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Veranstaltung: "Ich bin Muslim und das ist hip? Muslimische Jugendkultur in Deutschland"

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Das Berliner Museum Neukölln lädt am Donnerstag, 22. Januar 2009, um 19.00 Uhr ein zu der Diskussionsveranstaltung "Ich bin Muslim und das ist hip? Muslimische Jugendkultur in Deutschland". Active Image

An diesem Abend unterhält sich Julia Gerlach, Journalistin und Autorin des Buches „Zwischen Pop und Dschihad. Jugendliche Popmuslime in Deutschland“, mit Mitgliedern des Vereins M.A.H.D.I. e.V. („Muslime aller Herkünfte deutscher Identität) über religiöse Überzeugungen, weltliche Werte und die manchmal fließenden Grenzen zwischen muslimischer Popkultur und ultraorthodoxer Koranlehre.

Aus der Ankündigung: 

"Sie tragen elegant gestutzte Backenbärte und T-Shirts mit Slogans wie „I love my Prohet“, raffiniert drapierte Kopftücher in Kombination mit Jeans und eng anliegenden Hemden. Die junge Generation von Muslimen in Deutschland zeigt sich nicht nur selbst-, sondern auch modebewusst.

Doch was wie ein rein oberflächlicher Trend anmutet, ist oft weit mehr als der Wunsch, zu demonstrieren, dass Muslim sein schick und cool sein kann. Viele junge Muslime wollen mit ihren Outfits davon überzeugen, dass sich die Werte einer jahrhundertealten Religion mit einer modernen Gesellschaft, in der individuelle Freiheit und Selbstbestimmung höchstes Gut sind, vereinbaren lassen. Und dies drückt sich nicht nur in ihrem Modebewusstsein aus, sondern auch in sozialem und politischem Engagement, Bildungsbewusstsein und Karrierestreben.

Nicht vereinen lassen sich enge T-Shirts und Kopftuchmode hingegen mit einer anderen Strömung, die, ausgehend von der arabischen Welt, auch bei jungen Menschen in Deutschland immer mehr Anhänger findet: Die so genannte Salafi-Bewegung. Die wortgetreue Koranauslegung, die hier postuliert wird, spiegelt sich in einer Lebenshaltung, die sich gegen alles Moderne abgrenzt und Ausdruck auch in entsprechender Kleidung findet: Das knöchellange Hemd, die Gebetskappe und der lange Kinnbart bei Männern, bei Frauen das weit geschnittene Ganzkörperkleid. Muslimische Jugendkultur zwischen Pop und Dschihad?"

(mehr dazu hier)