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Abdul Adhim warnt vor Gewalt am 1. Mai
Montag, 28. April 2008 um 22:43 Uhr

In einer aktuellen Predigt warnt der Berliner Imam Abdul Adhim vor einer Beteiligung an Ausschreitungen während der jährlichen Demonstrationen anläßlich des 1. Mai. Es sei die Pflicht aller Muslime, sich an die Worte des Propheten zu halten und den Ruf des Islam zu wahren.
Abdul Adhim, der in der Berliner Al-Nur Moschee tätig ist, gilt als Vertreter eines salafitischen Islam. In der Vergangenheit stand er wiederholt wegen seiner strikten Auslegung des Islam in der Kritik. Für Mitte Mai ist in der Al-Nur Moschee eine Veranstaltung mit dem salafitischen Prediger Pierre Vogel angekündigt.
In der Predigt anlässlich der Demonstrationen am 1. Mai, die auch als Video veröffentlicht wurde, betonte Abdul Adhim die Rolle eines jeden einzelnen Muslim:
„Jeder Muslim in jeder Ortschaft, an jedem Ort ist verantwortlich für diese Religion. (…) Wir sind hier in Deutschland – und alle Leute gucken ganz genau auf die Muslime. Was sie tun, wie sie arbeiten, wie sie studieren. Wie diszipliniert sie sind. Alles mögliche. Wir sind unter der Lupe. Und deswegen bist du ein Träger dieser Botschaft! Du kannst dem Islam mit deinem Verhalten schaden! Wir hören so oft, dass alte Frauen, dass alte Männer beleidigt werden, auf der Straße. Natürlich von unwissenden Jugendlichen, von Muslimen.“
Am 1. Mai könne man immer wieder sehen, dass sich auch Muslime an den Krawallen beteiligen. Schon der Prophet Muhammad habe die Muslime dazu aufgefordert, den Frieden zu bewahren und niemanden zu schädigen – sei es durch schlechte Nachrede oder durch Gewalt und Verletzung: „Gebiete das Gute und verhindere das Verwerfliche!“
Daher sei es die Aufgabe der Muslime, sich dafür einzusetzen, dass in Deutschland Friede und gegenseitiger Respekt herrsche. Das beinhalte auch, zu versuchen, die Gewalt am 1. Mai – wie auch bei anderen Gelegenheiten – zu unterbinden. Es gehe darum, das wahre Bild der Muslime wiederherzustellen: „Wir sind Muslime, wir klauen nicht! Wir sind Muslime, wir beleidigen nicht! Wir sind Muslime, wir verletzen nicht!“


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