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Islamismus
Als "islamistisch" werden in der Regel Parteien, Organisationen oder Bewegungen bezeichnet, die eine politische und gesellschaftliche Ordnung auf der Grundlage des Islam bzw. der islamischen Quellen wie des Korans und der Sunna errichten wollen.
Das Bekenntnis zum Islam beschränkt sich nach islamistischem Verständnis nicht auf den privaten Glauben und das Verhältnis des Einzelnen zu seinem Gott, sondern erstreckt sich auf alle Lebensbereiche. Die dabei angestrebte Gesellschaftsordnung wird häufig in ausdrücklicher Abgrenzung zu westlichen Gesellschaften beschrieben.
Hinter der von Islamisten angestrebten "islamischen Ordnung" können im Einzelnen unterschiedliche politische Vorstellungen stehen. Trotzdem behaupten Islamisten immer, ihre Konzepte direkt aus den religiösen Quellen (Koran und Sunna) abzuleiten. Damit grenzen sie sich nicht nur von säkularen Muslimen ab, sondern generell von allen Lebensentwürfen und Verhaltensformen, die ihren eigenen Islaminterpretationen widersprechen. Oft diskriminieren sie diese als "unislamisch". Islamistische Bewegungen kennzeichnet demnach ihr Anspruch auf Alleingültigkeit des eigenen Islamverständnisses sowie der Wille, diesen Anspruch in Politik und Gesellschaft durchzusetzen.
Das Spektrum islamistischer Organisationen reicht von solchen, die die Regeln der Demokratie anerkennen, bis hin zu gewaltbereiten Gruppierungen und Terrororganisationen wie Al-Qaida. Eine wichtige Strömung innerhalb des Islamismus ist der Salafismus. Die international bekannteste islamistische Organisation ist die in Ägypten entstandene Muslimbruderschaft. Sie ist seit vielen Jahren international organisiert und verfügt auch in Deutschland über Anhänger.

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