschüre "Integration als Extremismus -und Terrorismusprävention. Zur Typologie islamistischer Radikalisierung und Rekrutierung" des Bundesamtes für Verfassungsschutz, in der auch auf die Hintergründe des Sicherheitsdialoges eingegangen wird.
Mit Blick auf bestehende Integrationsdefizite und die Aufgaben des Verfassungsschutzes heißt es in der bereits 2007 erschienenden Broschüre:
"So problematisch diese Entwicklungen auch sind, sie eröffnen per se zunächst noch kein Handlungsfeld für den Verfassungsschutz. Die Verfassungsschutzbehörden in Bund und Ländern beobachten nicht muslimische Milieus als solche, sie befassen sich nicht mit Muslimen oder dem Islam, sondern mit Islamismus als Form des politischen Extremismus und mit islamistischemTerrorismus.
Ansatzpunkte sind ausschließlich islamistische Bestrebungen bzw. die Aktivitäten islamistischer Organisationen. Nur etwa 1% (ca. 32.000) der in Deutschland lebenden Muslime haben sich islamistischen Organisationen angeschlossen. Es muss immer wieder betont werden, dass der weitaus größte Teil der Muslime in Deutschland seinen Glauben im Rahmen unserer Rechtsordnung praktiziert."


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