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Hizb ut-Tahrir
Die islamistische Hizb ut-Tahrir (HuT, "Partei der Befreiung") ist in Europa vor allem in Großbritannien aktiv. In Deutschland wurde sie im Januar 2003 wegen antisemitischer und Gewalt propagierender Hetze verboten. Auf deutschsprachigen Websites und mit Flugschriften verbreitet sie jedoch weiterhin ihre Positionen und rekrutiert auch in Deutschland weiterhin Anhänger – insbesondere in Schulen und an Universitäten. Die Zahl ihrer Anhänger beläuft sich nach Schätzungen bundesweit auf etwa 300. Als Sprecher der HuT im deutschsprachigen Raum agiert der in Österreich lebende Shaker Assem.
Die Hizb ut-Tahrir wurde 1953 in Jerusalem gegründet und ist eine panislamische Bewegung, die nationalstaatliche Grenzen und ethnische Differenzierungen unter Muslimen ablehnt und überwinden will. So wendet sich die HuT ausdrücklich an die gesamte Umma, die Gemeinschaft der Muslime, die von einem weltweiten Kalifat auf der Grundlage der Scharia geführt werden solle. Mit revolutionärem Gestus und religiöser Begründung vertritt sie dabei auch antikapitalistische und globalisierungskritische Positionen, was sie gerade für junge und bildungsnahe Muslime interessant macht. Explizit wendet sich die Hizb ut-Tahrir gegen die Integration von Muslimen in westlichen Gesellschaften, aber auch gegen muslimische Organisationen, die dieses Ziel verfolgen. Zuletzt trat die Gruppierung in Deutschland im Januar 2009 im Rahmen von Demonstrationen gegen den Krieg in Gaza in Erscheinung. Den Palästina-Konflikt nutzt die Hizb ut-Tahrir, um für ihre Ziele zu werben.

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